24h Le Mans

24h Le Mans: Die GTE-Klasse wird 2018 ein Knaller

Von - 12.06.2018 15:46

Bei der 86. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans treten in der GTE-Pro-Klasse insgesamt 17 Rennwagen ein. Diese werden von Aston Martin, BMW, Corvette, Ferrari, Ford und Porsche eingesetzt. Ein Ausblick auf das Rennen.

Die 24 Stunden von Le Mans bestehen nicht nur aus dem Feld der Prototypen. Auch insgesamt 30 GTE-Wagen werden bei dem großen Klassiker in Westfrankreich mit von der Partie sein. Die GTE-Kategorie teilt sich in zwei Unterwertungen auf. In der Pro-Klasse kämpfen 17 Fahrzeuge der sechs Hersteller Aston Martin, BMW, Corvette, Ferrari, Ford und Porsche um den Sieg und in der Am-Wertung fahren insgesamt 13 Vorjahres-Modelle von Ferrari, Porsche und Aston Martin. Die GTE Pro wird dieses Jahr wieder eine ganz heiße Nummer, da die jeweiligen Hersteller das Beste antreten lassen, was sie zu bieten haben. Ein epischer Fight wird ausgefochten werden, der die Zuschauer zur Entzückung bringen dürfte.

Doch gleich vorweg genommen: Eine Prognose für den Sieg ist eigentlich fast unmöglich. Die GTE-Kategorie ist mittlerweile komplett durchtrieben von der BoP (Balance of Performance). Und somit lassen sich die 2018 bislang dargebotenen Resultate nur mit äußerster Vorsicht genießen. Keiner der sechs Hersteller wollte vor dem 24-Stunden-Rennen am kommenden Wochenende (16./17. Juni) seine Karten zu fett auf den Tisch legen, um eventuell noch eingebremst zu werden. Das Jahr 2016 gilt hier als Schreckgespenst. Damals hatten die Regelhüter noch freitags zwischen Qualifying und Rennen eine geänderte BoP-Einstufung herausgebracht.

Tendenziell gehen 2018 aber wohl Ford und Porsche als leichte Favoriten ins Rennen. Das liegt zum einen daran, dass beide Hersteller mit jeweils vier Werkswagen antreten werden. Somit stehen bei potentiellen Problemen/Unfällen im Rennen noch genügend Schwesterfahrzeuge zur Verfügung, um im Spiel um die Podiumsplätze mit dabei zu bleiben. Darüber hinaus haben Ford (bei den 24h von Daytona und den 6h von Spa-Francorchamps) und Porsche (bei den 12h von Sebring) nicht nur die drei bislang wichtigsten GTE-Rennen des Jahres für sich entschieden, sondern auch beim Vortest in Le Mans ganz vorne gelegen. Doch wie bereits erwähnt: In der GTE-Klasse wird heutzutage gezockt, gepokert, verschleiert und zurückgehalten. Alles was 2018 bislang geschah, hat jeder der sechs Hersteller von langer Hand geplant.

Im Mittelfeld der Klasse sollten sich in Le Mans wohl Ferrari und Corvette aufhalten. Beim amerikanischen Hersteller ist in diesem Jahr neben Marcel Fässler mit Mike Rockenfeller noch ein weiterer Le-Mans-Gesamtsieger (2010 mit Audi) mit an Bord. Rockenfeller kennt die Corvette aber bereits wie aus seiner Westentasche. Seit 2016 bestreitet er damit die Langstrecken-Rennen der IMSA. Mit Jan Magnussen/Antonio García und Oliver Gavin/Tommy Milner sitzen zudem erfahrene Vollgas-Tiere in den beiden gelben US-Muscle-Cars.

Ferrari schickt drei 488 GTE in den Klassenkampf. Das 2016 eingeführte Modell wurde für 2018 mit einem Evo-Kit versehen, was zu etwas Unmut im Paddock geführt hat. Die Regelhüter bremsten die italienischen Boliden daraufhin (und sehr zum Ärger von Ferrari) gleich noch ein wenig mehr ein. Wie dem auch sei: Wenn es drauf ankam, war Ferrari in der Vergangenheit (fast) immer da. Und an den Fahrer-Trios James Calado/Alessandro Pier Guidi/Daniel Serra, Toni Vilander/Luís Felipe Derani/Antonio Giovinazzi und Davide Rigon/Sam Bird/Miguel Molina kann es sowieso nicht liegen. Denn die gehören zu den Besten überhaupt.

Für das hintere Mittelfeld der GTE-Kategorie sind wohl BMW und Aston Martin programmiert. Beide Hersteller bringen 2018 komplett neue Fahrzeuge an den Start. Und trotz BoP fehlte es bislang noch am Speed. Beide Modelle haben noch ordentlich Entwicklungspotential in Bezug auf das Setup. BMW wirkt mit den beiden M8 GTE von Martin Tomczyk/Nicky Catsburg/Philipp Eng bzw. Augusto Farfus/António Félix da Costa/Alexander Sims ein wenig besser aussortiert, als der britische Hersteller. Durch einen heftigen Crash von Marco Sørensen ging Aston Martin zudem noch wichtige Zeit zur Findung einer guten Abstimmung verloren.

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