24h Nürburgring

24h Ring: Manthey-Porsche dominiert auch am Morgen

Von - 23.06.2019 06:43

Der Porsche 911 GT3 R von Manthey-Racing liegt bei den 24 Stunden am Nürburgring weiterhin in Führung. Pole-Setter Mercedes-AMG nach Crash in der Nacht ausgefallen. Das ist der nächste Zwischenstand vom Eifel-Klassiker.

Beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring deutet vieles auf den nächsten Porsche-Sieg hin. Der 911 GT3 R von Manthey-Racing #911 (Earl Bamber, Michael Christensen, Kévin Estre und Laurens Vanthoor), der am Samstagabend die Führung übernommen hatte, liegt weiterhin in Front und macht einen sehr guten Eindruck. «Mit Platz 1 sind wir natürlich zufrieden. Aber zwei Minuten Vorsprung sind manchmal auf einen Schlag weg, weil man in einer Code-60-Zone wegen schlechter Sicht einen kleinen Fehler macht. Wir werden im Moment vielleicht nicht mehr mit Gewalt in jede Lücke stechen, aber richtig langsam fahren können die Jungs sowieso nicht so gut», erklärte Teamchef Nicki Raeder.

Der so stark aufgelegte Porsche hat in der Nacht auf Sonntag seinen größten Widersacher um den Gesamtsieg verloren. Der von Pole-Position aus gestartete Mercedes-AMG GT3 vom Mercedes-AMG Team Black Falcon #2 (Adam Christodoulou, Maro Engel, Manuel Metzger und Dirk Müller) hatte eine Kollisionen mit einem Toyota Supra aus der SP8T-Klasse, als gerade Christodoulou am Steuer saß. «Leider hat das Lenkgetriebe Schaden genommen, das braucht eine längere Reparaturpause. Kein Vorwurf an Adam, da gab es ein Missverständnis. Es tu weh, aber es ist so. Wir können aber stolz sein auf die Performance an diesem Wochenende», gab sich Teamkollege Engel mächtig enttäuscht.

Aber auch bei Manthey-Racing gab es einen Ausfall. Der Porsche der letztjährigen Gesamtsieger (Richard Lietz, Frédéric Makowiecki, Patrick Pilet und Nick Tandy) ist ebenfalls ausgeschieden, nachdem Lietz einen Crash auf der Nordschleife hatte. «Das war ein Nordschleifenunfall wie er schon oft passiert ist. Ich hoffe, dem anderen beteiligten Fahrer geht es gut. Ich bin okay, aber das Auto ist leider kaputt. So ist Rennsport. Wenn Du nicht attackierst, bis Du zu langsam. Pushst Du hart, kann etwas passieren», erklärt der Österreicher. Dieser Porsche lag nach dem Reifenschaden aus der Startphase jedoch sowieso schon etwas zurück.

Ordentlich auftrumpfen konnte in der Nacht der SCG 003C der Scuderia Cameron Glickenhaus #705 (Thomas Mutsch, F. Fernandez-Laser, Franck Mailleux und Andreas Simonsen). Der amerikanische Bolide fuhr sogar bis auf die zweite Position nach vorne. Dann gingen in der Box jedoch über zwei Runden verloren, als die Frontpartie repariert werden musste. «Thomas hatte leider eine Kollision. Das ist extrem schade. Wir haben natürlich viel Zeit verloren - das ist nicht aufzuholen. Aber aufgeben ist nicht, wir pushen weiter», berichtete Felipe Laser.

Damit liegt derzeit wieder der Mercedes-AMG GT3 vom Mercedes-AMG Team Mann Filter #48 (Christian Hohenadel, Lance David Arnold, Raffaele Marciello und Maxi Götz) auf dem zweiten Platz. Das Fahrzeug hatte gegen 4:00 Uhr jedoch auch schon einen kleinen Rückschlag, als wegen Missachtung von Flaggensignalen eine Zeitstrafe von 32 Sekunden ausgesprochen wurde.

Ganz lange Gesichter gab es dagegen im KTM-Lager: Der X-BOW GT4 von Teichmann Racing (Laura Kraihamer, Reinhard Kofler, Maximilian und Maik Rönnefarth) bekam wegen Verstoß gegen die Lärmvorschriften sogar die Schwarze Flagge von der Rennleitung gezeigt.

Zwischenstand nach 15 Stunden

1. Porsche 911 GT3 R von Manthey-Racing #911 (Bamber, Christensen, Estre und Vanthoor)
2. Mercedes-AMG GT3 vom Mercedes-AMG Team Mann Filter #48 (Hohenadel, Arnold, Marciello und Götz)
3. Porsche 911 GT3 R von Frikadelli Racing Team #31 (Dumas, Campbell, Müller und Jaminet)
4. Audi R8 LMS vom Audi Sport Team Phoenix #4 (Kaffer, Stippler, Vervisch und Vanthoor)
5. Audi R8 LMS vom Audi Sport Team Land #29 (Mies, Rast, van der Linde und Haase)

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