Dakar Auto

X-raid: Sainz, Peterhansel und Despres im Mini

Von - 02.10.2018 09:50

Mit 20 Dakar-Siegen auf dem Konto zur Rallye Dakar 2019 in Peru, erster Einsatz der X-raid-Neulinge im Mini John Cooper Works Buggy bei der Rallye Marokko (04. bis 08. Oktober 2018).

Es sind noch knapp drei Monate bis zum Start der Rallye Dakar 2019 in Lima. Um im Kampf um den Sieg die besten Karten zu haben, hat sich X-raid mit drei großen Namen verstärkt: Carlos Sainz, Stéphane Peterhansel und Cyril Despres wechseln in das deutsche Team und werden nach dem Ausstieg von Peugeot jeweils einen Mini John Cooper Works Buggy pilotieren. Damit sitzen insgesamt 20 Dakar-Siege am Steuer der drei von X-raid konstruierten und gebauten Fahrzeuge. Peterhansel hält den Rekord mit insgesamt 13 Erfolgen auf dem Motorrad und im Auto, Sainz siegte bisher zwei Mal, und Despres gewann fünf Dakar Rallyes auf dem Motorrad. Mit diesem Fahrer Line-Up und dem weiterentwickeltem Mini JCW Buggy will X-raid an die erfolgreiche Ära zwischen 2012 und 2015 anknüpfen, in der das Team vier Dakar-Siege in Folge einfahren konnte.

Der erste Auftritt für Sainz und Despres im neuen Fahrzeug ist die Rallye Marokko, die am 4. Oktober mit einem Prolog in Fez (Marokko) startet.

Mit Carlos Sainz wechselt der amtierende Dakar-Sieger in den Mini John Cooper Works Buggy. Der Spanier konnte im Januar seinen zweiten Erfolg nach 2010 einfahren. «El Matador» gehört zu den großen Persönlichkeiten im Rallyesport und hat für 2019 den dritten Sieg im Visier. Vor seinem Wechsel in den Off-Road-Sport gewann er zwei Mal die Rallye Weltmeistermeisterschaft (1990, 1992).

Stéphane Peterhansel ist für das X-raid Team kein Unbekannter. Der Franzose wechselte nach der Dakar 2009 in das Team aus Trebur. 2012 holte er im Mini ALL4 Racing den ersten Dakar-Sieg für X-raid. Ein Jahr später konnte er diesen Erfolg wiederholen. Nach vier Jahren kehrt er nun zurück. Insgesamt konnte «Mr. Dakar» konnte die legendäre Wüstenrallye bereits 13 Mal gewinnen. Sechs Siege holte er auf dem Motorrad, die weiteren sieben auf vier Rädern.

Cyril Despres ist der jüngste Pilot im Mini JCW Buggy-Trio, doch auch er verfügt bereits über jede Menge Erfahrung. Der Franzose konnte die Dakar fünf Mal (2005, 2007, 2010, 2012, 2013) auf dem Motorrad gewinnen. 2015 wechselte er in die Auto-Kategorie und konnte die berühmte Silk Way Rallye zwei Mal (2016, 2017) gewinnen.

Sainz und Despres bildet die Rallye Marokko den ersten offiziellen Auftritt im Mini John Cooper Works Buggy. Sainz geht mit seinem langjährigen Co-Piloten Lucas Cruz an den Start, Despres vertraut auf die navigatorischen Fähigkeiten des Franzosen Jean-Paul Cottret.

In den vergangenen Monaten hat das X-raid Team hart an der Weiterentwicklung des Mini John Cooper Works Buggy gearbeitet. Tausende Testkilometer wurden in Marokko und Europa absolviert, um bei der Dakar 2019 konkurrenzfähig zu sein. Neben einer deutlichen Gewichtsreduktion konnten auch weitere Komponenten am Buggy verbessert werden. Vor allem im Bereich der Elektronik hat das Team einen großen Schritt nach vorne unternommen und konnte damit die Leistungsfähigkeit des Fahrzeuges verbessern.

Teamchef Sven Quandt: «Die drei sind für uns natürlich eine Traumbesetzung, die auch noch jede Menge Erfahrung mitbringt. Carlos hat uns bisher bei der Entwicklung unseres Mini sehr unterstützt und vorangebracht – speziell bei der Abstimmung. Stéphane ist für uns ja kein Unbekannter und ich freue mich sehr, dass er wieder Teil des Teams ist. Auch Cyril hat in den vergangenen Jahren gezeigt, was er kann und ich bin gespannt, wie er es bei uns umsetzt. Auf jeden Fall hat er schon jede Menge Kilometer in unserem Fahrzeug zurückgelegt. Unser Mini hat in den vergangenen Monaten sehr viele Testkilometer zufrieden stellend absolviert und wir sind auf den ersten Wettbewerbseinsatz sehr gespannt.»

Carlos Sainz: «Eines neues Team, ein neues Auto und damit auch eine neue Herausforderung. Ich bin sehr optimistisch, dass wir diese meistern werden. Wir sind gut vorbereitet. Ich liebe die Herausforderung mit einem neuen Fahrzeug zu arbeiten, es weiterzuentwickeln und das Beste aus ihm herauszuholen. Das ist immer spannend. Wir haben bisher sehr hart gearbeitet und der Mini JCW Buggy hat einen großen Sprung nach vorne gemacht. Ich bin zufrieden mit dem Auto und wir haben noch Zeit es weiterzuentwickeln.»

Stéphane Peterhansel: «Zusammen mit X-raid habe ich zwei Siege bei der Dakar geholt – das sind sehr gute Erinnerungen. Ich bin glücklich zum Team zurückzukehren, zusammen mit Carlos und Cyril. Ich war sehr gespannt, als ich in den Mini JCW Buggy von X-raid gestiegen bin. Er macht viel Spaß und ist einfach zu fahren. Wir haben einige Änderungen am Fahrwerk vorgenommen und konnten auch das Gewicht reduzieren. So konnten wir einen großen Schritt nach vorne machen. Die nächste Dakar findet zwar nur in einem Land statt, aber für mich ist Peru ein sehr schönes Land. Es gibt große Dünen und offene Wüste – das macht die Rallye sehr interessant.»

Cyril Despres: «Für mich ist es neues Fahrzeug, ein neues Team und ein neuer Co-Pilot, aber dieselbe Leidenschaft und Motivation. Ich freue mich sehr darauf, mit dem Mini an den Start zu gehen. Mit so einem Fahrzeug macht es super viel Spaß zu fahren - ich bin definitiv ein Buggy-Pilot. Das Team hinter dem Mini gibt sein Bestes und es macht Spaß den Mini zu fahren. Jean-Paul gehört zu den erfahrensten Co-Pilot im Rally-Raid. Ich kenne ihn schon sehr lange, bestimmt 15 Jahre. Seitdem ich Rennen auf zwei Rädern fahre, war Jean-Paul derjenige, der mir bei allen Fragen zur Navigation geholfen hat. Bei der Dakar 2019 sind wir fast nur auf Sand unterwegs. Ein Fehler und es kann alles vorbei sein. Es gibt viele Möglichkeiten, stecken zu bleiben und Zeit zu verlieren. Die kommende Dakar wird extrem intensiv und anspruchsvoll.»

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Carlos Sainz gewann 2018 die Rallye Dakar zum 2. Mal © Red Bull Carlos Sainz gewann 2018 die Rallye Dakar zum 2. Mal Der 13-fache Rekordsieger Stéphane Peterhansel © Red Bull Der 13-fache Rekordsieger Stéphane Peterhansel Auch Cyril Despres wechselt zu X-raid © Red Bull Auch Cyril Despres wechselt zu X-raid
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