Dakar Auto

Tag 6: Peterhansel fällt auf Platz drei ab

Von - 14.01.2019 11:07

Auf der sechsten Prüfung der 41. Rallye Dakar fuhr sich Stéphane Peterhansel fest, verlor deswegen nicht nur mehr als 20 Minuten, sondern er rutschte auf den dritten Gesamtplatz ab.

Die sechste Etappe führte die Crews nach dem Ruhetag von Arequipa nach San Juan de Marcona. Speziell die Dünen von Tanaca verlangten den Teilnehmern einiges ab. Carlos Sainz und Lucas Cruz (beide E) erreichten auf Rang drei das Ziel. Gefolgt von den beiden Franzosen Cyril Despres und Jean-Paul Cottret. Stéphane Peterhansel und Davide Castera (beide F) hatten heute kein Glück und kamen nur als Tagessechste ins Ziel.

Sainz war extrem schnell unterwegs, konnte aber seine Performance nicht ganz umsetzen: «Ich musste wegen drei Platten anhalten», so der Spanier. «Das Reifendrucksystem hat nicht richtig funktioniert. Ich bin dann mit hohen Reifendruck gefahren und das hat den Tag sehr schwierig gemacht, da wir uns eine passende Route suchen mussten.»

Gleich hinter den beiden Spaniern kamen Despres und Cottret ins Ziel. Auch die beiden Franzosen waren extrem gut unterwegs: «Tanaca ist ein spezieller Ort – ähnlich wie Fiambala in Argentinien. Die Dünen sind sehr weich, so dass man immer Angst hat, sich festzufahren», erklärt Despres. «Eigentlich war das mein bester Tag bisher. Bis wir uns auf der Suche nach einem Wegpunkt verfahren haben. In dem Moment wurde ein guter Tag nur noch mittelmäßig.» Despres liegt in der Gesamtwertung nun auf Rang fünf.

Richtig viel Pech hatte Peterhansel. Er verlor viel Zeit als er sich in den Dünen festfuhr. «Ich habe mich kurz vor dem Ziel des ersten Teils der Wertungsprüfung festgefahren», berichtet der Franzose. »Danach habe ich Vollgas gegeben, aber wir hatten noch zwei Platten. Das war kein guter Tag. Nasser jetzt noch einzuholen, wird sehr schwierig.» Der Franzose rutschte damit in der Gesamtwertung auf den dritten Rang.“

Joan «Nani» Roma und Alex Haro (beide E) beendeten die Etappe in ihrem MINI John Cooper Works Rally auf Rang fünf. Jakub Kuba Przygonski (PL) und Tom Colsoul (B) kamen auf Platz zehn ins Ziel. Yazeed Al-Rajhi/Timo Gottschalk (KSA/D)) erreichten San Juan de Marcona auf Platz 15. Boris Garafulic/Filipe Palmeiro (RCH/P)) sind noch in der Prüfung unterwegs. Orlando Terranova und Bernardo Ronnie Graue (beide RA) starteten ab heute in der Semimarathon-Wertung und hatte deswegen eine hohe Startposition. Sie fuhren heute die zehntschnellste Zeit.

Roma hatte zwar mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen, kam aber trotzdem recht gut durch die Prüfung. «Es war ein harter Tag, der eigentlich nicht so gut lief, aber ich bin trotzdem zufrieden», so der Katalane. «Ich hatte mich im ersten Teil kurz festgefahren. Zum Glück hat mich das nur fünf Minuten gekostet. So etwas kann in diesen Dünen ganz anders ausgehen. Im zweiten Teil haben wir lange nach einem Wegpunkt gesucht. Später sind wir in ein Tal geraten und wir haben auf der Suche nach einem Ausweg viel Zeit verloren. Ich denke, dass jeder heute seine Probleme hatte.«

Przygonski büßte heute viel Zeit ein und fiel auf Rang sechs zurück. Mit Getriebeproblemen fuhr er am Servicepunkt bei CP1 zu den X-raid Mechanikern. Die schafften es in sensationellen 40 Minuten das Getriebe zu wechseln. «Wir hatten ein Problem mit dem Getriebe», erzählt der Pole. «Zum Glück kamen wir noch bis zum Service. Dort haben die Jungs einen tollen Job gemacht und es in unter einer Stunde gewechselt. Aber unser Kampf um eine Topposition ist nun vorbei. Ab jetzt heißt es lernen und gute Tagesergebnisse einfahren.»

Terranova und Graue kehrten in die Dakar 2019 zurück und gehen nun in der Semimarathon-Wertung an den Start. In dieser Klasse sind alle zusammengefasst, die diese zweite Chance, nach dem Ruhetag wieder an den Start gehen zu können, nutzen. Allerdings gelten für sie bestimmte Regeln: Sie dürfen nicht innerhalb der Top 25 starten. Am letzten Tag müssen sie sich sogar ganz hinten einreihen. Zudem dürfen sie anderen Teilnehmern nicht helfen, außer es geht um sicherheitsrelevante Probleme.

Die Etappe am Montag führt in einer Schleife rund um das Biwak in Marcona. Die Teilnehmer legen insgesamt 386 Kilometer zurück, davon 323 gegen die Uhr.

Rallye Dakar – Stand nach der 6. von 10 Prüfungen:

Platz

Team/Auto

Zeit/Diff.

1.

Al-Attiyah/Baumel (QAT/F), Toyota

21:01:31

2.

Loeb/Elena (F/MC), Peugeot

+ 37:43

3.

Peterhansel/Castera (F), Mini-Buggy

+ 41:14

4.

Roma/Haro Bravo (E), Mini 4x4

+ 45:24

5.

Despres/Cottret (F), Mini

+ 1:23:35

6.

Przygonski/Colsoul (PL/B), Mini 4X4

+ 2:03:10

7.

Prokop/Tomanek (CZ), Ford

+ 2:31:02

8.

Al Rajhi/Gottschalk (KSA/D); Mini 4x4

+ 4:05:00

9.

Ten Brinke/Panseri (NL/F), Toyota

+ 4:18:44

10-

Sainz/Cruz (E), Mini-Buggy

+ 5:18.01

Rallye Dakar – Stand auf der 6. Prüfung:

Platz

Team/Auto

Zeit/Diff.

1.

Loeb/Elena (F/MC), Peugeot

3:39:21

2.

Al-Attiyah/Baumel (QAT/F), Toyota

+ 2:17

3.

Sainz/Cruz (E), Mini-Buggy

+ 6:56

4.

Despres/Cottret (F), Mini-Buggy

+ 13:05

5.

Roma/Haro Bravo (E), Mini 4x4

+ 13:08

6.

Peterhansel/Castera (F), Mini-Buggy

+ 18:49

7.

Prokop/Tomanek (CZ), Ford

+ 19:22

8.

De Villiers/Von Zitzewitz (ZA/D), Toyoda

+ 23:29

9.

Ten Brinke/Panseri (NL/F), Toyota

+ 27:29

10.

Henrard/Du Bois (B), Henrard

+ 1:00:34

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Stéphane Peterhansel saß fest und fiel auf P3 ab © X-raid Stéphane Peterhansel saß fest und fiel auf P3 ab Vorjahressieger Carlos Sainz schaffte den dritten Tagesplatz © X-raid Vorjahressieger Carlos Sainz schaffte den dritten Tagesplatz Juan Roma verlor viel Zeit © X-raid Juan Roma verlor viel Zeit
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