DTM

Gerhard Berger: «Auer Titelkandidat? Vielleicht 2017»

Von - 07.12.2016 16:49

Dass Gerhard Berger mit Lucas Auer nicht immer zimperlich umging, wenn es um die Motorsport-Karriere ging, daraus hatte Bergers Neffe nie ein Geheimnis gemacht.

Als Auer im Juni auf dem Lausitzring sein erstes Rennen in der DTM gewann, verriet er, dass er nun endlich wieder seinen Onkel anrufen dürfe. Berger hatte Auer gesagt, er brauche sich erst wieder melden, wenn er ein Rennen in der Tourenwagenserie gewinne.

Gesagt, getan. Inzwischen dürften also beide wieder regelmäßig miteinander telefonieren. Auch dass Berger seinem Neffen stets mit Rat und Tat zur Seite steht, ist bekannt. Nach dem Saisonfinale in Hockenheim gab es kurzzeitig Gerüchte, Berger versuche, Auer in der Formel 1 unterzubringen.

Dass die Formel 1 immer noch Auers Ziel ist – auch daraus hat der Österreicher nie ein Geheimnis gemacht. Viel wichtiger ist ihm aber ein Stempel in der DTM, nachdem er in seiner zweiten Saison 2016 den berühmten nächsten Schritt gemacht hat.

Deshalb sagte er auch vor einigen Wochen SPEEDWEEK.com auf die Frage, ob er lieber ein weiteres Jahr in der DTM fahren wolle oder lieber ein Cockpit in der Königsklasse bei einem Hinterbänkler-Team hätte: «Ich würde lieber erst den DTM-Titel holen oder zumindest bis zum letzten Rennen um die Meisterschaft fahren. Ich möchte nichts anfangen, was ich nicht auch abschließe», sagte Auer.

Auer sieht das als durchaus realistisch an: «Man hat bei einigen Fahrern gesehen, dass es im dritten Jahr passt. Du kennst das Auto, jede Strecke und weißt, wie es laufen muss. Und dann muss natürlich alles konstant zusammenpassen.»

Von seinem Onkel gibt es keine Vorgabe. «Die muss er sich selbst setzen», sagte Berger SPEEDWEEK.com. «Aber er hat sich jedes Jahr gesteigert, jetzt muss er den nächsten Schritt machen, auch wenn man manchmal lieber gleich zwei Schritte auf einmal sehen möchte. Er sollte konstant an der Spitze fahren und Formschwankungen vermeiden. Dann wird er auch ein Kandidat für die Meisterschaft sein. Vielleicht 2017, vielleicht erst 2018.»

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