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Titelkampf extrem: «BMW hat die schlechtesten Fahrer»

Von - 12.09.2017 10:23

Es knallt im Titelkampf der DTM: Gary Paffett schoss nach dem 14. Saisonrennen in Richtung BMW. Der Lauf bot beste Unterhaltung und lieferte den Beweis: Es geht hoch her auf der Zielgeraden.

Gary Paffett hatte einen Hals. Und da man den Mercedes-Piloten vor allem als meinungsstarken Piloten kennt, feuerte er noch im Auto eine verbale Breitseite in Richtung München ab. «Die BMW-Piloten sind die schlechtesten Fahrer, die ich je gesehen habe», sagte Paffett. Auch nach dem 14. Saisonrennen auf dem Nürburgring hatte er sich noch nicht wirklich beruhigt.

«Es war verrückt», meinte er zu SPEEDWEEK.com, nachdem er während des Rennens mit Tom Blomqvist, Augusto Farfus und Maxime Martin aneinandergeraten war. Blomqvist habe in der Anfangsphase sein Auto praktisch unfahrbar gemacht, berichtete Paffett. Blomqvist und Farfus machten sich in der Endphase schließlich sehr breit, um das beschädigte Auto von Titelkandidat Timo Glock zu schützen. Am Ende drehte sich Paffett im Kampf um Platz zehn mit Martin.

Vor allem aber Farfus brachte Paffett unter anderem mit angeblichen Breaktests in Rage. «Tom war sehr aggressiv, und so schlecht, wie Augusto gefahren ist, das war unglaublich. Das war einfach arm, aber vor allem auch gefährlich. Man wusste nie, was der Kerl als nächstes macht. Das ist kein Racing», wetterte Paffett: «Das war zu viel, viel zu viel.»

BMW-Boss Jens Marquardt nahm Paffetts Aussagen auf Nachfrage von SPEEDWEEK.com mit Humor. «Der Gary fightet immer sehr hart, und wenn er mittendrin ist, sind immer die anderen schuld. Wenn die Jungs nach dem Rennen aussteigen, dann kommt es zu solchen Äußerungen.»

Paffetts Chef Ulrich Fritz musste schmunzeln, als er von dessen Aussage hörte. «Da waren wohl ein paar Emotionen dabei», sagte er SPEEDWEEK.com, räumte aber auch ein: «Ich fand, dass mit arg harten Bandagen gekämpft wurde. Wenn sich das so hocheskaliert, sehen wir vier ganz furchtbare und teure Rennen.»

Es waren nämlich nicht nur Paffett und die BMW-Truppe, die im Clinch lagen. Es flogen die Fetzen, es krachte, es knallte, mal fair, mal am Rande des Erlaubten, oft aber auch darüber hinaus. Klar: Der Titelkampf geht endgültig in die heiße Phase, und es sind bei noch zwei ausstehenden Events immerhin zehn Fahrer involviert. Die Fans jubeln, die Verantwortlichen schlagen ob der Blechschäden die Hände über dem Kopf zusammen. Hammer-Rennen? Oder eher Harakiri? Bei den Beteiligten gehen die Meinungen auseinander.

«Man muss ein bisschen auf die Bremse treten und ordentliche Gespräche führen, denn es eskaliert ein bisschen. Das sind alles keine Chorknaben. Aber hart und unfair will man nicht sehen», sagte ARD-Experte Norbert Haug. Marquardt sieht das locker. «Das ist Tourenwagensport, das ist kein Kindergeburtstag. Das wollen ja auch die Fans sehen.» Glock sieht es genauso: «Für die Fans ist das mega. Die hatten eine gute Unterhaltung. Das ist ja auch Tourenwagensport, und so soll es auch sein.»

Fakt ist: Tatsächlich wollen alle diese Kämpfe und Duelle sehen, vor allem, nachdem es monatelang nur um Gewichte und deren Sinn und Auswirkungen ging. Für die Serie kann es nur gut sein, wenn endlich mal wieder über Sport gesprochen wird. Auch angesichts der offenen Zukunft aufgrund des Mercedes-Ausstiegs. Mit solchen Rennen betreibt die Serie Werbung für sich.

Auch der Gesamtführende Mattias Ekström findet es «normal. Der Unterschied ist, dass es so viele Titelkandidaten sind, deshalb ist der Kampf auch größer. Das ist aber auch positiv, es wollen ja alle sehen, dass es hart zur Sache geht«, so der Schwede bei Sport1.

Differenzierter sieht es Marco Wittmann. «Momentan schießt jeder gegen jeden. So ist es momentan, es geht teilweise ins Unfaire. Es würde sich jeder wünschen, dass es fair und hart zugeht. Damit müssen wir wohl momentan leben», so der Titelverteidiger. Er wurde wie sein Teamkollege Timo Glock ebenfalls von Audi-Pilot Nico Müller aufgehalten. Im Gegensatz zu Glock («Audi manipuliert») äußerte sich der Fürther aber etwas zurückhaltender. «Teilweise ist es auch gewollt, vielleicht sehen da manche ihre Meisterschaft flöten gehen oder werden nervös», so Wittmann.

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