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Mercedes-Star kritisiert Audi: «Zu weit gegangen»

Von - 13.09.2017 16:24

Nicht nur Timo Glock hatte am Sonntag schlechte Erfahrungen mit der Audi-Taktik gemacht. Robert Wickens kritisiert das Vorgehen ebenfalls.

Wirklich gerechnet hat Robert Wickens mit der Ausgangssituation nicht mehr. Der Kanadier hatte auf dem Lausitzring ein starkes Wochenende und bestätigte am zweiten Rennwochenende die Vermutung vieler Experten, dass er in diesem Jahr reif für den Titel sein könnte. Doch danach kam nicht mehr viel. Ein paar Fahrten in die Punkte, nicht Wildes allerdings. Zumindest nichts, was den Schluss zuließe, er könne nochmal angreifen.

Doch am vergangenen Wochenende räumte er ab: Platz drei und der Sieg am Sonntag, dazu zwei dritte Startplätze machen 42 Punkte. Und damit Platz neun in der Fahrerwertung. 100 Zähler hat er gesammelt. Und liegt damit nur 36 Punkte hinter dem Führenden Mattias Ekström. Bei noch vier ausstehenden Rennen und maximal 112 Punkten ist also theoretisch noch alles drin.

«Vor dem Wochenende am Nürburgring war die Meisterschaft für mich weit weg. Ich wollte es einfach genießen und es war ein fantastisches Wochenende, das mich wieder zum Jäger gemacht hat», sagte Wickens. Die ungewöhnliche Konstellation, dass insgesamt noch zehn Fahrer Meister werden können, verblüfft auch ihn. «Dass es zehn Fahrer gibt, die alle noch eine gute Chance auf den Titelgewinn haben, hat es bislang noch nicht gegeben. Dass es zehn Fahrer gibt, die innerhalb eines Wochenendes mathematisch die Meisterschaftsführung übernehmen könnten, ist fantastisch und absolut unglaublich. So etwas habe ich in meiner ganzen Zeit im Motorsport noch nicht erlebt», sagte er.

Nun sorgte die enge und brisante Konstellation auf dem Nürburgring dafür, dass es hart zur Sache ging, teilweise überhart und auch unfair. Auch taktisch wurde tief in die Trickkiste gegriffen. So tief, dass Timo Glock der Konkurrenz von Audi sogar Manipulation vorwarf. «Wenn man die Rennen so manipulieren möchte, wie man es macht, ist das beschämend und sehr schade gegenüber dem Fan», sagte Glock nach dem 14. Saisonrennen auf dem Nürburgring.

Und legte nach: «Da sieht man, wie stark Dieter Gass (Audi-Motorsportchef, Anm.d.Red.) unter Druck steht, wenn er solche Strategien herausgibt. Wenn man in den vergangenen beiden Jahren das beste Auto hatte und den Titel nicht gewinnt, weil man zu viele Fehler gemacht hat, dann ist der Druck eben sehr hoch.» Im Mittelpunkt der Kritik: Audi und Nico Müller. Und das nicht erst seit Sonntag. Denn: Der Schweizer hat in der Eifel erneut die Konkurrenz eingebremst, um Titelkandidat Mattias Ekström zu unterstützen.

«Aus meiner Erfahrung heraus, ist es normal in der DTM, dass es jetzt noch härter zur Sache geht», sagte Wickens und verriet, dass auch ihn die Strategie von Audi getroffen habe. «Ich bin mir sicher, dass andere Fahrer es vielleicht anders sehen, aber als ich nach dem Boxenstopp in Führung lag und auf (Loic) Duval und (Nico) Müller aufholte, hatte ich schon das Gefühl, dass beide bei ihrer Teamtaktik ein wenig zu weit gingen. Besonders, wenn man bedenkt, dass ich keine direkte Gefahr in der Meisterschaft war. Aber sie versuchten einfach, jeden einzubremsen, um den Titelkandidaten von Audi zu helfen», so Wickens.

Für ihn gehört es dazu. Was aber nicht heißt, dass er es genauso machen würde. «Ich weiß, dass das Teil der DTM ist, aber ich denke, dass wir bei Mercedes erhobenen Hauptes sagen können, dass wir das nicht machen. Wir versuchen, den Fans die bestmögliche Show zu bieten, faires und echtes Racing», so Wickens. Er lieferte selbst ein Beispiel, als er mit BMW-Pilot Marco Wittmann um die Führung kämpfte. Dabei fuhren beide am Limit und schenkten sich nichts. «Der Kampf zwischen Marco (Wittmann) und mir war das ganze Rennen lang einfach nur pures "Old School"-Racing. Für mich war das sehr gute Unterhaltung, die mir sehr gefallen hat. Das hat richtig Spaß gemacht», sagte er.

Durch das erfolgreiche Wochenende ist Mercedes zurück im Titelrennen. Neben Wickens ist Lucas Auer mit 127 Punkten Zweiter, neun Zähler hinter Ekström. Auch Paul di Resta darf man mit 97 Punkten noch nicht komplett abschreiben. Und: In der Markenwertung machten die Stuttgarter dank ihrer 137 Punkte einen Satz, liegen mit 498 Punkten 52 Zähler hinter Audi auf Rang zwei.

«Wir haben die schlechten Nachrichten über den Ausstieg Ende 2018 weggesteckt und zeigen nun, dass wir weiter hart kämpfen und nicht aufgeben. Zwei Podestplätze an einem Wochenende sind in der DTM nahezu unmöglich und die Tatsache, dass mir das in diesem Jahr schon zweimal gelungen ist, zeigt, was für ein starkes Team wir sind», sagte Wickens.


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