DTM

DTM: Totgesagte leben dann meistens doch länger

Von - 12.10.2018 13:14

Die DTM hat die Weichen für die Zukunft gestellt: DTM-Chef Gerhard Berger kann nach einer langen Suche einen Nachfolger präsentieren. Weitere gute Nachrichten sorgen für beste Laune vor dem Titel-Showdown.

Gerhard Berger wirft einen Blick in den komplett gefüllten Presseraum. Man muss wissen: Das ist in der DTM ein durchaus seltener Anblick bei einer Pressekonferenz. Berger lächelt. So dürfte sich der Österreicher den Auftakt in das letzte Wochenende vorgestellt haben: DTM-Finale, ein volles Haus, ein packender Titelkampf, Emotionen, Mercedes-Abschied. Dazu wie bestellt strahlender Sonnschein. Passend zu den Zukunftsaussichten der Tourenwagenserie.

Denn: Rund 16 Monate Überlebenskampf sind erst einmal erfolgreich beendet. Mit Aston Martin ist ein Nachfolger für Mercedes gefunden. Der Kalender für 2019 steht ebenfalls, ein Großteil des Rahmenprogramms auch. 15 Minuten vor der Pressekonferenz kommt dann auch noch das "Go" von Audi: Das W Racing Team (WRT) geht in der kommenden Saison als Kundenteam mit zwei Audis an den Start.

Die Nachrichten zur Zukunft kommen seit Donnerstagabend geballt. Wichtig dabei: Es sind allesamt positive Nachrichten. Und der gefüllte Presseraum und das große Interesse beweisen: die Serie lebt. Immer noch. Wie das bei Totgesagten so ist. Die leben eben meistens länger.

«Wir haben die Serie Schritt für Schritt verbessert, die DTM hat ein starkes Momentum aufgebaut. Das Highlight ist ohne Frage der Einstieg von Aston Martin. Dass wir die Lücke in unserem Starterfeld gefüllt haben», sagte Berger: «Das ist ein klares Zeichen für die Zukunft der DTM.» Vor allem ist die britische Kultmarke der erste Hersteller außerhalb Deutschlands, der in der neuen DTM mitmischt. Klar: Verbunden mit der Hoffnung, dass jetzt weitere folgen werden.

Denn klar ist auch: Die DTM muss kreativer werden, was das Starterfeld betrifft. Wie das Projekt Aston Martin belegt, denn das ist dann auch durchaus vielschichtig und komplex. Das Team R-Motorsport wird den britischen Hersteller in der DTM vertreten. R-Motorsport ist wiederum die Rennsport-Marke der AF Racing AG. Das Unternehmen ist wiederum ein strategischer Partner im Hyper-Sportwagenprojekt Aston Martin Valkyrie, in das auch Red Bull Racing und Aston Martin involviert sind. Hinzu kommt ein Joint Venture von AF Racing und dem aktuellen Mercedes-Werksteam HWA. Dieses Joint-Venture-Unternehmen ist für die Entwicklung und den Aufbau der DTM-Fahrzeuge zuständig, daneben auch für den neuen Vierzylinder-Turbomotor, mit dem ab 2019 gefahren wird.

Berger verriet zudem, dass vor rund sechs Monaten erste Gespräche starteten. Den Kontakt zu den beiden AF-Racing-Mitinhabern Andreas Baenziger und Florian Kamelger stellte Red-Bull-Teamchef Christian Horner her, Red Bulls Motorsportberater Dr. Helmut Marko «war eine Hilfe bei den ersten Diskussionen. Er hat den Ball ins Rollen gebracht», verriet Berger. Aber nicht nur Horner und Marko.

Auch die Kostenreduktion durch die zahlreichen Einheitsbauteile (Berger: «Ein Prozess, der noch nicht beendet ist. Wir haben immer noch Potenzial nach oben») und die Internationalisierung der Serie durch den Kalender, aber auch durch die intensivierte Kooperation zwischen DTM und Super GT inklusive des neuen Class-one-Reglements waren Schlüsselpunkte für den Einstieg des britischen Autobauers. «Die Kosten sind für uns ein wichtiger Punkt. Und bei der Internationalisierung hat die DTM in den vergangenen Monaten einen fantastischen Job gemacht», sagte Kamelger.

Was weitere Details zum Start von Aston Martin betrifft, gab sich Teamchef Kamelger noch zugeknöpft. Mittelfristig sind vier Autos geplant. Wann man 2019 genau erstmals an den Start gehen will? Offen: «Das hängt von der Entwicklung ab, und von den Testmöglichkeiten. Unser Ziel sind gute Ergebnisse, deshalb kommen wir dann, wenn wir dazu bereit sind.»

Auch bei möglichen Fahrern gibt sich Kamelger bedeckt. Es ist aber kein Geheimnis, dass ab Montag noch ein paar Mercedes-Fahrer zumindest offiziell ohne neuen Job sind, wie zum Beispiel Paul di Resta, Daniel Juncadella oder Lucas Auer.

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