DTM

DTM: 14 Fahrer fix, vier Cockpits sind noch frei

Von - 18.02.2019 14:10

BMW und Audi haben ihre Fahrerbesetzung für die neue DTM-Saison bereits kommuniziert. Bei Aston Martin und WRT ist hingegen noch etwas frei.

Die beiden Platzhirsche haben schnell Nägel mit Köpfen gemacht. Bereits vor einigen Wochen haben Audi und BMW ihre Fahrerkader für 2019 festgezurrt und offiziell kommuniziert.

Vergangene Woche zog dann Neueinsteiger Aston Martin nach, bestätigte Ex-Meister Paul di Resta und Rookie Jake Dennis als neues Duo für die anstehende Saison. Da geht aber noch mehr.

Heißt: Ein paar Plätze sind in der DTM noch frei, konkret mindestens vier. SPEEDWEEK.com mit einem Überblick.

Audi:

Beim Aufbruch in eine neue DTM-Ära setzt Audi auf ein eingespieltes Team. Wie die Ingolstädter am Mittwoch verkündeten, nehmen sie im Hinblick auf die Saison 2019 keine personellen Veränderungen im Aufgebot vor.

Heißt: Im kommenden Jahr werden wie gehabt Vizemeister Rene Rast (32), Mike Rockenfeller (35), Loic Duval (36), Robin Frijns (27), Jamie Green (36) und Nico Müller (26) an den Start gehen. Auch die bisherigen Paarungen bei den drei Audi Sport Teams Abt Sportsline, Phoenix und Rosberg bleiben bestehen.

Audi-Boss Dieter Gass: «Wir hatten mit Loïc, Robin, Jamie, Nico, René und Mike bereits 2018 einen extrem starken Fahrerkader und knüpfen in der neuen Saison daran an. Aus meiner Sicht sind sie für Audi Sport die sechs Richtigen. Alle sechs haben das Potenzial, in der DTM um den Titel zu kämpfen. Abgesehen davon haben sie sich in der vergangenen Saison erneut als extrem gute Teamplayer präsentiert.»

Die Audi-Teams in der DTM 2019
Audi Sport Team Abt Sportsline
#4 Robin Frijns (NL)
#51 Nico Müller (CH)
Audi Sport Team Phoenix
#28 Loïc Duval (F)
#99 Mike Rockenfeller (D)
Audi Sport Team Rosberg
#33 René Rast (D)
#53 Jamie Green (GB)

BMW:

Die Münchner hatten bei den Young Driver Tests im Dezember den Nachfolger für den zum GT-Sport abgewanderten Augusto Farfus gesucht. Gefunden haben sie ihn in dem Südafrikaner Sheldon van der Linde. Beim Saisonstart am 5. Mai 2019 in Hockenheim wird van der Linde 19 Jahre und 356 Tage alt sein. Eine Bestmarke hat er bereits sicher: Er ist der erste Südafrikaner, der in der inzwischen 35-jährigen DTM-Geschichte in dieser Serie an den Start geht.

Ansonsten setzt auch BMW auf Kontinuität. Philipp Eng, Joel Eriksson, Timo Glock, Bruno Spengler und Marco Wittmann bleiben auch 2019 an Bord.

BMW DTM Teams und Fahrer in der Saison 2019:
BMW Team RMG:
Timo Glock (Teamwertung: BMW Team RMR)
Bruno Spengler
Marco Wittmann

BMW Team RBM:
Philipp Eng (Teamwertung: BMW Team RMR)
Joel Eriksson
Sheldon van der Linde

Aston Martin:

Es wird in dieser Woche wohl den nächsten Schwung an Piloten geben: Spätestens am Mittwoch werden wir wissen, mit welchem Quartett das DTM-Projekt um R-Motorsport, AF Racing und HWA die Fahrt aufnehmen wird.

Mit vier Boliden will man in Hockenheim am Start stehen, was bedeutet: Neben di Resta und Dennis fehlen noch zwei weitere Fahrer.

Eine naheliegende Lösung wäre Ex-DTM-Pilot und Aston-Martin-Werksfahrer Maxime Martin. Auch Nicki Thiim, Sohn von DTM-Legende Kurt Thiim, wäre eine mögliche Lösung. Bei R-Motorsport im Kader und nicht uninteressant für einen DTM-Einsatz: der Österreicher Dominik Baumann und der Deutsche Marvin Kirchhöfer. Er hatte in der Vergangenheit bereits einen DTM-Test absolviert.

Heiß gehandelt wird aber auch Ferdinand Habsburg, der Österreicher hatte im Dezember sogar auf einen bereits feststehenden Test mit Audi/WRT verzichtet, um sich HWA anzuschließen. Der Hintergrund ist klar: Das frühere Mercedes-Werksteam ist in das Aston-Martin-Projekt involviert. Bei den Tests ebenfalls dabei waren Habsburgs Landsmann Thomas Preining sowie die Briten Jake Hughes und Jake Dennis. Dennis hat sich den DTM-Job bereits gesichert.

WRT:

Wer sitzt für das Audi-Kundenteam WRT im Auto? Die Belgier haben ihr Aufgebot noch nicht bekanntgegeben, die Mannschaft um Teamchef Vincent Vosse setzt 2019 zwei RS 5 DTM ein.
«Ich möchte starke Fahrer, mit denen man gut arbeiten kann. Das Alter ist nicht entscheidend. Ich will Piloten, mit denen man Ziele anpeilen kann, die sich als Teil des Gesamtpaketes sehen», hatte Vosse erklärt.

Bei der Suche geht es als Kundenteam natürlich auch um Geld, also Sponsoren. «Es gibt viele junge Fahrer in der Formel 3 oder Formel 2, die vielleicht in eine andere Serie wollen oder wissen, dass sie es nicht in die F1 schaffen. Die ein Jahr investieren wollen, um der nächste Rene Rast oder Mike Rockenfeller zu werden», so Vosse weiter.

Bei den Tests im Dezember in Jerez saßen Jonathan Aberdein (20) aus Südafrika und der Franzose Sacha Fenestraz (19) im Auto. Während Fenestraz in der Super GT (GT300) und in der japanischen Formel 3 einen Job gefunden hat, gilt Aberdein als heißer Kandidat. «Aberdein wäre denkbar, warum nicht? Er war 2017 schon beim „Young-Driver-Test“ dabei und er hat einen guten Job gemacht», sagte Vosse. Andere Teilnehmer am Young-Driver-Test wie zum Beispiel der frühere Formel-1-Pilot Sergej Sirotkin sind inzwischen ebenfalls woanders untergekommen. Anfang März steigt der nächste Test, ebenfalls in Jerez. Vielleicht wissen wir dann schon mehr.

BMW-Kundenteam:

Wer sich fragt, wo denn die Fahrer für das BMW-Kundenteam bleiben: Das Problem ist, dass es wohl gar kein Kundenteam geben wird. Denn auch die Münchner wollten eigentlich zwei Boliden zur Verfügung stellen.

Doch wie BMW auf Nachfrage bestätigte, hat man sich noch nicht mit potenziellen Kandidaten einigen können. Komplett zu den Akten legen will BMW die Möglichkeit aber noch nicht, weshalb es auch noch keine endgültige Stellungnahme gibt.

Es hakt am Geld, denn offenbar gibt es zwischen Audi und BMW einen feinen Unterschied: BMW würde zwei BMW M4 DTM zur Verfügung stellen, viel mehr aber offenbar auch nicht. Aus Ingolstadt kommt zwar neben den beiden RS 5 DTM auch kein Geld, dafür aber eine Unterstützung für WRT in Form von Materialien. Was ein Team dann eben auch finanziell entlastet. Die Rede ist von fünf bis sechs Millionen Euro, die so ein Projekt unter dem Strich in etwa verschlingen soll. Da ist für ein Privatteam jeder Euro essentiell.


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