DTM

Ganz bitteres Aus: Nachwuchsserie findet nicht statt

Von - 22.03.2019 16:18

Die Verantwortlichen haben lange gekämpft, müssen für 2019 aber das Aus des neu geschaffenen Formula European Masters verkünden. Ein Rückschlag.

Die Vorbereitungen liefen bereits auf Hochtouren. Die Ambitionen waren groß, die Preise für die Nachwuchsfahrer attraktiv. Aber offenbar war das Gesamtpaket nicht attraktiv genug, denn rund sechs Wochen vor dem Saisonauftakt ziehen die Verantwortlichen die Reißleine: Die Organisatoren des Formula European Masters müssen den Rückzug der Nachwuchs-Rennserie für die Saison 2019 bekanntgeben.

Der Grund ist simpel: Es haben sich schlicht nicht genug Teilnehmer für die neue Saison gefunden. Das Formula European Masters sollte im DTM-Rahmenprogramm die Formel-3-EM ersetzen, die in das Rahmenprogramm der Formel 1 abgewandert ist. Dabei wären Fahrzeuge der letztjährigen Formel-3-Europameisterschaft zum Einsatz gekommen, drei Rennen pro DTM-Wochenende waren geplant, neun Events insgesamt.

Das Masters hätte ein seit mehr als 15 Jahren existierendes Serienformat mit Formel-3-Autos für internationale Nachwuchsfahrer fortgesetzt. Für die Nachwuchsarbeit ist das ohne Frage ein Rückschlag.

Für die Fahrer hätte es Superlizenzpunkte des Automobil-Weltverbandes FIA gegeben, zusätzlich sollten die drei bestplatzierten Fahrer des Masters einen Platz beim Young-Driver-Test der DTM erhalten. Der Champion wäre zusätzlich mit einem Test in der japanischen Super Formula belohnt worden.

Das Interesse war angeblich groß: Im Februar vermeldeten die Organisatoren, dass sich zehn Teams mit insgesamt 20 Autos vorab für die Saison eingeschrieben hätten. Unter den registrierten Rennställen befanden sich Van Amersfoort Racing, die englischen Topteams Fortec und Double R Racing, PAVE Motorsport aus Italien, Joe Zeller Racing aus der Schweiz sowie die renommierten deutschen Teams Mücke Motorsport und Motopark.

Doch die Realität sah Wochen später offenbar anders, und zwar ganz mau aus. Lediglich eine Handvoll Fahrer hatten sich für die anstehenden offiziellen Tests in der kommenden Woche in Misano angekündigt.

Darunter war auch Sophia Flörsch, die sich im November in Macau bei einem Horrorcrash schwer verletzt hatte und bei Van Amersfoort ihr Comeback feiern wollte. Sie muss sich nun nach Alternativen umschauen. Was sie machen wird, ist noch offen.

«Für den europäischen Nachwuchssport ist das heute ein sehr trauriger Tag», so Walter Mertes, Geschäftsführer der Formel 3 Vermarktungs GmbH. «In einem schwierigen europäischen Wettbewerbsumfeld entfallen zu wenige Fahrer auf zu viele verschiedene Serien. Das kann man nur mit extremem finanziellen Aufwand ausgleichen. Das können und wollen wir unseren Teams nicht zumuten.»


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