DTM

Aston Martin: Andere Probleme als einen Gaststarter

Von - 08.08.2019 15:30

Aston Martin stand der Gaststarter-Idee immer offen gegenüber, in Brands Hatch gibt es aber keinen. Denn klar ist: Der DTM-Neuling hat andere Probleme und Aufgaben.

Es wäre für Aston Martin das i-Tüpfelchen gewesen: Ein Gaststarter im Vantage DTM beim Heimrennen in Brands Hatch. R-Motorsport-Teamchef Florian Kamelger fand von Anfang an Gefallen an der grundsätzlichen Idee eines DTM-fremden Motorsport-Stars im Tourenwagen, auf die er in den vergangenen Monaten öfter angesprochen wurde.

Denn klar: Mit einem namhaften Gaststarter werden Events aufgewertet, im Rahmen der Internationalisierung vor allem die im Ausland. Was wiederum mehr Fans an die Strecke locken soll.

2018 waren die Gaststarter wieder eingeführt worden, so saß zum Beispiel Ikone Alex Zanardi in Misano im BMW, 2019 MotoGP-Superstar Andrea Dovizioso an gleicher Stelle im Audi. Gebracht hat es in Italien nicht viel, das Event an der Adriaküste bleibt vom Zuspruch her mit vierstelligen Zahlen ein Sorgenkind der DTM, an dem DTM-Chef Gerhard Berger aber festhalten will.

Auch Brands Hatch wurde von den Fans in der Vergangenheit bis 2013 nicht gerade überrannt, so gestaltete sich das Comeback 2018 ebenfalls mühsam. Wenngleich die Verantwortlichen Geduld beweisen müssen, Italien und Großbritannien haben auf die DTM ganz offensichtlich nicht gewartet.

Aston Martin war für das Heimspiel nicht untätig: David Coulthard wird mit einem der erfolgreichsten Formel-1-Autos Demorunden auf dem GP-Kurs drehen. Coulthard steuert einen Red Bull RB7, mit dem das Team um Sebastian Vettel und Mark Webber 2011 zwölf Siege, 18 Pole-Positions und zehn schnellste Rennrunden bei 19 Grand-Prix-Rennen einfuhren. Vettel feierte seinerzeit überlegen seinen zweiten WM-Titel, während Red Bull mit großem Vorsprung die Konstrukteurs-WM gewann.

Auf den fehlenden Gaststarter angesprochen, erklärte Kamleger SPEEDWEEK.com: «Es hat mich immer gereizt, es zu machen, aber es wird in Brands Hatch keinen Gaststarter geben. Für uns lag der Fokus in der ersten Saison auf unseren Fahrern und auf der Konstanz des Fahrzeugs und den Leistungen der Gesamtpakete. Es hätten sicher sehr viele gerne gesehen. Von unserer Seite war das Thema Gaststarter zwar angedacht, aber in einer viel früheren Phase.»

Klar: Aston Martin kämpft nach der Blitz-Fertigstellung der vier Autos für die Saison 2019 seit dem Auftakt mit der fehlenden Entwicklungszeit und einem Rückstand, der zuletzt schrumpfte, aber das Team trotzdem weiterhin auf Trab hält. Ebenso wie Haltbarkeitsprobleme, die in der Zwischenzeit aber auch immer seltener auftreten.

Das Team ist auf einem guten Weg, bewies zuletzt erneut aufsteigende Tendenz. Aber wie das so ist für einen Neuling: Es gibt grundsätzlich wichtigere Themen, neue tauchen auf und in der Prioritätenloste rutschte der Punkt schließlich immer weiter herunter.

Hinzu kommt: Wie Kamelger bestätigte, gibt es für einen Gaststarter-Einsatz im Moment auch gar kein fünftes Auto. Und das Thema bleibt – was die laufende Saison betrifft- auch erst einmal weiter unten auf der Liste. Kamelger bestätigte für die restlichen Events: «Zurzeit planen wir keinen Gaststarter.»


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