DTM

DTM-Knaller: Alex Zanardi kehrt in den BMW zurück

Von - 25.09.2019 07:19

Der erste DTM-Fahrer für das gemeinsame Event von DTM und Super GT vom 22. bis 24. November in Fuji steht fest: Alex Zanardi wird sein Comeback feiern.

Alex Zanardi ist zurück: Die lebende Sport-Legende setzt sich wieder in ein DTM-Auto! Der Italiener geht bei der ersten gemeinsamen Veranstaltung von DTM und Super GT in Fuji in einem BMW M4 DTM an den Start.

Das wird nicht alles sein: Für das sogenannte «SUPER GT x DTM Dream Race» vom 22. bis 24. November hat BMW «ein außergewöhnliches BMW M Motorsport Fahrer-Trio» angekündigt. Heißt: Ein Duo folgt noch.

Denn BMW schickt insgesamt drei Boliden nach Japan, Audi ebenfalls drei Werksautos plus ein Auto des Kundenteams WRT. Bedeutet: Die DTM ist mit insgesamt sieben Autos vertreten und wird im DTM-Format (zwei Sprintrennen am Samstag und Sonntag) gegen Honda, Lexus und Nissan antreten.

DTM-Neuling Aston Martin hatte seine Teilnahme mit dem Verweis, dass die sportliche Aufholjagd Priorität genieße, abgesagt.

Die anderen Fahrer stehen noch nicht fest. Klar ist: Das Audi-Duo Nico Müller und Robin Frijns wird nicht in Fuji, sondern beim Formel-E-Auftakt in Riad sein. René Rast dürfte als Meister gesetzt sein, ebenso Loic Duval, Super-GT-Champion 2012 und in Japan immer noch sehr beliebt.

Zanardis Comeback wird zweifellos einer der Höhepunkte des «Dream Race» sein. Der 52-Jährige hatte die DTM und die Fans bereits bei seinem ersten Gaststart 2018 in Misano verzaubert. Der BMW war damals speziell für den beinamputierten Italiener unter anderem mit einem Handbremssystem und einem Gasring am Lenkrad umgebaut worden, sodass er ohne seine Beinprothesen fahren konnte. Seine Beine hatte der frühere Formel-1-Pilot 2001 bei einem Horrorcrash auf dem Lausitzring verloren.

Dass er im Regenrennen am Sonntag sensationell Fünfter wurde, machte den Ausflug in den Tourenwagen letztendlich noch spezieller. In der Vorbereitung auf Fuji kehrt Zanardi Anfang Oktober wieder ins Renncockpit zurück und tritt mit einem modifizierten BMW M6 GT3 beim vorletzten Rennwochenende der Italian GT Championship 2019 in Mugello an.

«Alex Zanardis grandioser DTM-Gaststart 2018 in Misano ist unvergessen. Deshalb freuen wir uns sehr, dass er nun als Teil unseres ‚Dream Teams’ für Fuji ans Steuer des BMW M4 DTM zurückkehrt», sagt BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt. «Alex inspiriert die Menschen rund um den Globus, und es ist fantastisch, ihn in Japan mit an Bord zu haben. Wir sind davon überzeugt, dass er dort für ebenso viel Begeisterung sorgen wird wie in Misano und zuletzt bei den 24 Stunden von Daytona. Welche beiden Piloten unser Fahrer-Trio in Fuji komplettieren werden, werden wir später verraten.»

«Im ‚Dream Race’ von DTM und Super GT an den Start zu gehen, ist etwas Wunderbares für mich. Das Wort ‚wunderbar’ wird wahrscheinlich zu häufig benutzt, aber in diesem Fall ist es wirklich angebracht», sagt Zanardi. «Für mich ist es ohnehin wie ein Geschenk, dass ich immer wieder Renneinsätze bestreiten kann. Aber der BMW M4 DTM ist definitiv einer der besten Rennwagen, die ich in meiner Karriere gefahren bin. Außerdem werde ich in diesem Jahr noch 100 PS mehr unter der Haube haben. Es wird fantastisch, und ich bin BMW Motorsport für diese Gelegenheit extrem dankbar. Ich weiß, dass es eine enorme Herausforderung ist, in der DTM Rennen zu fahren, da alle Fahrer hochprofessionell und bestens vorbereitet sind. Und dazu kommen dieses Mal noch die Piloten aus der Super GT. Deshalb habe ich aus sportlicher Sicht keine allzu großen Erwartungen. Ich möchte nur im Rahmen meiner Möglichkeiten eine ehrenwerte Performance zeigen. Aber insgesamt bin ich mir sicher, dass dies ein weiteres schönes Kapitel in meiner Rennsport-Karriere wird.»

Der Start auf dem «Fuji International Speeday» hat für Zanardi auch aus einem anderen Grund eine besondere Bedeutung. Die Rennstrecke wird im Rahmen der Paralympischen Spiele 2020 in Tokio der Austragungsort der Paracycling-Wettbewerbe sein.

Zanardis Ziel: Die Qualifikation für die Spiele im kommenden Sommer. 2012 und 2016 hatte er bei den Paralympics auf dem Handbike insgesamt vier Goldmedaillen geholt.


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