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Eisspeedway-GP

Harald Simon: «Für mich macht es keinen Spaß mehr»

Von - 04.04.2017 11:47

Harald Simon beendete die Eisspeedway-WM 2017 mit Platz 9. Eine seiner Meinung nach unberechtigte Disqualifikation in Heat 7 im letzten GP in Heerenveen machte den 50-Jährigen Österreicher wütend.

Harald Simon wollte es nicht glauben, dass er am Sonntag beim letzten Grand Prix der Eisspeedway-Weltmeisterschaft in Heerenveen (NL) in Heat 7 von Schiedsrichter Krister Gardell (GB) disqualifiziert wurde. In der zweiten Runde brach der FIM-Referee den Lauf ab, weil der Österreicher die rote Innenlinie überfahren haben soll.

Im Semifinale 2 wurde der Russe Igor Kononov wegen des gleichen Vergehens an der gleichen Stelle ebenfalls disqualifiziert. Auch er protestierte vehement gegen diese Entscheidung. SPEEDWEEK.com sprach mit Harald Simon nach dem GP über seine Disqualifikation und mehr.

Was war los in Heat 7?

Der Lauf wurde abgebrochen und ich wurde disqualifiziert.

Du warst stocksauer, oder?

Sicher, er disqualifiziert mich, weil ich angeblich über die rote Linie gefahren bin, aber dann darf er den Lauf nicht abbrechen. Wenn er einen Laufabbruch macht wegen gefährlichen Fahrens, ok, aber das war es nicht. Das war der erste Fehler, den der Schiedsrichter gemacht hat.

Und der zweite?

Ich bin disqualifiziert worden wegen Überfahrens der roten Linie, aber ich bin in der Steilwand gefahren. Ich kann das, der Posa konnte das auch. Der FIM Race Coordinator Jouni Seppänen hat mir gleich im Anschluss an den Laufabbruch gesagt, dass das ok sei. Er sagte auch, der Schiedsrichter könne mich nicht disqualifizieren wegen gefährlichen Fahrens.

Also bist du im Innenraum außerhalb der roten Linie durch die Kurve gefahren?

Nein, ich bin in der Wand gefahren, die rote Linie ging da aber bis hinunter, so wie die gepinselt haben. Und wenn ich geradeaus weiter gefahren wäre, hätte ich Svensson, den Ove und Weber mitgerissen. Also, was sollte ich machen? Der Schiedsrichter musste doch froh sein, dass ich in der Steilwand gefahren bin. Ich bin wegen Überfahrens der roten Linie disqualifiziert worden, aber die rote Linie ging hier bis zur Kante am Boden herunter. Und wenn er mich deswegen disqualifiziert, darf er den Lauf nicht abbrechen. Ich bin nicht gefährlich gefahren, im Gegenteil, er muss froh sein, dass ich nicht geradeaus gefahren bin, denn wenn ich meine Linie gehalten hätte, wären die anderen rausgeflogen, weil sie nach innen gedrängt haben oder ich wäre herunter gekommen und hätte gelegen.

Hast du mit dem Schiedsrichter sprechen können?

Aber nein, es war keine Diskussion möglich, er hat gleich abgewinkt. So sind sie, die hohen Herren. Du wirst behandelt wie das letzte Schwein. Wenn das in der russischen Meisterschaft passiert wäre, da wäre der Schiedsrichter herunter gekommen und hätte sich das ganze vor Ort angesehen und seine Entscheidung dann getroffen. Das nenne ich korrekt.

Mit der FIM hast du es irgendwie, oder?

Ja, mich haben sie schon öfter drangekriegt, immer wieder behindert und das Ganze wohl wegen meines Alters. In Finnland war meine Hand noch nicht wieder in Ordnung. Da habe ich habe die FIM angerufen und um die grüne Karte gebeten, denn ich bin doch sicher kein schlechter Fahrer. Nein, haben sie gesagt, du musst Qualifikation fahren. OK, aber ich habe eine Gipshand, habe ich gesagt und bin damit dann in Finnland auch gefahren. Leider habe ich nur zehn Punkte geschafft, meine Hand war ja auch noch nicht in Ordnung. Und dann haben sie mir auch noch den ersten Reserveplatz weggenommen, also habe ich hier auch keine grüne Karte bekommen. Wieder wurde ein anderer, ein jüngerer, bevorzugt. Ich wäre zu alt, sagten sie. Gut, ich bin 50, aber ich bin doch nicht schlecht und ich war die ganze Saison verletzt.

Du fühlst dich ungerecht behandelt durch die Funktionäre.

So ist es. Ich habe die Team-WM in Inzell ausgelassen, um hier in Heerenveen noch einmal angreifen zu können. Am Samstag habe ich es bis ins Semifinale geschafft, bin da aber leider gestürzt und ich war am Sonntag auch gut unterwegs. Und dann diese Disqualifikation. Es müssen wohl andere vorwärtskommen von den West-Europäern, egal wie gut oder schlecht sie fahren. Dann soll die FIM doch vorher sagen, wen sie haben will und wen nicht. Ich muss doch auch mein Geld investieren, ich nehme unbezahlten Urlaub. Ich arbeite den ganzen Sommer, habe 180 Stunden Zeitausgleich, ich lebe für den Sport. Und dann machen es einem solche Leute kaputt.

Macht es dir keinen Spaß mehr?

Nein, für mich macht es keinen Spaß mehr. Vielleicht fahre ich nur noch in der russischen Superliga, da habe ich meinen Spaß.

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Harald Simon (50), hier im Kampf mit Niclas Svensson © Hagen Harald Simon (50), hier im Kampf mit Niclas Svensson Keine eindeutige Linienführung © Hagen Keine eindeutige Linienführung
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