Eisspeedway-GP

Armando Castagna: «Es gab nichts als Beschwerden»

Von - 21.01.2019 11:28

Während sich in der MotoGP-, Superbike- und Motocross-WM der Promoter um den Transport des Materials zu Übersee-Rennen kümmert, sind die Eisspeedway-Piloten auf sich alleine gestellt.

Von Inzell nach Almaty im Dreiländereck Kasachstan, Kirgisistan und China sind es mit dem Auto gut 6000 Kilometer, Google Maps gibt die Fahrzeit mit mindestens 71 Stunden an. Wartezeit an den Grenzen, Schneestürme, Glatteis, Unfälle, Staus oder Pannen nicht einkalkuliert. Heutzutage steigt für eine solche Strecke jeder in den Flieger; doch wie die Eisspeedway-Fahrer mit ihren Motorrädern zum ersten Grand Prix am 2./3. Februar 2019 dorthin kommen, ist deren Problem.

In anderen Weltmeisterschaften kümmert sich bei Übersee-Rennen der Promoter um den Transport des Materials. So haben etwa in der MotoGP-, Superbike- und Motocross-WM alle Teams eine gewisse Anzahl Kilogramm Flugfracht frei. So ist es auch, wenn der Speedway-GP in Australien oder Neuseeland gastiert, für dort bekommen die Fahrer plus je zwei Mechaniker sogar die Flugtickets bezahlt.

Nach Kasachstan müssen die Spike-Ritter im tiefsten Winter aber mit dem Transporter reisen. Kein Wunder, beklagen sich die 15 Eisspeedway-GP-Piloten bitter. Sie müssen sich nicht nur um alles selbst kümmern, sondern auch für die Kosten aufkommen.

Das will Armando Castagna, höchster Bahnsport-Funktionär des Motorrad-Weltverbands FIM, der auch Vermarkter des Eisspeedway-GP ist, so nicht auf sich sitzen lassen. «Für die Rennen in Almaty bekommt jeder Fahrer zuzüglich zum Preisgeld eine Kompensation von 300 Euro», sagte der Italiener gegenüber SPEEDWEEK.com. «Mehrere Jahre haben wir verschiedene Möglichkeiten probiert, die Fahrer zu unterstützen. Sie bekamen eine gewisse Kompensation für die Reisen, bezahlte Unterkünfte und wir stellten Lkw, die das Material transportierten. Die Mehrheit der Fahrer wusste das nie zu schätzen und beschwerte sich ständig über alles. Nur wenige haben sich bedankt. Deshalb habe ich mich dafür eingesetzt, dass die Fahrer zusätzlich zur freien Unterbringung einen Reisekostenzuschuss erhalten, sich aber selbst um die Logistik kümmern müssen. Die Föderationen von Kasachstan und Russland helfen ihnen bei der Bürokratie, sollten an der Grenze Probleme auftreten. So haben wir das auch in der Vergangenheit gehandhabt. Grundsätzlich muss sich ab diesem Jahr aber jeder selbst um die Organisation kümmern. Ich verstehe, dass diese Reaktion harsch erscheint. Aber die Bahnsport-Kommission CCP sowie die kasachische Föderation AMFK haben das gemeinsam so entschieden.»

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Die Reise nach Almaty an der chinesischen Grenze ist beschwerlich © FIM/Reygondeau Die Reise nach Almaty an der chinesischen Grenze ist beschwerlich FIM-Bahnsport-Chef Armando Castagna (re.) © Pabijan FIM-Bahnsport-Chef Armando Castagna (re.)
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