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Eisspeedway-GP

Inzell: Dmtri Khomitsevich Eisspeedway-Weltmeister

Von - 21.03.2016 07:36

Dmtri Khomitsevich hat Dmtri Koltakov entthront und wurde in Inzell zum ersten Mal Eisspeedway-Weltmeister. Koltakov blieb nur Silber, Daniil Ivanov holte die Bronzemedaille.

Vor dem abschließenden Grand Prix in Inzell lagen Dmtri Khomitsevich und Dmtri Koltakov punktgleich an der Spitze der WM-Wertung. Doch am Sonntag lief es für Khomitsevich besser als für den Weltmeister des Vorjahres. In den Vorläufen blieb der neue Weltmeister ungeschlagen und auch im Halbfinale war er nicht zu bezwingen. Koltakov hatte vor dem Finale bereits drei Punkte liegen gelassen und musste auf Schützenhilfe hoffen, um den Titel zu verteidigen.

Khomitsevich ließ im Endlauf zunächst nichts anbrennen und führte gejagt von Koltakov das Feld an. In der dritten Runde musste er jedoch den Ex-Champ ziehen lassen und in der letzten Kurve konnte auch noch Igor Kononov durchschlüpfen. Hätte Daniil Ivanov Khomitsevich auch noch passiert, wäre es zum Stechen um den Titel gegangen.

Da er die dritte Position im Endlauf behaupten konnte, gewann Dmtri Khomitsevich mit einem Punkt Vorsprung zum ersten Mal die Eisspeedway-Weltmeisterschaft. Dmtri Koltakov blieb nur die Silbermedaille. Daniil Ivanov hatte mit sieben Punkten Rückstand auf die WM-Führenden vor dem zehnten und letzten GP nur noch theoretische Chancen auf den Titel, jedoch konnte er seinen dritten Platz in der WM-Wertung behaupten und gewann die Bronzemedaille.

In der von den Russen dominierten Weltmeisterschaft konnte Franz Zorn sich erneut als bester Westeuropäer behaupten. In Inzell landete er zum zehnten Mal im Semifinale und konnte sich zunächst gegen Ivanov und Koltakov durchsetzen, bis beide vorbeipreschten und Zorn den Einzug in den Endlauf vermasselten. Der Österreicher bleibt das Maß aller Dinge in Westeuropa und war der einzige Fahrer, der im gesamten Verlauf die Saison die mächtigen Russen ärgern konnte. Mit vier Punkten mehr im Gepäck hätte er Myshkovets hinter sich lassen können. So wurde es der sechste Rang in der WM-Endwertung.

Nach dem Semifinal-Einzug am Vorabend scheiterte Günther Bauer nur um Haaresbreite an der Qualifikation für die Halbfinales der besten acht. Punktgleich mit Daniel Henderson musste Bauer dem Schweden den Vortritt lassen, da der ihn im direkten Vergleich schlagen konnte.

Henderson profitierte von einer fragwürdigen Leistung des britischen Unparteiischen James Lawrence. Im Kampf um den dritten Platz zog Henderson außen an Bauer vorbei und riss dabei einen Strohballen auf die Bahn, der am Kurvenausgang zur Hälfte auf der Ideallinie lag. Regelgemäß hätte der Lauf wegen des Hindernisses auf der Bahn unterbrochen und der Abbruchverursacher ausgeschlossen werden müssen. Der Lauf lief jedoch weiter.

Ebenso raunten die Experten im dritten Lauf, als Ove Ledström vor Anbruch der letzten Runde stürzte und der Lauf nach Abbruch nicht wiederholt wurde. Üblich ist, einen Lauf nach Anbruch der letzten Runde werten zu können, sollte er abgebrochen worden sein.

Für Max Niedermaier lief es mit vier Punkten nicht so gut wie am Samstag, jedoch zeigte der Bayer insgesamt in Inzell seine beste Leistung der vergangenen drei Jahre.



Günther Bauer ist nach wie vor die unumstrittene Nummer 1 in Deutschland. Mit einem halben Punkt mehr hätte er Ove Ledström in der Endabrechnung einholen können. Der neunte WM-Platz ist für den Deutschen Meister dennoch ein achtbarer Erfolg.



Sohn Luca Bauer konnte am Sonntag weitere wertvolle Erfahrung bei seinem ersten WM-Rennen sammeln, blieb jedoch punktelos.

Ergebnisse Eisspeedway-Grand-Prix 10 Inzell/D:

1. Dmtri Koltakov (RUS) 18 Punkte

2. Igor Kononov (RUS) 16

3. Dmtri Khomitsevich (RUS) 19

4. Daniil Ivanov (RUS) 17

5. Franz Zorn (A) 12

6. Jegor Myshkovets (RUS) 10

7. Niclas Svensson (S) 8

8. Daniel Henderson (S) 7

9. Günther Bauer (D) 7

10. Stefan Svensson (S) 7

11. Jan Klatovsky (CZ) 7

12. Max Niedermaier (D) 4

13. Antonin Klatovsky (CZ) 3

14. Stefan Pletschacher (D) 2

15. Ove Ledström (S) 1

16. Luca Bauer (D) 0



WM-Endstand: 1. Khomitsevich, 174 Punkte. 2. Koltakov 173. 3. Ivanov 165. 4. Kononov 158. 5. Myshkovets 117,5. 6. Zorn 114. 7. S. Svensson 68. 8. Ledström 60. 9. Bauer 59,5. 10. N. Svensson 57. 11. Henderson 41. 12. J. Klatovsky 39. 13. Nikolai Krasnikov (RUS) 33. 14. Niedermaier 28. 15. Manfred Seifter (A) 28. 16. Pletschacher 28. 17. Antti Aakko (FIN) 16.

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Der neue Weltmeister: Dmtri Khomitsevich © Reygondeau/GoodShoot Der neue Weltmeister: Dmtri Khomitsevich

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