Endurance-WM

Christophe Guyot: «Unser Optimismus ist ungebremst»

Von - 28.06.2018 10:46

Für GMT94 Yamaha geht es beim Saisonfinale der Langstrecken-Weltmeisterschaft 2017/2018 in Suzuka um die Verteidigung des WM-Titels. Das französische Team um Christophe Guyot glaubt fest an Titel Nummer 4.

Ende Juli findet in Suzuka das Finale der Endurance-Weltmeisterschaft 2017/2018 statt. Für Teams aus Europa war es erfahrungsgemäß immer schon schwierig, mit den Werksmannschaften aus Japan mitzuhalten, weil es für die heimischen Motorradmarken Honda, Yamaha, Suzuki und Kawasaki nicht nur um den Sieg, sondern vor allem um die Ehre geht.

Trotzdem ist man bei der derzeit mit zehn Punkten Rückstand hinter dem zweifachen Saisonsieger F.C.C. TSR Honda France an der zweiten Stelle der WM-Zwischenwertung liegenden Equipe GMT94 Yamaha optimistisch, das Steuer zu den eigenen Gunsten herumreißen zu können und damit den Titel doch noch erfolgreich zu verteidigen.

Mit dem Sieg beim Bol d’Or schien startete die französische Yamaha-Mannschaft optimal in die Saison, doch bereits beim 24-Stunden-Rennen folgte der Rückschlag. Nach zwei Stürzen musste man froh sein, noch den zehnten Rang erreicht zu haben. Trotz der Ränge 2 und 3 in der Slowakei und in Deutschland verlor man wichtige Punkte auf F.C.C. TSR Honda France halten.

Vor allem aus dem Ergebnis 2012 schöpft man bei der Mannschaft um den früheren Rennfahrer Christophe Guyot Hoffnung. Vor sechs Jahren konnten David Checa und Kenny Foray immerhin den dritten Platz erreichen. Allerdings gewann damals F.C.C. TSR Honda zum zweiten Mal in Folge der nunmehrige schärfste Kontrahent um den WM-Titel.

«Für das Finale in Suzuka haben wir keine besondere Strategie», versichert Guyot. «Wie in jedem anderen Rennen muss man sie ohnedies an die Performance unserer Fahrer, dem Rennverlauf sowie diverser unplanmäßiger Zwischenfälle, die immer wieder sämtliche Überlegungen über den Haufen werfen können, anpassen.»

Neben den hochmotivierten David Checa, Niccolò Canepa und Mike di Meglio zählt Guyot auch auf seinen Reifenausstatter. «Auf dem Slovakia Ring und in Oschersleben haben wir von Dunlop eine neue Reifenmischung für das Hinterrad bekommen, die sich bei den hohen Asphalt-Temperaturen, die auch beim japanischen Weltmeisterschaftslauf zu erwarten sind, bestens bewährt hat. »

Trotz der ausgezeichneten Chance, den Weltmeistertitel erfolgreich zu verteidigen, gibt es von Yamaha Japan keine zusätzliche Unterstützung. «Wir haben keine spezielle Vereinbarung mit dem Werk. Für Yamaha geht es in erster Linie um den Sieg im prestigeträchtigsten Rennens des gesamten Jahres und dafür haben sie das Team Yamaha Factory.»

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