Endurance-WM

Neue Regeln für die Langstrecken-Weltmeisterschaft

Von - 14.09.2018 17:56

Pünktlich zum Auftakt der Endurance-Weltmeisterschaft 2018/2019 veröffentlichte der Motorrad-Weltverband FIM neue Regeln. Ab sofort bekommen auch die Top-5 des Qualifikationstrainings WM-Punkte.

Nachdem in der abgelaufenen Saison vom Motorrad-Weltverband FIM und dem Promoter der Endurance-Weltmeisterschaft Eurosport Events festgelegt wurde, dass in der Boxengasse das Tragen von Helmen obligatorisch ist und zur Gewährleistung der Sicherheit ein überarbeitetes Betankungssystem eingeführt wurde, wurden jetzt weitere Regeländerungen bekanntgegeben.

Qualifikation
Jeder Fahrer darf ab sofort nur noch neun Prozent auf den Schnellsten in seiner Gruppe verlieren, um die Qualifikation geschafft zu haben. Kommende Saison dürfen es nur noch acht Prozent sein und ab 2020/2021 nur noch sieben Prozent. Damit will man erreichen, dass in der Langstrecken-WM künftig die Qualität der Teilnehmer weiter zunimmt.

Fahrertausch
Die Startaufstellung ergibt sich wie bisher aus dem Mittelwert der drei ursprünglich nominierten Fahrer. Sollte im Falle einer Verletzung oder Erkrankung eines Piloten zwischen dem Ende des Qualifyings und dem Start des Rennens der Reservefahrer einspringen müssen, bleibt die Starposition trotzdem unverändert.

Extrapunkte
Bei 12- und 24-Stunden-Rennen werden nach acht bzw. 16 Stunden weiterhin für die auf den Rängen 1 bis 10 klassierten Teams Bonuspunkte vergeben. Zusätzlich gibt es nun auch Extrapunkte nach dem Qualifikationstraining. Für die Mannschaft auf der Pole-Position gibt es fünf Zähler, für Startplatz 5 noch einen Punkt.

Boxenstopps
Nur Personen, die eines der vier offiziellen eindeutig identifizierbare Armbänder tragen, dürfen Reifen, Ersatzteile oder Werkzeuge in der Boxengasse bereitstellen oder erhalten. Wenn ein Fahrer an einer Box anhält, dürfen nur diese Personen am Rennmotorrad arbeiten und dürfen auch keine externe Hilfe bekommen.

Extra Reifen
Die Reifenzuweisungsregeln für die Rennen wurden ebenfalls abgeändert. Reifen werden nun mit verschiedenen Aufklebern für das Zeittraining und das Rennen gekennzeichnet.

In der Königsklasse gibt es bei 24-Stunden-Rennen 41 Rennaufkleber und sechs für das Qualifying (letzte Saison gesamt 45), 23 bzw. sechs (bisher 27) für ein 12-Stunden-Rennen sowie 16 und sechs bzw. 16 und vier, sofern nur zwei Fahrer das Zeittraining bestreiten (20 in der abgelaufenen Saison) für ein Acht-Stunden-Rennen.

Die Superstock-Klasse gibt es in Zukunft 23 und sechs Aufkleber pro 24-Stunden-Rennen (bisher 27), 14 und sechs für ein 12-Stunden-Rennen (letzte Saison insgesamt 18) sowie neun und sechs für ein 8-Stunden-Rennen (13 letzte Saison).

Weil es gegenüber dem Vorjahr Änderungen am Streckenverlauf gab, greift für die 82. Auflage des Bol d’Or in Le Castellet das neue Reifenreglement noch nicht. Die Teams dürfen so viele Reifen verbrauchen, wie sie es für nötig halten.

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