Racing-Raritäten - Unser Foto-Spiel
Aus dem Archiv der Agentur LAT stellen wir jeden Dienstag-Morgen ein kleines Stück Motorsport-Historie vor. Sagen Sie uns, wer zu erkennen ist, wo und wann das Bild entstand (Beispiel: Jo Siffert, Monza, 1970) und gewinnen Sie mit etwas Glück einen kleinen Preis.

Bitte Name, Adresse, Geburtsjahr und Telefonnummer nicht vergessen. Schicken Sie Ihre Lösung an: mathias.brunner@speedweek.com. Einsendeschluss ist jeweils Sonntag der gleichen Woche, 24.00 Uhr.

Das Bild der Vorwochen (31. Juli bis 12. August 2018):

Die richtige Lösung vom letzten Mal: Der Italiener Teo Fabi im Toleman TG181C, zu sehen in Brands Hatch/England 1982.

Teodorico (kurz Teo) Fabi durchlief eine Rennkarriere, die alles Andere war als Null-acht-fünfzehn. Das begann damit, dass seine Rennen zunächst auf zwei Latten stattfanden. Fabi war einer der besten Skiläufer Italiens und nahm sogar an der Abfahrts-WM 1970 in Val Gardena teil. Seinen ersten Karting-Titel gewann Fabi in einem Alter, in welchem heutige Racer schon an der Formel 1 schnuppern, mit 20 Jahren. Das Interesse für den Kartsport geweckt hatte sein sechs Jahre jüngerer Bruder Corrado.

Teo Fabi kletterte die klassische, frühere Rennleiter hoch: Karting, Formel Ford, Formel 3, Formel 2, aber mit dem Schritt in die Formel 1 haperte es – Fabi wich ein erstes Mal in die USA aus und fuhr CanAm. Für 1982 fand Fabi im Formel-1-Feld einen Platz, doch der Toleman-Renner war zu wenig konkurrenzfähig. Erneut wich Teo Fabi in die USA aus. Mit dem berühmt gewordenen, grün-weissen «Skoal Bandit» March 83C gewann Fabi vier Rennen und verpasste als Rookie den Meistertitel gegen Al Unser nur um fünf Punkte.

Für 1984 holte Brabham-Chef Bernie Ecclestone Fabi in die Formel 1 zurück, als Stallgefährte von Nelson Piquet, doch Teo hatte ein Problem – einen gültigen Vertrag mit dem Forsythe-Team für die USA. Eine Zeitlang teilte er sich das Brabham-Cockpit mit seinem Bruder Corrado, der inzwischen für Osella ebenfalls Grands Prix gefahren war. Dann ersetzte Corrado seinen älteren Bruder in der Formel 1. Alles änderte sich, als Vater Carlo Fabi verstarb. Teo unterbrach seine Rennkarriere sofort, um sich um das Familiengeschäft in Bergamo zu kümmern – Talkminen. Im Winter 1984/1985 drehten die Brüder die Rollen um: Corrado unterbrach seine Rennkarriere für das Geschäft, Teo kehrte auf die Rennpisten zurück.

Der ältere Fabi fuhr drei Jahre lang in Diensten von Benetton (den heutigen Renault-Rennstall) und brachte einen merkwürdigen Formel-1-Rekord zustande: Er ist der einzige Fahrer, der im Grand-Prix-Sport mehr als eine Pole-Position errungen aber nie eine Runde geführt hat! Auf dem Nürburgring 1985 stellte er seinen Toleman-Hart auf Pole, verbrannte aber beim Start seine Kupplung. Auf dem Österreichring (heute Red Bull Ring) und in Monza stellte er den nunmehr Benetton genannten und BMW-befeuerten Wagen erneut auf die Pole. In der Steiermark fiel er gleich hinter Gerhard Berger zurück. Teo erkämpfte sich die Führung zurück, aber bevor er die Ziellinie kreuzen konnte, hatte sich Berger wieder nach vorne getankt. In Monza konnte Fabi von der eroberten Pole nicht mal ins Rennen gehen, weil ihn sein Wagen noch während der Aufwärmrunde im Stich liess. 1987 wurde Fabi WM-Neunter, konnte aber bei insgesamt 64 Starts nur einen Podestplatz einfahren (Rang 3 auf dem Österreichring 1987).

Erneut suchte Fabi sein Glück in der neuen Welt, er wurde Pilot des Indy-Werkswagens von Porsche. Trotz eines Sieges in Mid-Ohio 1989 war das Programm insgesamt ein Fehlschlag und wurde Ende 1990 eingestellt. Der vielseitige Fabi heuerte bei Jaguar an und wurde Sportwagen-Weltmeister 1991. Er setzte seine Karriere in Europa als Sportwagen-Ass und auch als IndyCar-Fahrer fort, aber an die früheren Erfolge konnte er nicht mehr anschliessen.

Unter der Leitung von Corrado Fabi expandierte das Minengeschäft nach Asien, Nordamerika und Asien, Ende 1996 wieder von beiden Fabi-Brüdern geführt, nachdem Teo den Helm an den Nagel gehängt hatte. Corrado hatte 1987 in der Formel 3000 erfolglos ein Comeback versucht und gab danach ernüchtert die Rennerei auf.

Ein Formel-1-Buch gewinnt Sara Walther aus Osnabrück – wir gratulieren!

Hier das neue Fotospiel (14. bis 19. August 2018)
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