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Formel 1

Damon Hill: Liberty Media wie Donald Trump

Von - 17.02.2017 14:13

Die neue Ära der Formel 1 unter dem neuen Besitzer nimmt langsam aber sicher Fahrt auf. Damon Hill zieht bei der Arbeit von Liberty Media einen Vergleich zum neuen US-Präsidenten.

Der neue Formel-1-Großaktionär Liberty Media hat mit der Formel 1 viel vor. Es wird aktuell in alle Richtungen gedacht, in welcher Form der Sport attraktiver gestaltet werden könnte. Zuletzt wurde schon einmal der personelle Umbruch vorangetrieben. Bernie Ecclestone ist weg, die Leitung der Formel 1 wird künftig auf mehrere Schultern verteilt.

Chase Carey ist Formel-1-Verantwortlicher von Liberty Media im Range eines Vorstandsvorsitzenden. Ihm zur Seite steht Ross Brawn, Wegbegleiter von Michael Schumacher bei Benetton, Ferrari und Mercedes. Der 62jährige Engländer wird sich um die sportliche Entwicklung der Formel 1 kümmern, im Range eines Geschäftsleiters Motorsport.

Ebenfalls an Careys Seite: Sean Bratches, langjähriger Marketing-Chef des Sport-TV-Senders ESPN. Der US-Amerikaner leitet ab sofort den kommerziellen Teil des Sports, ebenfalls im Range eines Geschäftsleiters. Greg Maffei als Präsident und CEO von Liberty Media wird sich zusammen mit Carey um strategische Fragen kümmern – digitale Inhalte, Ausbau des WM-Programms zum Beispiel.

Die Umbrucharbeiten sollen so schnell wie möglich in Angriff genommen und über allem eine Vision entwickelt werden und stehen, um die Formel 1 in die richtige Richtung zu bringen.
Die aktuelle Situation des Umbruchs veranlasst Ex-Weltmeister zu einem recht ungewöhnlichen Vergleich. «Es ist wie bei der Trump-Regierung im Moment. Ich denke, sie sind dabei zu lernen», sagte Hill «City A.M.» Donald Trump ist seit einigen Wochen offiziell der 45. Präsident der USA und hat in der kurzen Zeit, in der er im Amt ist, schon für reichlich Schlagzeilen gesorgt, vor allem negative.

Ganz so schlimm ist es beim neuen Formel-1-Besitzer nicht, aber auch Carey und Co. müssen sich erst einmal einarbeiten. «Ich bin sicher, dass sie nicht naiv sind, aber sie hatten vorher nichts mit einer Sache wie die Formel 1 zu tun. Jeder. Der etwas in der Formel 1 machen möchte, muss sie in ihrer Tiefe verstehen und es braucht ein paar Jahre, bis man sich umgeschaut hat und weiß, wie die Leute ticken», sagte Hill.

Ein Thema ist auch die Chancengleichheit. Geht es nach den neuen Formel-1-Besitzern, werden die kleineren Rennställe in Zukunft wieder mehr Chancen auf der Strecke bekommen. Um dies sicherzustellen, haben die Verantwortlichen die finanziellen Unterschiede zwischen den GP-Teams im Visier. Die Idee ist einfach: Wenn die Ressourcen der Teams angeglichen werden, dann ist das Kräfteverhältnis im Feld ausgeglichener und mehr Teams und Fahrer haben die Chance auf Podestplätze und Siege. Das sorgt wiederum für eine spannende WM.

Dies könnte einerseits durch eine neue Verteilung der Preisgelder geschehen, sind sich die neuen Köpfe an der Spitze der Formel 1 sicher. Andererseits liebäugeln sie auch offen mit der alten Idee einer Budget-Obergrenze, die für gleich lange Speere sorgen soll.

Für Hill ist eine Budget-Obergrenze Blödsinn. «Wie zum Teufel will man das kontrollieren? Ich glaube nicht, dass das möglich ist. Das mag sich grausam anhören, aber das ist der Sport. Wenn man eine Arena wie den Motorsport betritt, muss man die Regeln verstehen. Und die Regeln sind, dass man von anderen nicht viel Hilfe erwarten kann», sagte Hill.

Was der Brite aber auch sieht, ist das Problem der Preisgeldverteilung. «Es war immer ein Problem, dass einige Teams immer in der Lage schienen, einen besseren Deal zu bekommen. Es sieht so aus, als hätten wir eine Situation, in der Teams bevorzugt werden. Vor allem Ferrari wird das ein wenig mehr als die anderen und scheint eine gewisse bevorzugte Behandlung zu bekommen», sagte Hill.

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