Formel 1

Niki Lauda: «Sebastian Vettel macht das immer so»

Von - 29.06.2017 13:41

Mercedes-F1-Aufsichtsratschef Niki Lauda ärgerte sich in Baku nicht nur über Sebastian Vettels Benehmen auf der Strecke, sondern auch darüber, dass der Ferrari-Star nach dem Rennen alle Schuld von sich wies.

Formel-1-Ikone Niki Lauda machte in Baku klar, was er von Sebastian Vettels Ausraster in der 19. Rennrunde hielt. Nachdem der Ferrari-Star dem Silberpfeil-Piloten Lewis Hamilton erst ins Heck und dann auch noch in die Seite gerasselt war, erklärte Mercedes-F1-Aufsichtsratschef Lauda: «Das war ganz klar die Schuld von Sebastian.»

Daran hält der dreifache Weltmeister auch im Interview mit der Zeitung «Österreich» fest. «Der hat während der Safety-Car-Phase einfach zu wenig Abstand gehalten und ist Lewis hinten rein geknallt. Die Analysen der FIA haben ergeben, dass Lewis nicht gebremst hat. Was danach passiert ist, ist allen unverständlich. Dem anderen von der Seite reinzufahren, ist unglaublich», wetterte der Wiener, der sich aber nicht nur über Vettels Verhalten auf der Strecke ärgerte.

«Was mich noch mehr stört, ist, dass Vettel alle Schuld von sich weist – das macht er aber immer so», schimpfte der 68-Jährige weiter, und betonte, dass er den Ärger von Hamilton nachvollziehen kann: «Ich bin auch richtig sauer auf den Vettel. Warum geht er nicht her und sagt einfach: Es war mein Fehler, ich hab Scheisse gebaut!?»

Lauda, der mit Vettel ein freundschaftliches Verhältnis pflegt, will zwischen den beiden Streithähnen nicht als Schlichter auftreten. «Ich vermittle überhaupt nix. Die Burschen sind erwachsen genug, das unter sich auszumachen», winkt er auf die entsprechende Frage ab. Und er betont mit Blick auf die 10-Sekunden-Stop-and-Go-Strafe und die drei Strafpunkte, die Vettel für die Szene kassiert hatte: «Für so ein Vergehen ist die FIA-Strafe von 10 Sekunden ein Witz. Die Strafpunkte werden Vettel auch nicht wirklich wehtun.»

Vettel droht denn auch noch mehr Ungemach, denn der Automobilweltverband FIA will sich die Szene noch einmal genauer anschauen und am nächsten Montag (3. Juli) prüfen, ob die Strafe erweitert werden soll. Das Ergebnis dieser Untersuchung soll noch vor dem nächsten GP in Spielberg (9. Juli) verkündet werden.

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