Formel 1

Niki Lauda: So reagiert Mercedes auf den Baku-Vorfall

Von - 30.06.2017 07:59

​Lewis Hamilton war in Aserbaidschan nach dem Rammstoss von Sebastian Vettel mit beschädigtem Auto unterwegs. Aber den Sieg verlor der Brite aus Schuld von Mercedes – wegen der losen Kopfstütze.

Eine bizarre Situation in Baku: Mercedes-Star Lewis Hamilton und WM-Leader Sebastian Vettel lagen hinter dem Safety-Car, als der Ferrari-Pilot vom Leader überrascht wurde, dem Mercedes ins Heck fuhr, danach davon überzeugt war, Hamilton habe ihn aufs Glatteis führen wollen, worauf Vettel auf gleiche Höhe und in den Silberpfeil hineinzog.

Ausgerechnet an Sebastian Vettels Geburtstag, dem 3. Juli, wird sich die FIA den Vorfall nochmals anschauen. Dann wird entschieden, ob auf den Heppenheimer eine grössere Strafe zukommt als die Zehnsekunden-Stop-and-go von Baku.

Hamilton war nach dem Rammstoss von Vettel mit beschädigtem Auto unterwegs. Aber den Sieg verlor der Brite aus Schuld von Mercedes – wegen einer losen Kopfstütze.

Teamchef Toto Wolff noch in Baku: «Wir wissen nicht, wieso sich dieses Teil gelockert hat. Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder es war nicht richtig eingeklickt, oder das Design des Kopfschutzes hat eine Schwachstelle. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass so etwas in diesem Jahr schon mal vorgekommen ist.»

Der Engländer versuchte verzweifelt, die Cockpitumrandung, die auf den langen Geraden aus dem Wagen gesogen wurde, mit der Hand festzuhalten. Aber es ist klar – hätten die Mercedes-Techniker Hamilton nicht an die Box geholt, so wäre Formel-1-Rennleiter Charlie Whiting aktiv geworden.

Wegen Hamiltons Boxenstopp, um die lose Stütze zu sichern, verlor der Brite den scheinbar sicheren Sieg, er wurde noch Fünfter. Vettel fuhr nach seiner Zehnsekunden-Stop-and-go-Strafe zu Platz 4 und konnte seine WM-Führung sogar noch ausbauen, es steht nun 153:139 für den Heppenheimer. Hätte Hamilton gewonnen, und Vettel wäre Fünfter geworden, stünde es nun 154:151 für Hamilton!

Inzwischen ist klar, was im Auto von Lewis Hamilton schief gegangen ist, wie Niki Lauda erklärt, der dreifache Formel-1-Champion und heute Aufsichtsrats-Chef des Mercedes-Rennstalls, der Zeitung «Österreich» erklärt hat: «Die Stifte, welche die Stütze hinten fixieren, sind nicht in ihrer Buchse eingeklickt. Durch die starke Belastung durch den Fahrtwind hat sich das gelöst. Wir werden das umdesignen, damit das nicht noch einmal passiert. Die Siegerpunkte wären einfach zu holen gewesen.»

Das will Mercedes in Österreich nachholen. Beim Grossen Preis auf dem Red Bull Ring (9. Juli) sind die Silberpfeile seit 2014 ungeschlagen.

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