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Sebastian Vettel (Ferrari): Spitzen gegen Verstappen

Von - 16.07.2017 19:35

Ferrari-Star Sebastian Vettel lieferte sich im Grossbritannien-GP ein hartes Duell mit Red Bull Racing-Talent Max Verstappen, an dem er nicht vorbeikam. Hinterher konnte er sich einige verbale Spitzen nicht verkneifen.

Der Jubel war gross, als Max Verstappen gleich beim Start zum Grossbritannien-GP die Gunst der Stunde nutzte und an WM-Leader Sebastian Vettel vorbeizog. Der Ferrari-Star kämpfte mit seinen überhitzenden Bremsen, die die Reifentemperaturen in die Höhe schiessen liessen und kam deshalb nur schlecht weg.

In der Folge lieferten sich die beiden Spitzenpiloten einen genauso harten wie unterhaltsamen Zweikampf, bei dem Vettel nichts unversucht liess, um am Red Bull Racing-Renner vorbeizukommen. Ohne Erfolg – Verstappen verteidigte seine Position hart und Vettel blieb nichts anderes übrig als der Versuch, mittels eines vorgezogenen Boxenstopps nach vorne zu kommen. «Er hat auf der Bremse die Spur gewechselt», klagte Vettel vor seinem ersten Reifenwechsel noch. Immerhin: Der vierfache Champion hatte daraufhin Glück, denn bei Verstappen klemmte eine Radmutter, was den Undercut-Versuch glücken liess.

Verstappen gestand nach dem Rennen unumwunden: «Ich wusste, dass ich ein ganzes Stück langsamer als Sebastian war, deshalb habe ich alles daran gesetzt, um vorne zu bleiben und etwas Spass zu haben.» Seitens Vettel hielt sich der Spass in Grenzen. Der Heppenheimer klagte: «Ich habe durch dieses Duell vor allem Zeit auf die Spitze verloren, und ihm hat das auch nichts gebracht. Wie man nach dem Stopp sehen konnte, war ich sehr viel schneller als er.»

Doch das war nicht die einzige spitze Bemerkung, die sich der sichtlich enttäuschte Vettel erlaubte. Der 30-jährige Heppenheimer, der zum Schluss durch einen Reifenschaden zurückgeworfen wurde, erklärte in seiner Presserunde: «Ich denke, er hat in der 16. Kurve auf der Bremse die Spur gewechselt. Ich will nicht sagen, dass ich das erwartet habe. Aber wir wissen ja, dass er in dieser Hinsicht etwas nervös ist. Er versucht sich so hart wie möglich zu verteidigen, aber ab einem gewissen Punkt musst du deine Spur halten.»

«Ich bin mir sicher, dass er ruhiger wird. Man darf nicht vergessen, dass er noch nicht so viele Rennen absolviert hat», stichelte Vettel, beteuerte aber auf die Frage, ob Verstappen es übertrieben habe: «Nicht wirklich, aber darüber liesse sich streiten. Und was hat es ihm letztlich gebracht? Dass mir der Reifen am Ende platzen würde, war nicht voraussehbar. Es war klar, dass wir schneller waren, und wir haben ihn dann an der Box geschnappt. Wir kämpften gegen keinen anderen Fahrer, deshalb war es okay. Und er ist bereits schon etwas ruhiger geworden, es lag also noch im Rahmen.»

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