Formel 1

Sebastian Vettel zum Ungarn-Sieg: Rätsel über Lenkung

Von - 30.07.2017 16:13

​Vierter Saisonsieg 2017 für WM-Leader Sebastian Vettel (30): Der Ferrari-Star geht mit 14 Punkten Vorsprung auf Lewis Hamilton in die Sommerpause. Es steht 202:188 zwischen den beiden Stars.

46. Grand-Prix-Sieg für Sebastian Vettel, sein zweiter in Ungarn nach 2015, sein vierter 2017 nach Australien, Bahrain, und Monte Carlo, sein erster seit Ende Mai – ein Befreiungsschlag für den vierfachen Weltmeister.

Vettel hat nun zehn seiner elf letzten Siege von der Pole-Position aus eingefahren. Es ist auch der erste Ferrari-Doppelsieg in Ungarn seit 2004 – mit Michael Schumacher und Rubens Barrichello.

Vettel nach seinem 50. Grand Prix für Ferrari: «Vom Start des Rennens weg stand die Lenkung schief. Als ich die Anweisung erhielt, von den Randsteinen wegzubleiben, dachte ich – das ist der Hungaroring. Wie soll das gehen?»

Weil Lewis Hamilton kurz vor Schluss seinen Platz fair an Valtteri Bottas zurückgab und damit einen Podestplatz preisgab (hätte das Vettel auch getan?), steht es in der WM nun 202:188 für Vettel gegen den Engländer.

Vettel: «Ich bin so erleichtert. Das war ein wirklich schwieriges Rennen. Ein paar Runden nach der Safety-Car-Phase stand das Lenkrad nach links, wenn es gerade sein sollte. Gegen Ende des Rennens wurde das wieder besser. Ich musste mich wirklich zusammenreissen. Da gab es keine Sekunde zum Verschnaufen.»

«Wir müssen uns das in Ruhe anschauen. Im Moment ist mir egal, was da war, weil ich mich über den Sieg freue. Aber wenn das Lenkrad zu weit nach links auf der Geraden steht, dann kannst du dir vorstellen, was ich in den Kurven machten musste.»

Jock Clear, der leitende Ingenieur von Ferrari: «Das mit der Lenkung ist sehr seltsam. Wir müssen das genauer analysieren.»

Sebastian Vettel weiter: «Die 14 Punkte nehme ich gerne in die Sommerferien. Aber zunächst haben wir mal einen Test hier in Ungarn. Ich habe keine grossen Pläne. Wenn du so viel auf Achse bist, dann schätzt du es sehr, wenn du auch mal zuhause bin.»

Unter dem Siegerpodest stand ein sehr zufriedener Ferrari-Präsident Sergio Marchionne: «Wir haben das gebraucht, wir haben das verdient. Zwischendurch habe ich ein wenig gezittert, aber letztlich ist alles gut gegangen.»

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