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Nico Rosberg: Valtteri Bottas mental fast perfekt

Von - 12.08.2017 18:17

Der Weltmeister ist von seinem Nachfolger positiv überrascht. Valtteri Bottas sei vor allem vom Kopf her auf einem extrem hohen Niveau, sagte Rosberg.

Valtteri Bottas musste die Skeptiker erst überzeugen. Der Finne war nach dem überraschenden Rücktritt von Nico Rosberg als dessen Nachfolger verpflichtet worden. Nach der ersten Saisonhälfte hat sich der frühere Williams-Pilot zum Titelkandidaten gemausert, liegt 33 Punkte hinter dem Führenden Sebastian Vettel und 19 Zähler hinter seinem Teamkollegen Lewis Hamilton.

Diese Leistung, vor allem in den vergangenen fünf Rennen, in denen er mehr Punkte holte als seine beiden Rivalen, überraschte auch Rosberg. «Das konnte man nicht erwarten, weil man aber von Bottas auch nichts weiß. Ich bin echt beeindruckt. Mental ist er vielleicht der perfekte Fahrer, weil er sich so auf sich selbst konzentrieren kann. Das macht ihn konstant und auch echt schnell», sagte Rosberg Auto Bild Motorsport.

Dass Hamilton den Finnen zuletzt in Ungarn am Ende zurücküberholen ließ, hat Rosberg grundsätzlich nicht überrascht. «Aber es war eine Extremsituation. Er hat damit ja sogar seinen eigenen vierten Platz in Gefahr bringen müssen, weil Verstappen von hinten drückte. Da hatte ich Zweifel, ob er das durchzieht – wahrscheinlich er selbst auch», lachte Rosberg.

Der Deutsche geht aber davon aus, dass Hamilton die Aktion auch bei einem Teamkollegen Rosberg durchgezogen hätte. «Bottas hat hier ja als Erster den Move gemacht. Insofern war er da schon verpflichtet.»

Beim Titelkampf drückt Rosberg wenig überraschend Mercedes die Daumen, allerdings keinem speziellen Fahrer. «Mercedes ist halt nach wie vor sehr, sehr stark. Allein, wenn man sich das Auto anschaut, diese Detailarbeit. Wahnsinn, was das für ein Level ist.»

Dass er selbst angesichts der Formschwankungen zu Beginn der Saison gefehlt hat, würde er so nicht behaupten. «Aber natürlich ist mein Abgang schwierig gewesen. Und: es gab ein neues Reglement. Das ist eine große Herausforderung, zumal wir uns bis zuletzt auf den WM-Kampf konzentrieren und Red Bull in Schach halten mussten. Nichts gegen Ferrari, aber die haben mit dem neuen Auto viel früher angefangen. Dadurch haben sie einen Vorteil gehabt.»

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