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Bernie Ecclestone über McLaren: «Ein wenig dumm»

Von - 13.09.2017 11:57

​McLaren kappt das Band zu Honda und versucht sein Glück ab 2018 mit Renault-Motoren. Der frühere Formel-1-Zirkusdirektor Bernie Ecclestone fragt: «Renault statt Honda, was soll das bringen?»

Aus dem Märchen ist ein Albtraum geworden. Fernando Alonso träumte davon, wie sein Idol Ayrton Senna mit McLaren-Honda einen dritten WM-Titel einzufahren. Stattdessen stand der Asturier seit Rang 2 in Ungarn 2014 (mit Ferrari) nie mehr auf dem Siegerpodest, und die Bilanz von McLaren-Honda ist rundweg ein Desaster.

2015: Neunter und zweitletzter Rang in der WM.
2016: Sechster Platz in der Markenwertung.
2017: Rückfall, wieder nur zweitletzter Rang.

In all den Jahren gab es keinen einzigen Podestplatz für das angebliche Traumpaar McLaren und Hoda, geschweige denn einen Sieg oder einen Titel. McLaren-Direktor Zak Brown hatte die Nase gestrichen voll – drei jämmerliche Jahre sind genug. Der Kalifornier argumentierte: «Noch so ein Jahr können wir uns nicht leisten.»

Was Brown nicht sagte: Der Wechsel zu Renault ist die Garantie, dass Fernando Alonso einen neuen Vertrag unterzeichnet.

Dafür opfert Zak Brown rund 100 Millionen Dollar. Das ist die Summe, die Honda für das Gehalt von Alonso bezahlte sowie der Entwicklung des Rennwagens beisteuerte, zudem ist McLaren ab 2018 zahlender Kunde bei Renault, statt von Honda Gratismotoren zu erhalten.

Brown ist das einerlei: «Ich muss im besten Sinne für McLaren entscheiden. McLaren muss wieder siegfähig sein. Das muss bei der Entscheidung im Mittelpunkt stehen. Wir können es uns nicht mehr erlauben, keine Podestränge einzufahren. Die Entscheidung ist vielschichtig, und natürlich spielt die wirtschaftliche Seite auch eine Rolle. Aber wir haben zum Glück Teilhaber, die entschlossen genug sind, eine Entscheidung für den Sport zu befürworten – und sich später um den wirtschaftlichen Teil zu kümmern.»

Es wird erwartet, dass McLaren an diesem Wochenende in Singapur bekanntgibt: Trennung von Honda, Dreijahresabkommen mit Renault, neuer Vertrag mit Alonso.

Der langährige Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone sagt in der Daily Mail: «Der Vertrag mit Renault ist in trockenen Tüchern. Dass Alonso in der Formel 1 bleibt, ist eine fabelhafte Sache.»

Der 86jährige Engländer meint aber weiter: «Ich kann jedoch nicht begreifen, wie McLaren mit Renault glücklicher werden soll als mit Honda. Es war nicht die Schuld von Honda, dass das nicht geklappt hat, sondern jene von McLaren. Jeden Tag wurde um irgendetwas gestritten, statt dass an einem Strang gezogen wurde. Das war ein wenig dumm.»

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Bernie Ecclestone über den Weg von McLaren © Pan Images Bernie Ecclestone über den Weg von McLaren
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