Formel 1

RTL-Aus nach mehr als 20 Jahren: Niki Lauda hört auf

Von - 26.11.2017 19:18

RTL-Moderator Florian König kämpfte mit den Tränen, als Niki Lauda vor laufender Kamera überraschend das Ende seiner Karriere als Formel-1-Experte für den deutschen TV-Sender verkündete.

Seit 1995 gehörte Niki Lauda als TV-Experte zum Team des deutschen Formel-1-Haussenders RTL, doch mit der diesjährigen Saison endet auch die Zusammenarbeit zwischen dem dreifachen Weltmeister und der deutschen TV-Anstalt. Dies verkündete Lauda vor laufender Kamera zum Ende der Nachberichterstattung über den letzten Saisonlauf in Abu Dhabi.

Damit sorgte der dreifache Weltmeister für die grosse Überraschung – auch bei Moderator Florian König, der nichts davon ahnte und mit den Tränen kämpfte, als Niki sich mit folgenden Worten an ihn wandte: «Florian, ich möchte jetzt gerne etwas sagen. Ich habe für mich persönlich die Entscheidung getroffen, dass ich nächstes Jahr nicht RTL-Experte sein werde. Wir waren mehr als 20 Jahre zusammen unterwegs und haben viele lustige und weniger lustige Seiten erlebt und ich möchte dir wirklich dafür danken, dass du mit mir so lange unterwegs warst.»

Auch bei den RTL-Zuschauern bedankte sich der 68-jährige Wiener: «Ich möchte auch unserem Publikum danken, ich glaube, der Florian und ich haben euch ein paar Mal zum Schmunzeln gebracht in den vergangenen Jahren.» Natürlich bedankte sich auch König bei der Formel-1-Ikone: «Mir fehlen jetzt die Worte», gestand der Moderator, und fügte an: «Danke, Legende!»

Der Abgang Laudas nährt die Spekulationen um die TV-Zukunft der Formel 1 in Deutschland. Denn derzeit haben weder RTL noch der Bezahlsender Sky einen Vertrag bezüglich der Formel-1-Übertragungsrechte ab 2018 unterschrieben. Dei neuen Formel-1-Machthaber des Konzerns Liberty Media machen kein Geheimnis daraus, dass sie gerne ein Modell einführen würden, das für gewisse Rennen eine exklusive Live-Übertragung im PayTV vorsieht.

Davon sind aber nicht alle begeistert, so betonte etwa Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff in Abu Dhabi, dass es ein harter Schlag für die Zuschauerzahlen in Deutschland wäre, wenn künftig nicht mehr alle Rennen live im FreeTV zu sehen sein würden. «Wir wünschen uns die Beibehaltung des Status quo», erklärte der 45-Jährige. Und der wäre: RTL zeigt weiterhin alle Rennen live – genauso wie in jedem Jahr seit 1991.

Adresse dieses Artikels:

© SPEEDWEEK.COM
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Thema der Woche

Von Günther Wiesinger

Red Bull KTM: Der tiefe Fall von Johann Zarco

Johann Zarco ist ein Rennfahrer mit vielen Stärken, die Selbstkritik gehört nicht dazu. Er schimpfte so lange über KTM, bis den provozierten Österreichern der Geduldsfaden riss.

» weiterlesen

 

TV-Programm

So. 20.10., 20:45, SPORT1+
SPORT1 News
So. 20.10., 21:30, Hamburg 1
car port
So. 20.10., 22:00, SPORT1+
SPORT1 News
So. 20.10., 22:20, SWR Fernsehen
sportarena
So. 20.10., 23:00, Eurosport 2
Superbike: British Championship
So. 20.10., 23:00, Eurosport 2
Superbike: British Championship
So. 20.10., 23:00, SPORT1+
SPORT1 News
So. 20.10., 23:30, Eurosport 2
Superbike: British Championship
Mo. 21.10., 00:00, Eurosport
Superbike
Mo. 21.10., 00:00, Anixe HD
Anixe Motor-Magazin
zum TV-Programm