Formel 1

Kanada-GP: Sebastian Vettel lässt die Muskeln spielen

Von - 12.06.2018 19:50

Ferrari-Star und Kanada-Sieger Sebastian Vettel erntet für den 50. GP-Triumph seiner Karriere, den er auf dem Circuit Gilles Villeneuve einfahren konnte, viel Lob von der internationalen Presse.

Sebastian Vettel durfte sich nach dem siebten WM-Lauf in Montreal über den 50. GP-Sieg seiner Karriere freuen. Der Ferrari-Pilot, der von der Pole-Position ins Rennen hatte starten dürfen und die Führung in der Folge nie abgab, kreuzte die Ziellinie vor Mercedes-Pilot Valtteri Bottas und Red Bull Racing-Talent Max Verstappen.

Mit seinem dritten Triumph in dieser Saison bescherte der vierfache Weltmeister den Roten den ersten GP-Sieg in Kanada seit Michael Schumachers Triumph von 2004. Zudem jubelte die Ferrari-Box 40 Jahre nach Gilles Villeneuves erstem Sieg mit der berühmten Scuderia. Und Vettel konnte auch wieder die WM-Führung übernehmen, schliesslich kam Titelverteidiger Lewis Hamilton nicht über den fünften Platz hinaus.

Dass er dem Silberpfeil-Piloten die Spitzenposition in der WM-Tabelle streitig machen konnte, will Vettel nicht überbewerten. Der Heppenheimer beteuert: «Der Weg ist noch lang, deshalb kümmert mich das ehrlich gesagt noch nicht so sehr. Aber es ist natürlich ein netter Nebeneffekt.» Die internationale Presse spricht dennoch von einer möglichen Wende im Titelkampf.

Italien

Corriere dello Sport: «40 Jahre nach Villeneuves erstem Sieg mit Ferrari feiert Maranello König Sebastian. Sein Sieg verleiht dieser Weltmeisterschaft neuen Schwung. Grossartiger Vettel: Seine Leistung ist reine Perfektion. 14 Jahre nach Schumachers letztem Sieg in Kanada kehrt er an die Spitze der WM zurück. Ein grossartiger Tag für Sebastian, ein Pechtag für Hamilton. Ferrari hofft, dass sich solche Tage von nun an öfters wiederholen.»

Gazzetta dello Sport: «Vettel, König in Montreal! Auf der Strecke, auf der mit einem klaren Mercedes-Sieg gerechnet wurde, hat Vettel von der Qualifikation bis zum letzten Meter das Rennen dominiert und diese WM auf den Kopf gestellt. Eine Kraftprobe mit vielen positiven Eindrücken. Der Ferrari bestätigt seinen Status als perfektes Auto. Der neue Motor ist schnell und zuverlässig. Hamilton leidet dagegen unter der alten Antriebseinheit, viel mehr als sein Teamkollege Bottas.»

Tuttosport: «Kanada liegt Vettel zu Füssen. Vettel dominiert den Kanada-GP und feiert seinen 50. Karriere-Sieg. Der Deutsche kehrt mit einem Punkt Vorsprung vor Hamilton an die Spitze der Weltmeisterschaft zurück.»

La Repubblica: «Vettel tanzt auf der Historie. Er wollte auf Villeneuves Rennbahn siegen. Sebastian ist wieder der Leader dieser Weltmeisterschaft. Für Ferrari ist der Weg zum Titel noch lang, doch jetzt ist die WM wieder offen.»

Corriere della Sera: «Vettels Sieg in Montreal räumt jeglichen Zweifel über die Zuverlässigkeit seines Fahrzeugs aus. Wenn sich Vettel keinen Fehler erlaubt, wenn die Taktik effizient ist, ist Ferraris Domäne unbestreitbar. Das Team von Maranello wächst von Mal zu Mal. Das ist kein einfaches Jahr für Hamilton, der immer häufiger mit Schwierigkeiten konfrontiert ist.»

La Stampa: «Ein perfektes Rennen für Vettel. Der deutsche Pilot feiert den dritten Sieg nach Australien und Bahrain. Mit dem neuen Motor hat Vettel ein Juwel in der Hand, das ihm weitere Siege bescheren wird. Hamilton muss sich mit einem alten und müden Motor begnügen, obwohl er auf dieser Strecke bereits sechsmal gesiegt hatte.»

Spanien

AS: «Vettel liess diesmal niemanden an sich ran. Es war nicht der Tag des Lewis Hamilton, mit seinem fünften Platz verliert er die WM-Führung an seinen deutschen Rivalen. Durch Vettels Sieg kommt wieder Spannung im WM-Fight auf. Keiner konnte Vettel das Wasser reichen. Alonso braucht einen besseren Boliden, so kann es nicht weitergehen.»

Marca: «Ein perfekter Sebastian Vettel dominierte das Rennen in jeder Hinsicht, auf einen Schlag zieht er in der Punktetabelle wieder an Hamilton vorbei. Der Kampf um die WM-Krone geht wieder bei null los. Bottas wurde Zweiter, hatte aber kaum den Hauch einer Chance. Vettel lässt die Muskeln spielen.»

Sport: «Vettel beendet Hamiltons Herrschaft in Kanada. Vettels Sieg war eigentlich nie in Gefahr, er zog sein Ding problemlos durch. Es sieht immer mehr nach einem Zweikampf um die Krone zwischen Vettel und Hamilton aus.»

El Mundo Deportivo: «Vettel haut auf den Tisch im Kampf um den WM-Titel. Hamilton musste leiden, um überhaupt noch als Fünfter durch das Ziel zu fahren. Bottas war auch nicht in der Lage, dem Deutschen die Stirn zu bieten. Der Sieg ist enorm wichtig für die Moral von Vettel, der durch diesen Triumph seine Ansprüche gestellt hat. Wir können uns auf ein schönes und spannendes Spitzenduell zwischen Hamilton und Vettel freuen.»

England

Daily Mail: «Lewis Hamilton klang am Boxenfunk bereits lange vor dem Ende es Kanada-GP verzweifelt. In Montreal verrutschte die Maske der Unverwundbarkeit, die Mercedes bisher aufhatte, noch ein bisschen mehr. Es ist eine schwierige Herausforderung, die hohen Standards zu halten, die sie in den vier Jahren der totalen Dominanz etabliert haben. Toto Wolff glaubt, dass Mercedes einen Weckruf benötigt.»

The Guardian: «Sebastian Vettels Sieg beim Kanada-GP bedeutete für den Fahrer und sein Team enorm viel. Aber obwohl er die Bedeutung für den Titelkampf herunterspielte, könnte sich das Ergebnis als Wendepunkt erweisen. Vettels Sieg war absolut dominant. Von noch grösserem Wert aber ist der Schlag, den er seinem Rivalen Lewis Hamilton zufügte.»

Daily Mirror: «Vettel hatte von der Startampel bis zur Zielflagge alles im Griff. Hamilton, der so oft der Sieger in Montreal war, musste sich mit Platz 5 begnügen. Der Titelverteidiger und sein Team erlebten ein Wochenende zum Vergessen. Anders als alle Rivalen konnte Mercedes das geplante Motor-Upgrade beim siebten Rennen nicht bringen – das könnte Hamilton teuer zu stehen kommen.»

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