Formel 1

Christian Horner über Crash: «Zeitverlust schmerzt»

Von - 06.07.2018 18:29

Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner erwartet in Silverstone ein hartes Qualifying – und das nicht nur wegen der Probleme, die seinen Schützling Max Verstappen am Trainingsfreitag quälten.

Für Max Verstappen gab es zum Auftakt ins Grossbritannien-Wochenende gleich doppelten Grund zum Ärger: Der Niederländer beendete das erste freie Training kurz vor dem offiziellen Ende, weil er durch ein Getriebeproblem eingebremst wurde. Kaum hatte das Team die Kraftübertragung ausgetauscht, sorgte er selbst mit einem Fehler in de Luffield-Kurve für einen frühen Feierabend.

Verstappen versuchte, seinen übersteuernden RB14 in den Griff zu bekommen, doch die Korrektur-Lenkbewegung löste eine Gegenreaktion aus, durch die sein Renner ins Rutschen und drehen kam. Max krachte rückwärts in die Streckenbegrenzung, wobei sein rechtes Hinterrad abknickte. Es war der erste schnell FP2-Versuch des 20-Jährigen, der am vergangenen Wochenende noch seinen vierten GP-Sieg hatte feiern dürfen.

Kaum war der Renner wieder in der Box von Red Bull Racing, machte sich das Team daran, den Schaden zu bemessen. Dabei stellte die Boxencrew aus Milton Keynes erleichtert fest, dass sich dieser in Grenzen hielt, wie Christian Horner vor laufender Sky-Kamera bestätigte. «Der Schaden ist nicht allzu gross, denn es handelte sich nicht um das Renngetriebe», verriet er.

Der Teamchef gestand aber auch unumwunden: «Viel ärgerlicher als die Reparaturarbeiten ist der Zeitverlust, den wir wegen des Unfalls hinnehmen mussten.» Den Abflug von Verstappen beschrieb der Chef folgendermassen: «Er kam ins Rutschen und dann erlebte er etwas, das einem Highsider auf dem Motorrad gleichkommt. Sein Heck ist einfach in die andere Richtung ausgebrochen.»

«Das ist natürlich ärgerlich und frustrierend», klagte Horner, der den Kopf dennoch nicht hängen lässt: «Wir haben immer noch einige wertvolle Daten mit dem Auto von Daniel Ricciardo sammeln können und morgen bleibt uns auch noch das dritte freie Training, um uns auf das Qualifying vorzubereiten.»

Was die Chancen seiner Schützlinge im zehnten Abschlusstraining des Jahres angeht, macht sich der Teamchef nichts vor: «Ich denke, dass der Samstag hart für uns wird, denn auf dieser Strecke ist man auch dank der zusätzlichen DRS-Zone über weite Teile im Vollgas-Modus unterwegs. Das spielt uns natürlich nicht in die Hände, deshalb werden wir im Abschlusstraining wohl nicht über die dritte Startreihe hinaus kommen. Aber wir sind für gewöhnlich im Renntrimm besser unterwegs, da können wir vielleicht einen Unterschied machen.»

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