Formel 1

Ferrari schießt zurück: «Dann sollte er sich schämen»

Von - 09.07.2018 20:02

Es ist mächtig Dampf auf dem Formel-1-Kessel. Mercedes unterstellte Ferrari in Silverstone entweder «Absicht oder Inkompetenz». Das bringt Teamchef Maurizio Arrivabene zum Kochen, er keilt zurück.

Es lag jede Ärger in der Luft nach dem Großen Preis von Großbritannien. Mercedes-Teamchef Toto Wolff über die Aktion von Kimi Räikkönen gegen Lewis Hamilton in Kurve drei: «Es ist wirklich lästig, in der ersten Runde abgeschossen zu werden, und für mich ist dieser Zwischenfall alles andere als in Ordnung.»

Der Mercedes-Aufsichtsratsvorsitzende Niki Lauda ätzte: «Der Unfall war einfach unfair, das ist jetzt das zweite Mal, dass uns ein Ferrari in der ersten Kurve abschießt. Das ist nicht mehr lustig.»

Hamilton selbst sprach von einer «interessanten Taktik», während Mercedes-Technikchef James Allison Ferrari entweder «Absicht oder Inkompetenz» unterstellt. Brisant: Allison arbeitete vorher für Ferrari. Immerhin: Hamilton ruderte am Montag etwas zurück, sprach von einem «Rennunfall, mehr nicht». Die Entschuldigung von Räikkönen nahm er nachträglich an.

Bereits Sebastian Vettel hatte diese Diskussionen als «dämlich» bezeichnet. «Solche Dinge können passieren. Es ist doch dämlich zu denken, dass so etwas Absicht ist. Ich könnte nie so präzise fahren, um einen Gegner derart geschickt aus dem Rennen zu schubsen. Ich habe die Aktion nach dem Rennen gesehen und kann da wirklich keinen bösen Willen von Kimi erkennen. Ich finde es ein wenig unnötig, sich auf solch eine Diskussion einzulassen.»

Die Aussage Allisons bringt Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene in Wallung. «Wer ist inkompetent? Kimi? Wer ist er, dass er sich ein Urteil darüber erlauben kann, was die Fahrer im Auto tun? Wenn er wirklich so etwas gesagt hat, sollte er sich schämen», wetterte Arrivabene bei Sky Italia und forderte vom langjährigen Ferrari-Mitarbeiter ein besseres Benehmen: «Ich akzeptiere das von Jacques Villeneuve, denn er war selbst Fahrer. Aber dieser Kerl?»

Arrivabene weiter: «Er hat so lange für uns gearbeitet. Wir sind hier in England, wo sie Dich lehren, ein Gentleman zu sein. Aber damit sollte er mal anfangen.»

Für Red-Bull-Teamchef Christian Horner ist es offensichtlich, dass es rauer zugeht, dass der Ton schärfer wird. Nach zehn von 21 Rennen führt Vettel mit 171 Punkten vor Hamilton (163). In der Konstrukteurswertung liefern sich Ferari (287) und Mercedes (267) ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

«Wenn man diese wachsende Spannung hat, sind nach solchen Zwischenfällen Spekulationen unvermeidlich», sagte er. Er glaubt: «Ich glaube, dass es nicht mehr als ein Rennunfall war. Ich wäre überrascht, wenn es etwas anderes oder Kimi so ein Fahrer wäre.»

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