Formel 1

Mika Salo: «Reifenschonen und Spritsparen abschaffen»

Von - 12.08.2018 13:23

Der frühere Formel-1-Pilot Mika Salo stellt den Formel-1-Chefs von Liberty Media ein gutes Zeugnis aus. Der Finne fordert aber auch einige Änderungen, so wünscht er sich zum Beispiel die Tankstopps zurück.

Die GP-Karriere von Mika Salo liegt mittlerweile schon eine ganze Weile zurück. Der heute 51-Jährige war von 1994 bis 2002 in der Formel 1 unterwegs und bestritt in dieser Zeit insgesamt 109 Formel-1-Einsätze für Lotus, Tyrrell, Arrows, BAR, Ferrari, Sauber und Toyota. Seine grössten Erfolge feierte er 1999 als Ersatz für den verletzten Superstar Michael Schumacher. Im Ferrari F399 feierte er in jenem Jahr den zweiten Platz in Hockenheim und Rang 3 in Monza.

Salo ist der Königsklasse und dem Thema Speed bis heute treu geblieben. Heute ist er immer wieder mal als FIA-Rennkommissar tätig, daneben ist er auch als TV-Experte im Fahrerlager der Königsklasse unterwegs. Ausserhalb der GP-Szene hat er mit «Test Drive by Mika Salo» seine eigene Fernseh-Show, die ihn auf Trab hält. Zudem ist er der Sportdirektor von SMP Racing.

Über seine aktuelle Arbeit sagt der Finne im Interview auf «Formula1.com»: «Ich arbeite als Sportdirektor mit dem SMP-Racing-Team und rund 30 Nachwuchspiloten aus aller Welt zusammen, denen ich etwa durch meine Kontakte helfen kann. Deshalb bin ich auch sehr gerne Rennkommissar in der Formel 1 – damit ich den Kontakt zu den Leuten hier pflegen kann. Ich bin glücklich damit.»

Zufrieden ist Salo auch mit den Formel-1-Machthabern, die von Liberty Media eingesetzt wurden, um die Entwicklung des Sports in die richtigen Bahnen zu lenken. Neben CEO Chase Carey kümmern sich Marketing-Chef Sean Bratches und Technik- und Sportchef Ross Brawn um die Belange der Königsklasse.

«Die neuen Formel-1-Besitzer sind gut, sie haben die Show verbessert und wieder mehr Action in die Rennen gebracht. Die Autos sehen auch sehr gut aus», lobt Salo, und kritisiert: «Der Wettbewerb könnte noch etwas besser sein, denn aktuell können zwar sechs Autos um den Sieg kämpfen, aber hinter ihnen gibt es eine grosse Lücke zum Rest des Feldes.»

«Es wäre nett, wenn alle anderen Teams an den Spitzenreitern dran wären und jeder eine Chance hätte», träumt der GP-Veteran, der aber auch weiss: «So war es im Grunde schon immer. Früher waren es McLaren, Williams und Ferrari, die immer bei der Musik waren. Zu jener Zeit war ein fünfter oder sechster Platz schon eine grosse Sache.»

Und was würde Salo an der Formel 1 ändern? «Ich weiss nicht», erwidert der frühere GP-Star. «Wahrscheinlich würde ich die Technologie etwas vereinfachen. Weniger Knöpfe am Lenkrad und die Computer verbannen, oder so ähnlich.» Er ist sich sicher: «Es gibt immer noch viel zu viel zu tun. Die Fahrer sind zum Beispiel komplett vom Team abhängig, mit dem sie über Funk in ständigem Kontakt stehen. Und sie sind ist komplett verloren, wenn ihre Teams nicht immerzu mit ihnen redet. Diese Seite an der Formel 1 mag ich gar nicht.»

«Es sollte vielmehr Vollgas-Racing sein, ohne Benzinsparen und Reifenschonen», fordert der zweifache GP-Podeststürmer. «Du musst als Fahrer vom Start bis ins Ziel Vollgas geben können, und vielleicht sollte man weichere Reifen einführen und das Nachtanken wieder erlauben. Das würde die Stints verkürzen sowie die Anzahl Boxenstopps und damit auch den Teamsport-Faktor erhöhen. Man hätte auch mehr Strategiemöglichkeiten und der Fahrer würde wieder eine grössere Rolle spielen, das wäre ideal.»

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