Formel 1

Gasly schießt gegen Alonso: «Aggressiver als früher»

Von - 03.09.2018 10:23

Fernando Alonso zieht sich auf seiner Abschiedstour den Unmut einiger Kollegen zu. Nach Kevin Magnussen ist auch Pierre Gasly mit der Herangehensweise des Spaniers nicht einverstanden.

Kevin Magnussen ist nicht gut auf Fernando Alonso zu sprechen. Nach dem Qualifying-Duell der beiden ätzte er: «Das war nur dumm und unnötig. Er dachte wohl, ich würde ihm den perfekten Windschatten zum Beginn seiner Runde bieten, und das ist hier in Monza Einiges wert. Aber ich werde doch nicht meine eigene Runde für Herrn Alonso opfern, keine Chance, da hänge ich mir vorher auf! Ich weiß, Fernando Alonso hält sich für Gott.»

Nach dem Monza-GP erhält Haas-Fahrer Magnussen nun Unterstützung. Denn auch Toro-Rosso-Pilot Pierre Gasly ist nicht gut auf den Spanier zu sprechen, nachdem beide beim Restart zu Beginn des Rennens aneinanderrasselten. «Er hat mir keinen Platz gelassen und meinen Unterboden zerstört«, wetterte Gasly am Funk.

Später erklärte er: «Nach dem Restart sind wir Seite an Seite in die erste Kurve gefahren. Ich war auf der Außenseite und er hat mich von der Strecke gedrückt. Ich habe versucht, auf der Strecke zu bleiben, er hat mir aber keinen Platz gelassen. Deshalb musste ich über die Randsteine, und dann hat er mich auch noch berührt. Er hat die rechte Seite meines Unterbodens komplett zerstört.» Weshalb er für den Rest des Rennens nur noch herumrutschte.

Auf Magnussens Aussagen angesprochen, sagte Gasly: «Seine Herangehensweise ist bestimmt etwas anders, weil er bereits weiß, dass er nächstes Jahr nicht mehr Formel 1 fahren wird. Es sieht so aus, als sei er aggressiver als früher. Was er mit mir gemacht hat, das war nicht fair. Wir wissen alle: Wenn wir neben jemandem fahren, müssen wir ihm eine Wagenlänge Platz lassen. Das hat er nicht gemacht.»

Interessante Theorie des Franzosen: «Ich weiß, dass er uns nicht mag, weil wir den Honda-Motor fahren.» Die Vorgeschichte dazu ist bekannt. Dass Alonso deshalb Gasly und Co. auf dem Kieker hat, scheint jedoch trotzdem weit hergeholt.

Nebenbei kritisierte Gasly auch die Rennleitung, mit der er nicht mehr sprechen wollte. «Sie können ihn zwar bestrafen, mein Rennen ändert das dadurch aber nicht mehr.»


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