Formel 1

Sebastian Vettel: «Traurig, dass Kimi Räikkönen geht»

Von - 13.09.2018 15:14

Ferrari-Star Sebastian Vettel machte kein Geheimnis daraus, dass er gerne noch eine weitere Saison neben Kimi Räikkönen bestritten hätte. Das sagt der vierfache Champion zu seinem bisherigen und künftigen Stallgefährten.

«Jetzt gerade ändert sich nichts für mich», betont Sebastian Vettel im Fahrerlager von Singapur trotzig, als er auf die Entscheidung seines Ferrari-Teams angesprochen wurde, Altmeister Kimi Räikkönen durch Jungspund Charles Leclerc zu ersetzen. Der vierfache Champion der Roten stellt gleich klar: «Ich konzentriere mich derzeit mehr auf das nächste Rennen als auf das nächste Jahr.»

«Für Charles ist das natürlich eine grossartige Chance, er kam schon vor einiger Zeit ins Ferrari-Juniorprogramm und es ist schön zu sehen, dass sich daraus etwas entwickelt», fügt der Deutsche eilends an, und erklärt auch, warum er dem Monegassen noch nicht zur Beförderung gratuliert hat: «Es stimmt, was er gesagt hat, ich habe seine Telefonnummer noch nicht. Aber ich bin mir abgesehen davon auch sicher, dass er in den letzten Tagen ohnehin schon sehr viel um die Ohren hatte. Wenn ich ihn treffe, werde ich bestimmt die richtigen Worte finden. Ausserdem bleibt uns ja noch genug Zeit, um die Telefonnummern auszutauschen.»

Vettel weiss, dass sich durch den Abgang des Kult-Finnen, der vier Jahre an der Seite des Heppenheimers für die Roten gekämpft hat, auch einiges verändern wird. «Es wird sicher anders, denn jeder Mensch ist anders. Und das beeinflusst ganz sicher die Dynamik im Team», bestätigt er. «Aber er ist ein guter Junge und ich hoffe, dass er sich gut integrieren wird. Ich bin mir auf jeden Fall sicher, dass ihm jeder hier dabei helfen wird.»

Auf die Frage, ob sein Brötchengeber mit der Verpflichtung des jungen Alfa Romeo-Sauber-Rookies die richtige Wahl getroffen hätte, antwortet der 52-fache GP-Sieger: «Wenn du schnell und talentiert bist, dann spielt das Alter keine Rolle – und zwar auch nicht für ältere Piloten, wie Kimi beweist. Er ist das beste Beispiel dafür. Und was Charles angeht: Ich denke, er verdient es, in der Formel 1 zu sein. Und nun bietet sich ihm die Chance, für ein grosses Team zu fahren. Natürlich werden wir alles daran setzen, um die Zusammenarbeit so gut wie möglich zu gestalten.»

Mit Blick auf seinen aktuellen Teamkollegen schwärmt Vettel: «Kimi ist sicherlich der beste Teamkollege, den ich bisher hatte. Die Resultate sind das Eine, aber sie sind nicht das Wichtigste. Am wichtigsten ist der gegenseitige Respekt und der Grad an Bullshit, der zwischen zwei Teamkollegen abgeht. Und der war bei Kimi von Anfang an bei Null. Ich bin mir auch sicher, dass sich das bis zum Schluss nicht ändern wird. Natürlich ist es schön für Charles, diese Riesenmöglichkeit zu bekommen, gleichzeitig ist es aber auch traurig zu wissen, dass Kimi geht. Denn auch wenn wir uns unterscheiden, kommen wir sehr gut miteinander aus.»

Deshalb erwartet Vettel auch nicht, dass der Iceman in den verbleibenden WM-Läufen anders als gewohnt ans Werk gehen wird. «Ich denke, man sollte nicht so viel Psychologie reininterpretieren. Wir wissen beide, was unser Job ist, wir fahren fürs Team und für uns selbst. Ich denke auch nicht, dass das etwas mit unserem persönlichen Verhältnis zu tun hat. Das haben wir ja schon in der Vergangenheit gesehen. Wir haben persönlich nie Probleme gehabt, egal, was auf uns zugekommen ist. Wir haben die schwierigen Situationen geklärt und es floss kein böses Blut dabei. Das zeigt, dass wir generell sehr gut miteinander auskommen und auch, dass wir beide erwachsen genug sind, um solche Angelegenheiten zu klären.»

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