Formel 1

Max Verstappen (Red Bull Racing): So schlug er Vettel

Von - 16.09.2018 17:10

​Red Bull Racing-Pilot Max Verstappen findet: «Wir haben das Beste aus diesem Rennen gemacht, mehr als Platz 2 ging nicht.» Grundstein für das tolle Ergebnis war ein wenig Glück nach dem Boxenstopp.

Wie vor einem Jahr ging Max Verstappen vom zweiten Startplatz in den Singapur-GP, dieses Mal aber konnte der 20jährige Niederländer daraus einen Podestplatz machen (2017 wurde er ins Scharmützel zwischen den Ferrari-Piloten verwickelt). «Unsere Strategie war sehr gut», findet Max. «Was beim Boxenstopp passierte, war ganz wichtig für den Ausgang dieses Rennens. Ich wusste, dass für uns der zweite Platz drin liegen muss, wenn alles gut läuft.»

Verstappen ist Racer durch und durch, normalerweise hätten wir erwartet, dass er sich ein wenig ärgert, nicht mehr Druck auf Leader Hamilton ausüben zu können. Aber wie im Training wurde Max auch im Rennen von seinem Motor geärgert. Wir haben den Boxenfunk des vierfachen GP-Siegers verfolgt. Verstappen schimpfte am Funk darüber, wie der Motor spukte, wie sich während der Safety-Car-Phase von selber der Leerlauf einschaltete (die Formel-1-Piloten nennen das «force neutrals»), wie der Motor ruckelte beim Beschleunigen und auch beim Herunterschalten, wie die Energierückgewinnung teilweise machte, was sie wollte. Unter solchen Umständen sich überhaupt in der Nähe von Hamilton zu halten – Hut ab!

Max: «Beim Reifenwechsel hatten wir ein wenig Glück. Ich kam beim Stopp nicht optimal von meinem Standplatz weg, weil der Motor nicht richtig zog, aber als es zurück auf die Bahn ging, lag ich Seite an Seite mit Sebastian. Es war knapp, aber Gott sei Dank hat es gereicht.» Verstappen fuhr gegen den Ferrari mächtig Ellbogen aus, Vettel konnte in seiner WM-Situation nicht alles riskieren und musste auf der ungünstigeren Aussenposition fahren, dort liess ihn Max eiskalt verhungern.

Verstappen: «Wir hatten eine gute Strategie. Wenn ich sage, Platz 2 ist das Maximum gewesen, dann meine ich – es gab nur eine, klitzekleine Chance, sich auf Lewis zu werfen, das war, als er von den Hinterbänklern aufgehalten wurde. Aber ehrlich gesagt: Ich habe nur einmal an seinem Getriebe geschnuppert, das hätte nicht für einen richtigen Angriff gereicht.»

Der Plan von Max bestand eigentlich darin, nach dem Start Platz 2 zu verteidigen und sich – dank des reifenschonenderen RBR-Chassis – am Ende über Hamilton herzumachen. «Aber dann hat mich Vettel überholt, weil er einfach auf der Geraden mehr Dampf hatte. Ich schätze, das war ausgleichende Gerechtigkeit. Er konnte mich in dieser Situation schnappen, später konnte ich ihm das zurückzahlen am Ausgang der Boxenausfahrt. Nein, ich würde sagen, dass wir in Sachen Strategie alles richtiggemacht haben.»

«Dieses Ergebnis gibt uns Mut für die letzten sechs Rennen der Saison. Obschon wir grosse Probleme hatten, konnten wir Rang 2 an Land ziehen. Von den kommenden Pisten sollten wir in Mexiko recht gut aussehen. Am meisten Bammel hatten wir eigentlich vor Monza, aber dort lief es gar nicht übel. Immerhin konnte ich dort als Dritter die Ziellinie kreuzen, auch wenn ich diesen Platz wegen meiner Zeitstrafe preisgeben musste.»

«Der Rennverlauf hat einmal mehr bewiesen: Es gibt fast keine Möglichkeit hier, an einem Gegner vorbeizugehen. Schon einige Wagenlängen zurück merkst du, wie die Balance beeinträchtig wird von der verwirbelten Luft des Vordermannes. Also liegen alle hintereinander, wie Perlen auf einer Schnur. Du musst die ganze Zeit über auf deine Reifen aufpassen. Wir haben das Beste aus diesem Grand Prix geschöpft, also bin ich zufrieden.»

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