Formel 1

Pierre Gasly: Später Stopp kostete viele Positionen

Von - 07.10.2018 18:10

Obwohl Pierre Gasly und Brendon Hartley zur Top-10 der Japan-Startaufstellung gehörten, beendeten die beiden Toro Rosso-Piloten den 17. WM-Lauf ausserhalb der Punkteränge. Der Franzose wurde Opfer der falschen Strategie.

Beim Honda-Heimspiel musste das Toro Rosso-Team eine bittere Pille schlucken. Obwohl Brendon Hartley und Pierre Gasly von den Startpositionen 6 und 7 ins 17. Kräftemessen der Saisons steigen durften, mussten sie sich schliesslich mit den Rängen 11 (Gasly) und 13 (Hartley) begnügen. Im Falle des Franzosen war es die Strategie, die eine Punktefahrt unmöglich machte, wie er nach dem Zieleinlauf verriet.

«Ich erwischte einen guten Start und konnte Brendon überholen, und der erste Stint lief auch grossartig. Das Auto hat sich gut angefühlt, als ich hinter Romain Grosjean unterwegs war und ich konnte ihm ziemlich nahe folgen. Aber ich weiss nicht, warum wir so lange mit dem ersten Stopp gewartet haben. Vier oder fünf Gegner sind dadurch an mir vorbeigekommen», schilderte der 22-Jährige.

«Danach haben wir die weichen Reifen aufgezogen und in den ersten Runden nach dem Stopp hatte ich viel Freude an den Zweikämpfen. Doch dann kämpfte ich mit der Blasenbildung auf den Hinterreifen, und ich musste mich letztlich regelrecht durch die letzten 20 Runden kämpfen. Wir müssen nun genau analysieren, was falsch gelaufen ist, denn ich hätte heute sicher besser abschneiden können», seufzte Gasly.

Teamkollege Brendon Hartley fasste seinerseits zusammen: «Es war für uns alle ein enttäuschender Tag. Wir hatten beide Autos in den Top-10 der Startaufstellung und beendeten das Rennen ausserhalb der Punkte. Ich hatte beim Start eine wirklich schlechte Traktion und deshalb durchdrehende Räder. Dabei habe ich die Gummis massiv überhitzt. Deshalb verlor ich schon vor der zweiten Kurve viele Positionen.»

Der Neuseeländer, der bereits auf den ersten Metern von der sechsten auf die zehnte Position zurückgefallen war, verlor in der Folge noch mehr Plätze und klagte: «Das hat meinen gesamten ersten Stint negativ beeinflusst. Ich schaffte es wieder, ins richtige Temperaturfenster zu kommen und ich hätte noch etwas länger warten können, bis ich an die Box hätte abbiegen müssen. Doch als ich meinen Stopp einlegte, kam ich hinter den beiden Williams-Rennern wieder auf die Strecke. Ich brauchte einige Runden, bis ich an Lance Stroll vorbeikam und schafft es mit einem schönen Manöver auch an Sergey Sirotkin vorbei. Doch danach steckte ich hinter Marcus Ericsson fest. Ich hatte zwar ein besseres Tempo, doch die Traktionsprobleme, die ich hatte, verhinderten, dass ich überholen konnte.»

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