Formel 1

Toto Wolff über Ocon: Düstere Aussichten für 2019

Von - 27.10.2018 12:26

Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff bezeichnet die Aussicht von Esteban Ocon auf ein Cockpit für die Saison 2019 als «ziemlich düster». Der Franzose wird wohl eine Zwangspause einlegen müssen.

In der Geschichte der Formel 1 gibt es so manchen GP-Star, der nach seinem Aufstieg in die Königsklasse eine Zwangspause auf der Reservebank einlegen musste. Romain Grosjean und Nico Hülkenberg können etwa ein Liedchen davon singen, wie es ist, den früheren Gegnern Rennwochenende für Rennwochenende bei der Arbeit zuschauen zu müssen.

Das gleiche Schicksal droht nun auch dem schnellen Mercedes-Junior Esteban Ocon, der sein Force India-Cockpit trotz tadelloser Leistung wohl an Milliardärssohn Lance Stroll verlieren wird, weil dessen Vater das Team aus Silverstone gemeinsam mit einer Investorengruppe übernommen hat. Hinzu kommt, dass Ocon sich beinahe mit Renault über eine Verpflichtung geeinigt hätte – und deshalb auch ein Angebot des McLaren-Rennstalls ausschlug.

Doch die Franzosen griffen zu, als sich die Gelegenheit bot, Red Bull Racing-Star Daniel Ricciardo abzuwerben – womit Ocon auf der Strecke blieb. Seine Chancen, jetzt noch ein Cockpit für das nächste Jahr zu finden, werden immer geringer. Sogar Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff, der sich um die Fortsetzung der Karriere seines Schützlings bemüht, musste im Fahrerlager von Mexiko im Sky Sports F1-Interview einräumen: «Ich denke, seine Aussichten sind ziemlich düster, das hat sich in den vergangenen beiden Monaten leider nicht geändert.»

Was sich geändert hat: Mit George Russell steigt ein weiterer Mercedes-Junior 2019 in die Formel 1 auf. Dass dem Briten verschafft wurde, was Ocon verwehrt bleibt, brachte Wolff einige Kritik ein. Doch der Wiener winkt ab: «George hat sich länger an das Williams-Team gebunden, er will helfen, die Truppe wieder nach vorne zu bringen. Er hat einen mehrjährigen Vertrag unterschrieben und weiss, was das heisst. Bei Esteban ist das eine ganz andere Geschichte. Für ihn ist es wahrscheinlich besser, ein Jahr auszusetzen und in einem starken Auto zurückzukommen.»

Ocon muss sich also mit dem Versprechen trösten, im übernächsten Jahr in einem guten Auto zu sitzen. «Wir denken bereits an 2020», bestätigt Wolff. «Er wird bei der Entwicklung des Silberpfeils voll eingebunden und dann schauen wir, wohin das führen wird. Wir müssen da den richtigen Kompromiss finden. Denn einerseits willst du seine Sinne scharf halten und ihn Rennen fahren lassen, andererseits kann er auch eine sehr wichtige Unterstützung bei Mercedes leisten.»

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