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Ferrari-CEO Louis Camilleri: «Wir können 2019 siegen»

​Bei einer Telefonkonferenz mit Finanzanalysten zum dritten Quartal 2018 sagt Ferrari-Geschäftsleiter Louis Camilleri: «Die Saison 2018 ist für Ferrari unglücklich verlaufen, 2019 können wir siegen.»

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Ferrari-CEO Louis Camilleri bestätigt im Rahmen einer Telefonkonferenz mit Finanzanalysten: Dem berühmtesten Sportwagenhersteller der Welt geht es gut. Der 1955 in Alexandria (Ägypten) geborene Camilleri freut sich über einen im dritten Quartal 2018 leicht gestiegenen Umsatz von 838 Millionen Euro; das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ist um fünf Prozent auf 278 Millionen Euro gestiegen. In den ersten drei Quartalen 2018 hat Ferrari 6853 Autos verkauft (+7 Prozent). Zum Ende des Jahres 2018 strebt Ferrari einen Umsatz von 3,4 Milliarden Euro an und den Verkauf von rund 9000 Fahrzeugen.

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Im Rahmen der Telefonkonferenz hat Camilleri auch über den Stand der Dinge in der Formel 1 gesprochen. Der Ferrari-CEO sagt: "Die Saison 2018 ist für Ferrari unglücklich verlaufen. Noch stehen zwei Rennen aus, und wir werden bis zum Schluss alles geben, aber es steht fest – das war unser bestes Jahr seit 2008."

"Wir haben noch immer die Möglichkeit, den Konstrukteurs-Pokal zu gewinnen, und wir werden unsere Haut so teuer als möglich verkaufen. 2019 wird eine noch bessere Saison, wir können siegen."

Zu den Verhandlungen mit der Formel-1-Führung über ein neues Rahmenabkommen ab 2021 meint Camilleri: "Was die Technik betrifft, sind wir einer Einigung nahe; was die Politik angeht etwas weniger. Bei der Einführung eines Kostendeckels gilt – Ausgaben senken, das wollen alle, aber der Teufel liegt wie üblich im Detail."

Louis Camilleri kam im Juli überraschend zum Posten des Ferrari-CEO. Nachdem John Elkann damals seinen langjährigen Wegbegleiter Sergio Marchionne im Zürcher Uni-Spital besucht hatte, wusste der Verwaltungsrats-Chef des Fiat/Chrysler-Konzerns – er musste schnell handeln. Marchionnes Zustand war in die Hoffnungslosigkeit abgerutscht. Am 25. Juli 2018 blieb das Herz des Fiat-Sanierers stehen. Zu diesem Zeitpunkt hatte Elkann den Konzern neu aufgestellt, er hatte jene Änderungen vorgezogen, die eigentlich für 2019 vorgesehen waren.

Camilleri war früher Chef des Tabakmultis Philip Morris International. Er hatte an der Universität von Lausanne (Schweiz) Wirtschaft studiert, verdiente sich seine Sporen als Wirtschafts-Analyst, 1978 wechselte er zu Philip Morris Europa. Er hielt verschiedene Posten in Europa und im Mittleren Osten, ab Dezember 1995 vertiefte er seine Erfahrungen als Präsident und CEO von Kraft-Lebensmittel. Ein Jahr später kehrte er zu Philip Morris zurück, im Range eines Vizepräsidenten und Finanzchefs. 2002 wurde er zum Philip-Morris-CEO befördert, wo er über sieben der zwanzig meistverkauften Zigarettenmarken der Welt wachte. Durch die langjährige Verbindung zwischen Philip Morris und Ferrari (über die Marke Marlboro) brachte er sich als Ferrari-Chef ins Gespräch.

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