Formel 1

Max Verstappen in Brasilien: Schneller als erwartet

Von - 10.11.2018 15:00

​Mexiko-GP-Sieger Max Verstappen fuhr im ersten Brasilien-Training Bestzeit. Auch die Dauerläufe machen Mut zur Hoffnungen. Red Bull Racing ist schneller als erwartet, und Max verrät einen der Gründe dafür.

Max Verstappen ist mit dem Schwung seines zweiten Grand-Prix-Siegs in Mexiko nach Brasilien geflogen. Dort hat er nahtlos an seine Leistung von Mittelamerika angeschlossen – Bestzeit im ersten Training zum Grossen Preis von Brasilien. Im zweiten Training verlor der Niederländer etwas mehr als vierzig Minuten wegen eines Öllecks. Das kann den fünffachen GP-Sieger nicht grämen, denn die Dauerläufe vom Morgen verliefen überaus verheissungsvoll. Auch wenn Vergleiche schwierig sind, da die Top-Teams die superweichen Pirelli nicht zur gleichen Zeit an ihren Autos hatten und nur die Techniker die exakte Spritlast kennen. Einmal mehr hat sich jedoch gezeigt: Das Chassis des Red Bull Racing-Renners geht mit den Walzen behutsamer um als die Boliden von Ferrari und Mercedes.

Der grosse Nachteil von RBR: die Motorleistung. Auf den Geraden handeln sich Verstappen und Daniel Ricciardo auf die Stars von Ferrari und Mercedes eine satte halbe Sekunde ein. Wenn Ferrari und Mercedes in der Quali Leistung hochfahren, ist Red Bull Racing chancenlos. Im Rennen aber ist das eine ganz andere Sache. Da sieht es für die vierfachen Weltmeister aus Milton Keynes sehr gut aus, und Max Verstappen verrät einen der Gründe dafür.

«Bevor wir zu einem Rennen reisen, verbringen wir mindestens einen kompletten Tag im Simulator, um eine Fahrzeugabstimmung zu erarbeiten. Wir haben einen hervorragenden Rennsimulator», so Verstappen bei unseren Kollegen von Ziggo Sport. «Ich glaube nicht, dass es viele Rennställe gibt, die ihren Wagen so präzise trimmen können. Besonders in der zweiten Saisonhälfte hat sich die Simulation als äusserst genau erwiesen. Und wenn das passt, dann reist du mit einem Vorteil zum Rennen.»

«Wenn wir dann auf die richtige Piste ausrücken, dann fühlt sich das gar nicht wie erste Runden an. Auch ich selber habe in den letzten Jahren sehr viel dazugelernt. Auf einer komplett neuen Piste dauert es maximal fünf Runden, bis ich auf Speed bin. Interlagos habe ich so ausgiebig geübt, dass es eigentlich nur noch ums Feingefühl geht – in Sachen Abtrieb, Bremspunkt, Rollenlassen des Autos in die Kurven hinein.»

Max bleibt freilich auf dem Teppich: «Wir werden beim Kampf um die Pole-Position wohl kein Wörtchen mitreden können. Realistisch werden wir in der dritten Reihe stehen.»

Dies aber wohl nur mit einem Auto: Daniel Ricciardo muss wegen des Einbaus eines neuen Turboladers um fünf Ränge zurück.

Adresse dieses Artikels:

© SPEEDWEEK.COM
SPEEDWEEK auf Google+
Druckansicht
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

video

Formel 1

F1 2019 Shanghai - Mercedes Strategie-Analyse mit Andrew Shovlin

Speedweek auf Twitter Speedweek auf Facebook Der Speedweek RSS Feed

Thema der Woche

Von Günther Wiesinger

Valentino Rossi: Die Motorsport-Welt verneigt sich

Valentino Rossi (40) hat zwar den Sieg beim Argentinien-GP um 9,8 Sekunden verspielt. Aber sein GP-Debüt liegt 23 Jahre zurück. Der Motorrad-Gott hat seither 233 GP-Podestplätze und die Herzen unzähliger Fans erobert.

» weiterlesen

 

tv programm

Motorradsport: FIM-Langstrecken-WM

So. 21.04., 07:00, Eurosport 2


Isle of Man Tourist Trophy 2018

So. 21.04., 07:55, Motorvision TV


car port

So. 21.04., 08:15, Hamburg 1


Spotted

So. 21.04., 08:40, Motorvision TV


24h Series - 12 Stunden TCE Serie von Silverstone, Grossbritanien

So. 21.04., 09:30, Motorvision TV


Deutsche Kart Meisterschaft - Ampfing

So. 21.04., 10:25, Motorvision TV


ADAC MX Masters - Bielstein, Deutschland

So. 21.04., 10:25, Motorvision TV


car port

So. 21.04., 12:15, Hamburg 1


ADAC MX Masters - Fürstlich Drehna, Deutschland

So. 21.04., 13:20, Motorvision TV


Monster Jam Championship Series

So. 21.04., 13:45, Motorvision TV


Zum TV Programm
10