Formel 1

Nico Rosberg über Fernando Alonso: «Eine Schande»

Von - 25.11.2018 22:30

​Der Deutsche Nico Rosberg bedauert, dass Fernando Alonso in Abu Dhabi seinen wohl letzten Grand Prix bestritten hat: «Ich finde es eine Schande, dass der Formel-1-Sport einen solchen Piloten verliert.»

Nico Rosberg ist als Formel-1-Experte für die Kollegen von RTL und Sky Sports nach Arabien geflogen. Vor fast auf den Tag genau zwei Jahren war Abu Dhabi der letzte Grand Prix des 33jährigen Deutschen, jetzt ist das WM-Finale zum Abschied von Fernando Alonso geworden. Der Unterschied: Rosberg gab seinen Rücktritt erst Tage nach dem Saisonschluss bekannt, von Alonso wissen wir seit längerem, dass er 2019 nicht Formel 1 fahren wird.

Der 23fache GP-Sieger Rosberg sagt über den 32fachen GP-Sieger Fernando Alonso: «Es ist eine Schande, dass der Formel-1-Sport einen solchen Piloten verliert. Es ist deshalb für mich so jammerschade, weil er in den vergangenen Jahren nicht um Siege kämpfen konnte. Stattdessen war er im hinteren Teil des Startfelds zu treffen. Dabei ist er immer einer der besten Piloten gewesen», so Rosberg in der spanischen Marca. «Wir alle hätten es doch viel lieber gesehen, wenn er mit Verstappen und Hamilton hätte raufen können, das wäre phantastisch gewesen. Der Fakt, dass er kein gutes Auto hatte, tut mir am meisten leid. Ich hatte da erheblich mehr Glück und bis zuletzt ein siegfähiges Auto.»

«Wir haben uns auf der Rennstrecke viel zu selten Rad an Rad getroffen. Als er seine besten Jahre hatte, da kam ich mit Williams in die Formel 1 und war nicht vorne. Danach war es umgekehrt: Als ich bei Mercedes ein WM-fähiges Auto erhielt, waren seine Autos nicht mehr so gut.»

«Es war immer ein Genuss, ihm bei der Arbeit zuzusehen. Ein wahrer Gladiator der Rennstrecken. Er hat stets mitreissende Rennen gezeigt. Wenn ich ihn auf ein Wort eindampfen müsste, dann auf dieses: Kämpfer. Bei Alonso hast du ständig gewusst, dass er in jeder Runde einfach alles gibt.»

Nico hat Fernando kurz getroffen, die beiden wechselten ein paar Worte, aber Rosberg meint: «Ab Montag beginnt für ihn ein anderes Dasein. Dein halbes Leben bist du Formel-1-Fahrer, und dann von einer Minute auf die andere musst du ein Leben lernen ohne Formel 1. Das ist nicht so einfach.»

«Es gibt für einen Abschied keinen richtigen oder falschen Moment, jeder muss das auf seine eigene Weise angehen und so entscheiden, dass es für ihn stimmt.»

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