Es ist eigentlich nicht die Vorgehensweise von Red Bull, einen Rennfahrer mit 24 Jahren ins Nachwuchskader zu holen. Aber genau das macht Red-Bull-Rennchef Dr. Helmut Marko mit Lucas Auer.
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Was vor einer Woche als Gerücht herumgeisterte, das ist nun bestätigt: Der Tiroler Lucas Auer reist nach Japan aus, für eine Saison in der Top-Liga des japanischen Einsitzersports, in der Super Formula. Die grössere Überraschung dabei: Der 24-Jährige wird Red-Bull-Junior, eher im schon fortgeschrittenen Alter, wenn wir die übliche Vorgehensweise von Red Bull betrachten.
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Viele Fans fragen sich: Wie kommt das, wo Auer bisher für Red Bull nicht interessant genug zu sein schien? Und nein, sein Onkel Gerhard Berger konnte keinen Weihnachts-Wunsch an Konzernchef Dietrich Mateschitz schicken. Auer als Red-Bull-Junior, das war alleine die Entscheidung des Grazer Motorsport- und Nachwuchs-Chefs Dr. Helmut Marko. Der Le-Mans-Sieger von 1971 erklärt: "Einerseits war die Lage von Auer nach dem DTM-Ausstieg von Mercedes nicht gut, es fehlte eine starke Perspektive für 2019. Wir wollen jedoch Auers Karriere in Schwung halten. Andererseits wirkt sich unsere neue Partnerschaft mit Honda aus." Das heisst: Red Bull kann drei Honda-Autos in der Super Formula mit seinen Schützlingen besetzen, das sind neben Auer noch der Formel-3-EM-Gesamtzweite und Macao-Sieger Dan Ticktum (der Londoner war schon bisher Red-Bull-Junior) und Adrian Neweys Sohn Harrison. Marko präzisiert aber: "Wir unterstützen den jungen Newey, aber er ist nicht RB-Juniorteam-Mitglied." Zu Auers Rückkehr nach vier Jahren im Tourenwagen in einen Monoposto erklärt der Grazer: "Mit der Super Formula allein kann Auer nicht die Punkte für die Formel-1-Lizenz schaffen, da braucht er mehr." Und so wird der Tiroler vermutlich schon im Winter zusätzlich eine Serie in Asien oder im pazifischen Raum absolvieren. In dieser Woche absolviert er Testfahrten im Super-Formula-Renner in Japan.
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