Formel 1

GP-Sieger: So glänzen Schumacher, Hamilton, Vettel

Von - 06.12.2018 15:25

​​Hätten Sie’s gewusst? Fahrer aus 22 Nationen haben in der Formel 1 siegen können. Unerreichbar – Grossbritannien, mit 19 Siegern und 277 GP-Triumphen. Deutschland ist in der Nationenwertung Zweiter.

Max Verstappen gelang im Mai 2016 etwas Einmaliges: Der Red Bull Racing-Fahrer machte sich nicht nur zum jüngsten Sieger der Formel 1 (mit 18 Jahren und 228 Tagen) – er war auch der erste Rennfahrer aus den Niederlanden, der einen Grand Prix gewinnen konnte. Den ersten Grand-Prix-Triumph für sein Land einzufahren, das war vor ihm letztmals Pastor Maldonado aus Venezuela 2012 gelungen, kurioserweise ebenfalls in Barcelona.

Grossbritannien wird als Wiege der Formel 1 bezeichnet, und das macht sich in der Siegerbilanz der Nationen stark bemerkbar: Dank des starken Lewis Hamilton (51 Siege in den vergangenen fünf Jahren oder 100 Rennen!) hat Grossbritannien die Führung bei den Siegen ausgebaut, auf 277.

Rang 2 in der Nationenwertung: Deutschland mit 178 Siegen. Michael Schumacher hat davon 91 errungen. Kurios: Wäre Schumi eine Nation, so würde er in der Landeswertung Rang 4 einnehmen!

Kimi Räikkönen hat sich mit seinem 21. GP-Sieg zum erfolgreichsten Formel-1-Finnen gemacht. Daniel Ricciardo hat mit seinen Siegen in China und Monaco Australien in der Nationenwertung vor Österreich geschoben.

Die Aussichten auf neue Sieger 2018 gut: Charles Leclerc sitzt neben Vettel im Ferrari, der junge Franzose Pierre Gasly ist von Toro Rosso zu Red Bull Racing gerückt.

GP-Sieger – die Nationenwertung

1. Grossbritannien, 277 Siege mit 19 Fahrern
(Lewis Hamilton 73, Nigel Mansell 31, Jackie Stewart 27, Jim Clark 25, Damon Hill 22, Stirling Moss 16, Jenson Button 15, Graham Hill 14, David Coulthard 13, James Hunt 10, Tony Brooks und John Surtees, je 6, John Watson 5, Eddie Irvine 4, Mike Hawthorn, Peter Collins und Johnny Herbert, je 3, Innes Ireland und Peter Gethin, beide 1)

2. Deutschland, 178/7
(Michael Schumacher 91, Sebastian Vettel 52, Nico Rosberg 23, Ralf Schumacher 6, Heinz-Harald Frentzen 3, Wolfgang von Trips 2, Jochen Mass 1)

3. Brasilien, 101/6
(Ayrton Senna 41, Nelson Piquet 23, Emerson Fittipaldi 14, Rubens Barrichello und Felipe Massa, je 11, Carlos Pace 1)

4. Frankreich, 79/12
(Alain Prost 51, René Arnoux 7, Jacques Laffite 6, Didier Pironi 3, Maurice Trintignant, Patrick Depailler, Jean-Pierre Jabouille und Patrick Tambay, alle 2, François Cevert, Jean-Pierre Beltoise, Jean Alesi und Olivier Panis, alle 1)

5. Finnland, 50/5
(Kimi Räikkönen 21, Mika Häkkinen 20, Keke Rosberg 5, Valtteri Bottas 3, Heikki Kovalainen 1)

6. Italien, 43/15
(Alberto Ascari 13, Riccardo Patrese 6, Giuseppe Farina und Michele Alboreto, beide 5, Giancarlo Fisichella 3, Elio de Angelis 2, Luigi Fagioli, Piero Taruffi, Luigi Musso, Giancarlo Baghetti, Lorenzo Bandini, Ludovico Scarfiotti, Vittorio Brambilla, Alessandro Nannini und Jarno Trulli, alle 1)

7. Australien, 42/4
(Jack Brabham 14, Alan Jones 12, Mark Webber 9, Daniel Ricciardo 7)

8. Österreich, 41/3
(Niki Lauda 25, Gerhard Berger 10, Jochen Rindt 6)

9. Argentinien, 38/3
(Juan Manuel Fangio 25, Carlos Reutemann 12, José Froilán González 2)

10. USA, 33/15 *
(Mario Andretti 12, Dan Gurney 4, Phil Hill 3, Bill Vukovich und Peter Revson, je 2, Johnnie Parsons, Lee Wallard, Troy Ruttman, Bob Sweikert, Pat Flaherty, Sam Hanks, Jimmy Bryan, Jim Rathmann, Richie Ginther, alle 1)
* In den 50er Jahren gehörte das Indy 500 auch zur Formel-1-WM

11. Spanien, 32/1
(Fernando Alonso 32)

12. Kanada, 17/2
(Jacques Villeneuve 11, Gilles Villeneuve 6)

13. Neuseeland, 12/2
(Denny Hulme 8, Bruce McLaren 4)

13. Schweden, 12/3
(Ronnie Peterson 10, Jo Bonnier und Gunnar Nilsson, je 1)

15. Belgien, 11/2
(Jacky Ickx 8, Thierry Boutsen 3)

16. Südafrika, 10/1
(Jody Scheckter 10)

17. Schweiz, 7/2
(Clay Regazzoni 5, Jo Siffert 2)

17. Kolumbien, 7/1
(Juan Pablo Montoya 7)

19. Niederlande, 5/1
(Max Verstappen 5)

20. Mexiko, 2/1
(Pedro Rodríguez 2)

21. Polen, 1/1
(Robert Kubica 1)

21. Venezuela, 1/1
(Pastor Maldonado 1)

Richtig bitter wird es für die Fans vieler Länder, wenn wir uns anschauen, wann letztmals ein GP-Pilot aus der betreffenden Nation jubeln durfte.

Argentinien ist 37 Jahre lang ohne Sieg, Belgien 28. Die «Grande Nation» Frankreich hat seit Olivier Panis 1996 keinen Grand Prix mehr gewonnen, Italien ist zwölf Jahre lang sieglos.

Mexikanische Fans warten seit mehr als 48 Jahren auf einen neuen Triumph, die Neuseeländer seit 1974. Schweden konnte seit 1978 nicht mehr über einen GP-Sieger jubeln, die Schweiz nicht mehr seit 1979. Da haben es die Österreicher besser, aber auch hier geht der letzte Sieg schon auf 1997 zurück.

Für GP-Freunde aus den USA (Mario Andretti 1978) und aus Südafrika (Jody Scheckter 1979) dauert die Durststrecke ebenfalls ziemlich lang.

Hier die Liste im Detail (Nation, letzter GP-Sieg, Fahrer)

Argentinien: Belgien 1981 (Carlos Reutemann)
Australien: Monaco 2018 (Daniel Ricciardo)
Belgien: Ungarn 1990 (Thierry Boutsen)
Brasilien: Italien 2009 (Rubens Barrichello)
Deutschland: Belgien 2018 (Sebastian Vettel)
Finnland: USA 2018 (Kimi Räikkönen)
Frankreich: Monaco 1996 (Olivier Panis)
Grossbritannien: Abu Dhabi 2018 (Lewis Hamilton)
Italien: Malaysia 2006 (Giancarlo Fisichella)
Kanada: Luxemburg 1997 (Jacques Villeneuve)
Kolumbien: Brasilien 2005 (Juan Pablo Montoya)
Mexiko: Belgien 1970 (Pedro Rodríguez)
Neuseeland: Argentinien 1974 (Denny Hulme)
Niederlande: Mexiko 2018 (Max Verstappen)
Österreich: Deutschland 1997 (Gerhard Berger)
Polen: Kanada 2008 (Robert Kubica)
Schweden: Österreich 1978 (Ronnie Peterson)
Schweiz: Grossbritannien 1979 (Clay Regazzoni)
Spanien: Spanien 2013 (Fernando Alonso)
Südafrika: Italien 1979 (Jody Scheckter)
USA: Niederlande 1978 (Mario Andretti)
Venezuela: Spanien 2012 (Pastor Maldonado)

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