Formel 1

Mark Webber: «Ich denke, wir alle sind etwas besorgt»

Von - 25.12.2018 10:43

GP-Veteran Mark Webber bleibt kritisch, wenn es um den Red Bull Racing-Abgang von Daniel Ricciardo geht. Dass sein Landsmann zum Renault-Werksteam wechselt, bereitet dem Australier weiterhin Sorgen.

Es war eine der grossen Überraschungen des Jahres: Kaum hatte sich der WM-Zirkus in die Sommerpause verabschiedet, enthüllte Daniel Ricciardo seine Zukunftspläne: Der Australier zieht nach fünf Jahren mit Red Bull Racing zum Renault-Werksteam, bei dem er an der Seite von Nico Hülkenberg um WM-Zähler fighten wird.

Nicht nur sein Teamkollege Max Verstappen äusserte sich kritisch zum Abgang des siebenfachen GP-Siegers. Auch Ricciardos Landsmann Mark Webber stellte gleich klar, dass ihm die Wahl der Frohnatur aus Perth Sorgen bereitet. Daran hat auch der vierte WM-Rang, den Renault in der diesjährigen Team-Wertung erobern konnte, nichts geändert.

Im Interview mit «Macquarie Sports Radio» erklärte der 42-jährige GP-Veteran mit Blick auf den Team-Wechsel des 29-Jährigen: «Ich denke, wir alle sind etwas besorgt, was das angeht. Ich stehe Red Bull Racing immer noch relativ nahe und weiss, dass man ihn dort gerne an Bord behalten hätte. Daniel kennt meine Position und weiss, dass es mir lieber gewesen wäre, wäre er bei Red Bull Racing geblieben.»

Obwohl Renault seit der Formel-1-Rückkehr als Werksteam sichtliche Fortschritte machen konnte, bezweifelt Webber, dass die Franzosen im nächsten Jahr den Anschluss an die Spitze finden werden – auch, weil er Honda durch die neue Partnerschaft mit Red Bull Racing viel zutraut: «Ich denke, wenn man sich die Ressourcen anschaut und angesichts der Tatsache, dass Honda nach vorne strebt, glaube ich nicht, dass sie im nächsten Jahr unglaublich stark sein werden. Aber bis 2020 könnte es durchaus wieder ein attraktiver Platz sein.»

«Für Daniel wird es sicher nicht einfach, im nächsten Jahr mit Renault jene Resultate einzufahren, die er mit Red Bull Racing hätte erzielen können», fügte Webber an, und warnte: «Renault fordert die ganze Zeit Beschränkungen beim Budget, bei der Team-Grösse – sie fordern ganz allgemein eine Beschränkung der Ausgaben, um an die Spitze vorstossen zu können. Ich denke, wenn man als Fahrer in ein Team kommt, das diese Position einnimmt, dann ist das ein Grund zur Sorge.»

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