Formel 1

Max Verstappen: «Man muss die Regeln respektieren»

Von - 13.01.2019 08:36

Weil Max Verstappen nach dem Brasilien-GP Esteban Ocon schubste, musste er einen Tag lang die Rennkommissare der Formel E begleiten. Der Niederländer hat seine Lehren aus diesem Besuch gezogen.

Nicht alle waren glücklich mit der Entscheidung der FIA, das Formel-E-Wochenende zu nutzen, um Formel-1-Star Max Verstappen eine Lektion zu erteilen. Der Red Bull Racing-Pilot hatte sich zwei Tage Strafarbeit eingehandelt, weil er nach dem letztjährigen Brasilien-GP auf Esteban Ocon losgegangen war. Dieser hatte ihn zuvor um den Rennsieg gebracht, als er beim Versuch, sich zurückzurunden, in den Dienstwagen des ehrgeizigen Niederländers rasselte.

Verstappen musste sich mit dem zweiten Platz begnügen und ging kurz darauf an der FIA-Waage auf den Franzosen los. Er schubste ihn gleich mehrmals und wurde deshalb dazu verdonnert, zwei Arbeitstage im Dienste des Automobilweltverbands zu leisten. Einen davon leistete er nun im Rahmen des Formel-E-Kräftemessens in Marrakesch ab. Dort musste Verstappen die Rennkommissare begleiten – als erzieherische Massnahme.

Das stiess zumindest Formel-E-Pilot Sam Bird sauer auf. Der Brite kritisierte im Gespräch mit «Racefans.net»: «Es ist nicht fair, einen Formel-E- Besuch als Sozialarbeit zu bezeichnen. Es sollte keine Strafe sein, hierher zu kommen.» Dennoch erklärte er auch: «Ich hoffe es hat ihm gefallen und er wird einigen seiner Kollegen Gutes darüber berichten.»

Verstappen selbst zeigte sich auf seiner persönlichen einsichtig. Der 21-Jährige erklärte: «Es ist interessant, die andere Seite zu sehen. Normalerweise kannst du keinen ganzen Tag mit den Rennkommissaren verbringen. Jeder macht während der Rennwochenenden seinen Job, und es gut, miterlebt zu haben, was es braucht, um diese wichtigen Entscheidungen zu treffen, die gefällt werden müssen. Diese sind manchmal nicht gerade nett für eine bestimmte Person, aber es muss sein und man muss die Regeln respektieren.»

«Ich denke, es ist gut, verschiedene Aspekte des Rennsports zu erleben, statt nur im Auto zu sitzen. Hier zu sein und diese Art von Arbeit zu leisten, war für mich eine konstruktive Sache», beteuerte der fünffache GP-Sieger, dem der Formel-E-Besuch gefallen hat. «Ich habe diese Serie natürlich ein wenig im Fernsehen mitverfolgt, aber ich war noch nie im Fahrerlager zu besuch. Ich habe diesen Tag wirklich genossen, speziell, weil das Rennen wirklich spannend war. Die Formel E ist klar im Kommen und viele Hersteller machen mit, deshalb denke ich, dass es eine coole Meisterschaft ist.»

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