Formel 1

Force India ist Racing Point, Alfa Romeo tilgt Sauber

Von - 06.02.2019 12:28

​Nachdem eine Namensänderung in Lola und Brabham fehlgeschlagen ist: Der als Force India bekannte Rennstall aus Silverstone wird 2019 Racing Point heissen. Dies bestätigt die FIA in ihrer Meldeliste.

Der Automobil-Weltverband FIA hat die Meldeliste für die Formel-1-WM 2019 veröffentlicht. Dabei hat sich erwiesen, was wir bereits angekündigt hatten: Nicht nur, dass der Sauber-Rennstall in der kommenden Saison als «Alfa Romeo Racing» antritt, das seit Jahren als Force India bekannte Team aus Silverstone ändert ebenfalls den Namen. Nachdem Versuche fehlgeschlagen sind, die bekannten Markennamen Lola oder Brabham zu benützen, tritt der Rennstall 2019 als «Racing Point» an, unter jener Bezeichnung also, welche schon verwendet worden war, als die Truppe im Sommer 2018 aus dem Gläubigerschutz in neue Hände gelegt werden konnte.

Teamchef Otmar Szafnuer sagte zwar im vergangenen Jahr: «Racing Point ist nur eine Art Platzhalter, noch vor der Saison 2019 werden wir einen anderen Namen verkünden.» Aber die Pläne zerschlugen sich, einen bekannten Rennwagen-Namen wie Lola oder Brabham zurückzubringen.

Der Unternehmer Vijya Mallya wählte damals den Namen Force India, um Sponsoren aus seinem Land anzuziehen. Zudem hatte er den Traum, eines Tages mit einem indischen Grand-Prix-Piloten anzutreten. Das hat sich so zerschlagen wie die Austragung eines Grossen Preises von Indien. Heute ist Mallya in zahlreiche Prozesse verwickelt, dem in England lebenden Geschäftsmann droht die Auslieferung nach Indien.

Ein Blick zurück: Team-Gründer Eddie Jordan übergab sein Team Ende 2005 in die Hände des russischen Geschäftsmannes Alexander Shnaider, der den Rennstall als Midland an den Start brachte. Ein Jahr später hiess das Team Spyker, ab 2008 Force India. Eddie Jordan: «Shnaider, Spyker-Teamchef Colin Kolles und Vijay Mallya von Force India haben unter den Umständen alle einen tollen Job gemacht. Doch ich bin besonders beeindruckt davon, was Force India in den letzten Jahren geleistet hat.»

Seit 2008 hat Force India einen tollen Lauf gezeigt: In den Markenwertungen wurden diese Schlussränge erreicht – Zehnter 2008, dann Neunter, Siebter, Sechster 2011, Siebter, wieder Sechster, nochmals Sechster 2014, dann Fünfter 2015, gar Vierter 2016 und 2017, als «best of the rest» hinter den Top-Teams.

Nun aber, so ist Eddie Jordan überzeugt, wird der kanadische Investor Lawrence Stroll das Team auf eine ganz neue Ebene heben. «Lawrence Stroll ist zu allem entschlossen, wenn es darum geht, Erfolg zu haben. Schaut euch nur an, was er aus den Mode-Labels wie Tommy Hilfiger und Michael Kors gemacht hat. Was er anrührt, wird zu Gold. Ich bin sicher, er wird für den Rennstall wahre Wunder wirken.»

Ebenfalls klar ist: Die Haas-Rennwagen werden 2019 im Schwarz und Gold von «Rich Energy» antreten. Entsprechende Bilder der Fahrer Kevin Magnussen, Romain Grosjean und Pietro Fittipaldi haben die US-Amerikaner getwittert.

Und die Meldeliste enthüllt: Das Sauber-Team erhält vom FCA-Konzern nicht nur den Namen «Alfa Romeo Racing», auch das Chassis wird künftig ein Alfa Romeo gennant.

Die Formel-1-Meldeliste 2019

Mercedes-Benz
Firmenname: Mercedes-Benz Grand Prix Limited
Teambezeichnung: Mercedes-AMG Petronas Motorsport
Chassis: Mercedes F1 W10 EQ Power+ *
Motor: Mercedes

Ferrari
Firmenname: Ferrari SpA
Teambezeichnung: Scuderia Ferrari Mission Winnow
Chassis: Ferrari SF72H *
Motor: Ferrari

Red Bull Racing
Firmenname: Red Bull Racing Limited
Teambezeichnung: Aston Martin Red Bull Racing
Chassis: Red Bull Racing RB15
Motor: Honda

Renault
Firmenname: Renault Sport Racing Limited
Teambezeichnung: Renault F1 Team
Chassis: Renault R.S.19
Motor: Renault

Haas
Firmenname: Haas Formula LLC
Teambezeichnung: Rich Energy Haas F1 Team
Chassis: Haas VF-19
Motor: Ferrari

McLaren
Firmenname: McLaren Racing Limited
Teambezeichnung: McLaren F1 Team
Chassis: McLaren MCL34
Motor: Renault

Racing Point
Firmenname: Racing Point UK Limited
Teambezeichnung: Racing Point F1 Team
Chassis: Racing Point
Motor: Mercedes

Alfa Romeo
Firmenname: Sauber Motorsport AG
Teambezeichnung: Alfa Romeo Racing
Chassis: Alfa Romeo Racing
Motor: Ferrari

Toro Rosso
Firmenname: Scuderia Toro Rosso SpA
Teambezeichnung: Red Bull Toro Rosso Honda
Chassis: Scuderia Toro Rosso STR14
Motor: Honda

Williams
Firmenname: Williams Grand Prix Engineering
Teambezeichnung: Williams Racing
Chassis: Williams FW42
Motor: Mercedes

*Chassis-Name noch unbestätigt, Bezeichnung von SPEEDWEEK.com

Formel 1 2019

Team-Präsentationen, Roll-out, Filmtage
7. Februar: Haas (online), Look
11. Februar: Toro Rosso (online)
12. Februar: Renault (Enstone)
13. Februar: Force India (Toronto), Look
13. Februar: Mercedes-Benz (Silverstone)
13. Februar: Red Bull Racing
14. Februar: Sauber (Fiorano), Roll-out
14. Februar: McLaren (Woking)
15. Februar: Ferrari (Maranello, online)
17. Februar: Ferrari (Barcelona), Filmtag
18. Februar: Sauber (Barcelona)
18. Februar: Haas (Barcelona)

Wintertestfahrten
18. bis 21. Februar: Wintertest 1, Barcelona
26. Februar bis 1. März: Wintertest 2, Barcelona

Saison 2019
17. März: Australien, Melbourne
31. März: Bahrain, Sakhir
14. April: China, Shanghai
28. April: Aserbaidschan, Baku
12. Mai: Spanien, Barcelona
26. Mai: Monaco, Monte Carlo
9. Juni: Kanada, Montreal
23. Juni: Frankreich, Le Castellet
30. Juni: Österreich, Spielberg
14. Juli: Grossbritannien, Silverstone
28. Juli: Deutschland, Hockenheim
4. August: Ungarn, Budapest
1. September: Belgien, Francorchamps
8. September: Italien, Monza
22. September: Singapur, Singapur
29. September: Russland, Sotschi
13. Oktober: Japan, Suzuka
27. Oktober: Mexiko, Mexiko-Stadt
3. November: USA, Austin
17. November: Brasilien, São Paulo
1. Dezember: Abu Dhabi, Yas Marina

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Sergio Pérez und Lance Stroll fahren für Racing Point © Twitter/RacingPointF1 Sergio Pérez und Lance Stroll fahren für Racing Point Das Haas-Trio Magnussen, Fittipaldi und Grosjean © Twitter/HaasF1 Das Haas-Trio Magnussen, Fittipaldi und Grosjean

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