Formel 1

Chase Carey: «Formel 1 braucht frischen Wind»

Von - 09.02.2019 17:29

Formel-1-CEO Chase Carey reagiert gelassen auf die jüngste Kritik einiger Grand-Prix-Organisatoren und verspricht, dass die geplanten GP-Projekte nicht auf Kosten bestehender Rennen gehen.

15 GP-Promoter äusserten unlängst ihre Sorge um die Zukunft der Königsklasse: In einem offenen Brief an die Formel-1-Verantwortlichen wurden speziell der Trend, die Rennen in immer mehr Ländern exklusiv im PayTV zu übertragen, der Mangel an Unternehmungsgeist und der fehlende Wille, die Promoter in die Gestaltung der Zukunft des Sports einzubinden sowie die Sorge, neue GP-Projekte würden zum Nachteil bestehender Veranstaltungen in den WM-Kalender aufgenommen, angesprochen.

Es dauerte aber auch nicht lange, bis sich die ersten GP-Veranstalter vom Schreiben, das für viele Schlagzeilen sorgte, distanzierten. Sowohl aus Mexiko als auch aus Russland gab es offizielle Statements, in denen noch einmal betont wurde, wie gut die Zusammenarbeit mit den Formel-1-Entscheidungsträgern laufe. Auch in Baku, wo der Vertrag für die GP-Ausrichtung bis 2023 verlängert wurde, gab es viel Lob für Chase Carey und Co.

Der F1-CEO selbst bleibt gelassen. In einem ESPN-Interview stellte er klar: «Natürlich werden wir die neuen Formel-1-Strecken nicht auf Kosten der bestehenden Rennen in den Kalender aufnehmen. Fakt ist, dass wir die Verträge mit den Rennveranstaltern seit unserer Machtübernahme erneuert haben. Das einzige Rennen, das aus dem WM-Kalender gekippt wurde, war Malaysia, und das geschah einvernehmlich.»

Der Amerikaner betonte aber auch gleich: «Wir wollen langfristige Partnerschaften abschliessen und ich bin mir sicher, dass es wichtig ist, neue Energie in das Ganze zu bringen. Wir brauchen einen frischen Wind. Vietnam ist ein neues Rennen, das grossartig wird, wenn man sich die weltweiten Reaktionen der Fans anschaut.»

«Es gibt Märkte, die wir erschliessen wollen, und solche, in denen wir unsere Präsenz verstärken wollen. In Amerika sind wir in Texas präsent, aber wir denken, dass es mehr Möglichkeiten gibt, dort zu wachsen. Wir schätzen unsere aktuellen Partner und die meisten Verträge sind auch langfristig, deshalb erwarte ich auch, dass die meisten davon weiterlaufen werden. Aber es ist auch wichtig, die Chance zu nutzen, wenn sich die Möglichkeit ergibt, ein neues, aufregendes Rennen auf die Beine zu stellen.»

Fünf der aktuellen F1-Ausrichtungsverträge laufen Ende 2019 aus: Silverstone, Monza, Barcelona, Hockenheim und Mexiko. Und Carey will mit Blick auf die komplizierten Verhandlungen auch nichts versprechen. «Es stehen einige sehr eifrige Interessenten vor unserer Tür, die scharf darauf sind, in den WM-Kalender zu kommen und die Anzahl an möglichen Veranstaltungen ist beschränkt», warnt der Business-Profi seine Verhandlungspartner.

Formel 1 2019

Team-Präsentationen, Roll-out, Filmtage
11. Februar: Toro Rosso (online)
12. Februar: Renault (Enstone)
13. Februar: Force India (Toronto), Look
13. Februar: Mercedes-Benz (Silverstone)
13. Februar: Red Bull Racing
14. Februar: Sauber (Fiorano), Roll-out
14. Februar: McLaren (Woking)
15. Februar: Ferrari (Maranello, online)
15. Februar: Haas (Barcelona), Roll-out
17. Februar: Ferrari (Barcelona), Filmtag
18. Februar: Sauber (Barcelona)

Wintertestfahrten
18. bis 21. Februar: Wintertest 1, Barcelona
26. Februar bis 1. März: Wintertest 2, Barcelona

Saison 2019
17. März: Australien, Melbourne
31. März: Bahrain, Sakhir
14. April: China, Shanghai
28. April: Aserbaidschan, Baku
12. Mai: Spanien, Barcelona
26. Mai: Monaco, Monte Carlo
9. Juni: Kanada, Montreal
23. Juni: Frankreich, Le Castellet
30. Juni: Österreich, Spielberg
14. Juli: Grossbritannien, Silverstone
28. Juli: Deutschland, Hockenheim
4. August: Ungarn, Budapest
1. September: Belgien, Francorchamps
8. September: Italien, Monza
22. September: Singapur, Singapur
29. September: Russland, Sotschi
13. Oktober: Japan, Suzuka
27. Oktober: Mexiko, Mexiko-Stadt
3. November: USA, Austin
17. November: Brasilien, São Paulo
1. Dezember: Abu Dhabi, Yas Marina

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