Formel 1

Charles Leclerc atmet auf: Ferrari-Motor gerettet

Von - 05.04.2019 10:22

Ferrari hat das Triebwerk untersucht, das Charles Leclerc im Bahrain-GP um den sicher geglaubten Sieg gebracht hat. Das Team aus Maranello darf aufatmen, denn die Antriebseinheit ist weiter einsetzbar.

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto hatte bereits kurz nach dem Bahrain-GP erklärt, er gehe davon aus, dass man die Motoren-Sorgen schnell aus der Welt könne, die seinen Schützling Charles Leclerc den GP-Sieg in Bahrain gekostet haben. «Der Motor hielt bis zum Ende des Rennens und wir werden ihn am Freitag in Shanghai nochmals einsetzen. Uns bleibt ein ganzer Trainingstag, um sein Verhalten und seine Performance zu prüfen. Und ich denke, dass wir dieses Problem gut lösen können.»

Tatsächlich brachte die Analyse in Maranello hervor, dass ein Defekt an einem Einspritzventil dafür gesorgt hatte, dass kein Kraftstoff mehr in einen der Zylinder befördert wurde – weshalb Leclercs Motor in den letzten Rennrunden in der Wüste auch nur noch auf fünf Zylindern lief. Immerhin: Der restliche Motor nahm dabei keinen Schaden, wie die Kollegen von «Sky Italia» berichten.

Das Triebwerk soll demzufolge auch wie geplant beim nächsten Kräftemessen in China zum Einsatz kommen – es ist nicht nötig, den Motor vorsichtshalber auszutauschen, wie auch die «Gazzetta dello Sport» berichtet. Das lässt das Ferrari-Team aufatmen. Schliesslich müssen die GP-Stars in diesem Jahr mit drei Antriebseinheiten auskommen. Wer dieses Kontingent überschreitet, muss schmerzliche Strafen hinnehmen.

In Shanghai tritt Ferrari wieder als Favorit an – zumindest wenn es nach Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff geht. Der Wiener warnt: «Die Motor-Regeln sind schon sehr ausgereift und die Zeitgewinne, die wir da machen, liegen im Bereich von Tausendsteln. Ferrari ist auf den Geraden fünf Zehntel schneller als wir, daran müssen wir uns gewöhnen. Ich weiss nicht, was bei Leclercs Auto genau los war, aber wenn sie diese Power halten können, dann werden sie auch in China zu den Favoriten gehören, denn dort gibt es noch mehr Geraden als in Bahrain.»

Auch Vettel ist zuversichtlich. Er weiss: «Das Potenzial ist da, wir tun uns einfach noch ein bisschen schwer damit, es rauszuholen.» Und er macht sich Mut: «Ich hoffe, dass wir in China wieder vorne dabei sind. Im vergangenen Jahr hatten wir da einen guten Speed und ich hoffe, dass wir diese Performance in dieser Saison wiederholen können.»

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