Formel 1

Kimi Räikkönen: Satte zwei Sekunden langsamer?

Von - 13.04.2019 16:32

Kimi Räikkönen gibt auf die ganzen Geschichten rund um die Formel 1 nicht viel. Der Finne schweigt sie weg. Ist er gut drauf, lächelt er sogar dabei.

Er kennt die altbekannte Formel, dass ein Fahrer mit jedem Kind langsamer werde, nur zu gut. Oft genug gehört: Eine Sekunde kostet ein Kind, heißt es. Diese Weisheit wurde in der Vergangenheit allerdings schon oft widerlegt. Wobei die Väter im Fahrerlager in der Minderheit sind: Papas sind nur Sebastian Vettel, Romain Grosjean, Kimi Räikkönen und Sergio Perez.

Kimis Leben bereichern Robin (4) und Rianna (2). Auf der Strecke stoppen sie ihn nicht. «Vielleicht fahre ich ja gleichzeitig noch schneller, weil ich das kompensieren muss», sagte er.

«Es gibt so viele Geschichten in der Formel 1, die jeder Grundlage entbehren. Ich habe nie verspürt, dass mit meinem Können etwas passiert, nur weil die Familie größer geworden ist. Aber ich weiß es nicht. Es hängt wohl vom Typen ab.»

Oder vom Auto und den Rahmenbedingungen. Denn im Qualifying zum China-GP hatte er Schwierigkeiten und war deutlich zu langsam, verpasste erstmals seit Ungarn 2016 den dritten Quali-Abschnitt und fährt nur von Startplatz 13 los.

«Wir haben Speed auf der Geraden verloren, wir waren alleine. Vielleicht war der Wind dort stärker in dem Moment als vorher. Das kann eben passieren. Ich hatte ein gutes Gefühl auf der letzten Runde. Das hat sich wieder so angefühlt, wie es sein soll sollte. Und hat einfach Speed gefehlt.»

Grosjean sieht es in der Papa-Frage übrigens ähnlich wie Räikkönen, er hat die Söhne Sascha und Simon und Tochter Camille.

Er weiß: «Dein gesamtes Leben und deine Sichtweise verändern sich. Es hilft dir vielleicht mehr, als es dich langsamer macht. Es macht keinen Unterschied, weil sie dich trotzdem lieben und du liebst sie mehr als alles andere.»

Mit drei Kindern wäre er rechnerisch drei Sekunden von der Pace weg. «Da freue ich mich, dass ich trotzdem in die Top 10 fahre.» Was er im Qualifying erneut schaffte.

Perez stellt klar: «Wenn wir fahren, dann denken wir nicht daran, dass wir eine Familie und Kinder haben. Wir wollen einfach so schnell wie möglich fahren.»

Es gibt aber einen Nachteil: «Man schläft sehr viel weniger, weil man auf die Kinder aufpassen muss. Plötzlich wird ein Formel-1-Rennwochenende zu einem Urlaub, weil man länger schlafen kann.»


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