Formel 1

Formel-1-Startfeld 2020: Wer um sein Cockpit zittert

Von - 11.07.2019 12:03

​Eine Frage ist zum Startfeld 2020 beantwortet: Fernando Alonso wird nicht zu McLaren zurückkehren, Carlos Sainz und Lando Norris bleiben. Aber bei vielen anderen Teams gibt es Fragezeichen.

Die Formel-1-Stars sind für 2020 gesetzt – Lewis Hamilton steuert einen Silberpfeil, Sebastian Vettel sitzt in einem Ferrari, Max Verstappen bleibt in Diensten von Red Bull Racing-Honda. Aber bei zahlreichen Teams steht noch nicht fest, wer in der kommenden GP-Saison fahren wird. Wir machen einen kleinen Rundgang durchs Startfeld.

Mercedes
Der Vertrag von Lewis Hamilton dauert bis Ende 2020. Soweit alles klar. Aber was wird aus Valtteri Bottas? Der 29jährige Finne hat an neun Rennwochenenden drei Pole-Positions, acht Podestplätze, zwei beste Rennrunden und zwei Siege erkämpft. Die Chemie mit Hamilton stimmt. Aber Mercedes hat das Luxusproblem, Esteban Ocon wieder in der Formel 1 unterzubringen.

Ferrari
Sebastian Vettel macht sich über die Gerüchte lustig, er werde Ende 2019 alles hinschmeissen und die Formel 1 verlassen, ungeachtet eines Abkommen, das erst Ende 2020 ausläuft. Charles Leclerc ist die Zukunft von Ferrari, der Monegasse ist längerfristig an das berühmteste aller GP-Teams gebunden.

Red Bull Racing-Honda
Max Verstappen bleibt. Für Pierre Gasly gilt: Die Messlatte heisst Verstappen, und der Franzose fährt noch nicht auf dem gleichen Niveau wie zuvor Daniel Ricciardo. Red-Bull-Rennberater Dr. Helmut Marko ist nicht für seine Geduld mit Piloten bekannt, wenn die Leistung nicht stimmt. Daniil Kvyat und Alex Albon zeigen beim Red-Bull-Nachwuchsteam Toro Rosso gute Leistungen. An Nachfolgern mangelt es also nicht.

McLaren
Der englische Rennstall hat vor dem britischen Grand Prix bestätigt: Carlos Sainz und Lando Norris rücken auch 2020 mit den Papaya-Rennern aus.

Renault
Daniel Ricciardo hatte bei Renault bis Ende 2020 unterzeichnet. Der Vertrag von Nico Hülkenberg hingegen läuft aus. Renault-Teamchef Cyril Abiteboul lobt den Emmericher, könnte aber auch Ocon ins Auto setzen – was in Frankreich höheren PR-Wert hätte.

Alfa Romeo-Sauber
Kimi Räikkönen wird auch als 40-Jähriger noch Formel 1 fahren, der Finne hatte im Sommer 2018 für zwei Jahre bei Alfa Romeo-Sauber unterzeichnet. Bei den jüngsten Rennen hat sich Antonio Giovinazzi gesteigert, das ist auch dringend notwendig, wenn der Italiener seinen Platz behalten will. Gut für Giovinazzi: Ferrari-Junior Mick Schumacher wird 2020 erneut Formel 2 fahren, der Schritt in den GP-Sport ist erst für 2021 geplant.

Haas
Der Däne Kevin Magnussen ist bis Ende 2020 bei den US-Amerikanern unter Vertrag. Ein guter Fang, denn er ist der stärkere Fahrer bei Haas. Der Platz von Romain Grosjean wackelte schon 2018, erneut fährt er Magnussen hinterher. Die Frage für Rennstallchef Gene Haas und Teamchef Günther Steiner: Ist es Zeit für einen neuen Piloten oder wiegt Stabilität mehr?

Racing Point
Sergio Pérez ist für das frühere Force-India-Team eine Punktegarantie. Obschon Lance Stroll gegen den Mexikaner selten Land sieht, scheint sein Platz betoniert zu sein – Papa Lawrence Stroll ist Mitbesitzer.

Toro Rosso
Daniil Kvyat und Alexander Albon zeigen beide gute Leistungen. Das heisst aber nicht, dass wir die beiden auch 2020 in den Autos aus Faenza wiedersehen. Honda hat Interesse daran, seinen Junior-Fahrer Nobuharu Matsushita in die Formel 1 zu bringen, Kvyat oder Albon könnten 2020 zu Red Bull Racing rücken.

Williams
So lange Mercedes kein Silberpfeil-Cockpit für George Russell frei hat, wird der junge Engländer bei Williams untergebracht. Der Platz von Robert Kubica ist aus zwei Gründen in Gefahr: Der GP-Sieger fährt nicht auf Augenhöhe mit Russell, und Formel-2-Pilot Nicholas Latifi drängelt in die Formel 1.


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