Formel 1

Red Bull Racing handelt: Alex Albon für Pierre Gasly!

Von - 12.08.2019 12:26

​Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner und Red-Bull-Rennberater Dr. Helmut Marko reagieren auf die mässigen Leistungen von Pierre Gasly: Ab Belgien sitzt Alex Albon im Auto neben Max Verstappen!

Red Bull Racing hat jetzt lange genug zugeschaut: Nach erneut enttäuschenden Leistungen von Pierre Gasly in Deutschland und Ungarn muss der Franzose seine Cockpit bei den vierfachen Weltmeistern räumen – von Ende August in Belgien an bis zum Schluss der Saison rückt der 23jährige Thai-Brite Alexander Albon von Toro Rosso an die Seite von Max Verstappen zu Red Bull Racing!

Im Gegenzug wird der gleichaltrige Gasly bei der Scuderia Toro Rosso untergebracht, wo er die Saison 2019 zu Ende fahren wird.

Red Bull Racing teilt mit: «Red Bull ist in der einmaligen Position, vier talentierte Formel-1-Fahrer unter Vertrag zu haben, welche bei Red Bull Racing und Toro Rosso platziert werden können. Wir werden die kommenden neun Rennen dafür nutzen, die Leistungen von Alex Albon zu püfen – in Hinblick auf einen Platz bei RBR in der Saison 2020.»

Personalwechsel im Laufe der Saison sind nichts Neues bei Red Bull: Vor dem Grossen Preis von Spanien 2016 wurde Max Verstappen von Toro Rosso zum grösseren Red-Bull-Team geholt, der Niederländer bedankte sich mit einem sensationellen Sieg.

Gleichzeitig wurde Daniil Kvyat von Red Bull Racing zu Toro Rosso versetzt. Das Selbstvertrauen des Russen war angekratzt, von diesem Schlag erholte er sich nicht mehr. Er schied aus dem Red-Bull-Programm aus, wurde aber zur Saison 2019 hin zu Toro Rosso zurückgeholt – nach einem Jahr als Reservist bei Ferrari und als reiferer Fahrer.

Pierre Gasly wurde in Malaysia 2017 für Gasly ans Lenkrad gelassen und übernahm den Wagen von Kvyat. Auch der Neuseeländer Brendon Hartley wurde ausprobiert. Dies führt dazu, dass Toro Rosso in der Saison 2018 mit Gasly und Hartley antrat.

Gasly konnte so überzeugen, dass er für 2019 zu Red Bull Racing geholt wurde, als Nachfolger von Daniel Ricciardo, der zu Renault zog. Brendon Hartley hingegen erhielt keinen neuen Vertrag mehr.

Stattdessen engagierte Red Bull für die Scuderia Toro Rosso den in London geborenen Doppelbürger Alexander Albon, der sich in der ersten Saisonhälfte 2019 hervorragen schlägt – er liegt derzeit auf dem 15. Zwischenrang, mit 16 Punkten.

Naheligende Frage: Wieso wurde für Gasly nicht Kvyat zu Red Bull Racing geholt, der in der WM vor Albon liegt (WM-Neunter mit 27 Punkten, hervorragender Dritter in Hockenheim)? Antwort: Er ist schon mal für RBR gefahren und damit eine bekannte Grösse. Albon hingegen war noch nie für ein Top-Team tätig. Daher will Red Bull herausfinden, was er mit einem konkurrenzfähigeren Auto anstellen kann.

Pierre Gasly hat innerhalb von acht Tagen zwei schlechte GP-Wochenenden gezeigt und muss von Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner viel Kritik einstecken. In Hockenheim hatte er im freien Training einen Unfall, in der Qualifikation musste er sich ein weiteres Mal Max Verstappen beugen, im Rennen kollidierte er beim Kampf um Rang 6 ausgerechnet mit dem Toro Rosso von Alex Albon, keine Punkte.

In Ungarn kam es noch schlimmer: Pierre erhielt in der Ungarn-Quali von Verstappen eine glatte Sekunde aufgebraten, und während der Niederländer nur knapp den Sieg an Lewis Hamilton verlor, kam Gasly lediglich auf Rang 6 ins Ziel, hinter dem McLaren von Carlos Sainz, vor allem jedoch eine Runde hinter Verstappen!

Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner spricht Klartext: «Es schmerzt uns, dass wir nicht zwei Autos haben, die vorne mit dabei sein – besonders im Hinblick auf die Markenwertung. Wenn wir da gegen Ferrari eine Chance haben wollen, ist es für uns elementar, dass beide Autos Spitzenränge einfahren. Das Problem von Gasly ist, dass er überhaupt nicht in der Spitzengruppe dabei ist.»

Die Bilanz zur Sommerpause: Max Verstappen ist WM-Dritter mit 181 Punkten, Gasly ist Sechster mit 63 Zählern. Max ist seit einem Jahr nie schlechter als auf Rang 5 platziert und hat 2019 fünf Podestränge eingefahren, Gasly ist nicht über Rang 4 hinausgekommen (in England). Das ist einfach zu wenig.

Christian Horner weiter: «Das war ein enttäuschendes Wochenende für Pierre. Sein Start war nicht gut, die ganze erste Runde auch nicht. Er sollte nicht gegen Fahrer von Sauber und McLaren kämpfen, sondern gegen Piloten von Ferrari und Mercedes.»

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