Formel 1

Mattia Binotto, Ferrari: So sieht er Sebastian Vettel

Von - 17.08.2019 09:37

​Sebastian Vettel sollte 2019 Lewis Hamilton am WM-Titelgewinn hindern. Aber der Deutsche liegt nur auf dem vierten Zwischenrang. Wie er von Ferrari-Teamchef Mattia Binotto eingeschätzt wird.

Rein mathematisch kann Sebastian Vettel 2019 noch Weltmeister werden. Aber nur die grössten Optimisten im Fahrerlager würde einen Cent darauf wetten, dass Ferrari aus heiterem Himmel zu einer Siegesserie ansetzt, wo die Italiener doch in dieser Saison noch immer ohne Erfolg sind. Und es erwartet auch keiner ernsthaft, dass Lewis Hamilton und Mercedes-Benz auf dem Weg zu einem weiteren Titel ins Stolpern geraten.

Die Ferrari-Zwischenbilanz ist starker Tobak für die treuen Tifosi: Mercedes hat schon 438 WM-Punkte eingefahren, Ferrari nur 288. Lewis Hamilton ist WM-Leader mit 250 Punkten, Vettel rangiert mit 156 Zählern auf Platz 4, noch hinter Valtteri Bottas (188) und Max Verstappen (181).

In Ungarn hat Vettel die Lage von Ferrari so zusammengefasst: «Die Situation ist nicht leicht, wir haben nicht jedes Rennen gewonnen. Wir hatten nicht die erste Saisonhälfte, auf die wir gehofft hatten. Trotzdem ist das ganze Team fokussiert und ruhig geblieben, das ist zu einem grossen Teil das Verdienst von Mattia Binotto. Die kommenden Monate werden zeigen, ob wir uns weiter verbessern können. Aber Mattia schlägt sich sehr gut und hält die Truppe zusammen. Gleichzeitig erinnert er uns, wo wir hinwollen.»

So weit zu Vettel über Binotto, aber wie sieht der Teamchef seinen Star-Piloten? Der in der Schweiz geborene Binotto meinte im Rahmen einer Medienrunde am Hungaroring: «Ich sehe einen Mann, dessen Ziel nicht nicht verändert hat. Er will mit Ferrari Weltmeister werden. Klar findet er aus dieser Perspektive den ersten Teil dieser WM enttäuschend. Aber das bedeutet nicht, dass er anders vorgeht.»

«Ich sehe einen Piloten, der sich selber und auch seine Mannschaft anspornt. Vettel weiss genau, was er will. Er ist überaus analytisch, und das hilft dem ganzen Team. Unterm Strich geht es darum, die Fakten zu betrachten, dann einzuschätzen, was nicht gut läuft und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Sein Ansatz ist richtig.»

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