Formel 1

Daniil Kvyat, Toro Rosso: «Ich wurde nicht übersehen»

Von - 31.08.2019 15:15

​Red Bull hat in der Sommerpause gehandelt: Alex Albon wurde von Toro Rosso zu Red Bull Racing gerückt, Pierre Gasly im Gegenzug zurück zu Toro Rosso. Wurde bei all dem Daniil Kvyat nicht übersehen?

Personalwechsel im Laufe der Saison sind nichts Neues bei Red Bull: Vor dem Grossen Preis von Spanien 2016 wurde Max Verstappen von Toro Rosso zum grösseren Red-Bull-Team geholt, der Niederländer bedankte sich mit einem sensationellen Sieg.

Gleichzeitig wurde Daniil Kvyat von Red Bull Racing zu Toro Rosso versetzt. Das Selbstvertrauen des Russen war angekratzt, von diesem Schlag erholte er sich nicht. Er schied Ende 2017 aus dem Red-Bull-Programm aus, wurde aber zur Saison 2019 hin zu Toro Rosso zurückgeholt – nach einem Jahr als Reservist bei Ferrari und als reiferer Fahrer.

Pierre Gasly wurde in Malaysia 2017 für Gasly ans Lenkrad gelassen und übernahm den Wagen von Kvyat. Auch der Neuseeländer Brendon Hartley wurde ausprobiert. Dies führt dazu, dass Toro Rosso in der Saison 2018 mit Gasly und Hartley antrat. Gasly konnte so überzeugen, dass er für 2019 zu Red Bull Racing geholt wurde, als Nachfolger von Daniel Ricciardo, der zu Renault zog. Brendon Hartley hingegen erhielt keinen neuen Vertrag mehr.

Stattdessen engagierte Red Bull für die Scuderia Toro Rosso den in London geborenen Doppelbürger Alexander Albon, der sich in der ersten Saisonhälfte 2019 hervorragend geschlagen hat – er liegt derzeit auf dem 15. Zwischenrang, mit 16 Punkten.

Naheliegende Frage: Wieso wurde für Gasly nicht Kvyat zu Red Bull Racing geholt, der in der WM vor Albon liegt (WM-Neunter mit 27 Punkten, hervorragender Dritter in Hockenheim)? Antwort: Er ist schon mal für RBR gefahren und damit eine bekannte Grösse. Albon hingegen war noch nie für ein Top-Team tätig. Red Bull will herausfinden, was er mit einem konkurrenzfähigeren Auto anstellen kann.

Was sagt Daniil Kvyat zu all dem? Im Fahrerlager des Circuit de Spa-Francorchamps meint der Russe: «Ich fühle mich nicht übergangen, ich bin nicht enttäuscht. Mein Job hat sich nicht geändert, und meine Saison bleibt phantastisch. Ich konzentriere mich ganz auf meine Arbeit bei Toro Rosso, alles Andere liegt nicht in meiner Hand. Ich habe nur eines im Kopf: Bei den restlichen Rennen alles geben. Du weisst nie, was die Zukunft bringt.»

«Die Entscheidung von Red Bull ist nachvollziehbar. Ich respektiere und akzeptiere sie, ich habe kein Problem damit. Ich spüre keine Gier. Ich schätze mich glücklich, dass es für mich einen Weg zurück auf die Startaufstellung gegeben hat, das ist nicht selbstverständlich. Ich bin dankbar für diese Chance und werde mein Bestes versuchen, dieses Vertrauen mit guten Leistungen zu belohnen.»


Adresse dieses Artikels:

© SPEEDWEEK.COM
SPEEDWEEK auf Google+
Druckansicht

siehe auch

Formel 1

Michael Schumacher 1991 in Belgien: Michael wer?

Formel 1

Vor 31 Jahren starb Enzo Ferrari – die Legende lebt

Formel 1

Steiner zu Mini-GP: «Müssen auf die Kosten achten»

Formel 1

Alfa Romeo-Sauber: Auch 2020 mit Antonio Giovinazzi

Formel 1

Spa FP3: Charles Leclerc top, Crash von Hamilton!

Formel 1

Neue Teams: Warnung von Ross Brawn & Günther Steiner

Formel 1

Christian Horner: «Gasly wusste, was wir erwarten»

Formel 1

Kimi Räikkönen in Spa von betrunkenem Fan attackiert!

Formel 1

Spa im Fernsehen: Wie stark kann Mercedes nachlegen?

Formel 1

Formel-1-Sportchef Ross Brawn: Kommt der Quali-GP?

Formel 1

Cyril Abiteboul: «Wir alle lieben Nico Hülkenberg»

Formel 1

Sebastian Vettel, Ferrari: «Lasse mich nicht blenden»

Formel 1

Red Bull Racing-Debüt von Alex Albon: «Baby-Schritte»

Formel 1

Max Verstappen (Red Bull): Nächste Stufe ohne Flügel

Formel 1

Sergio Pérez: Drei weitere Jahre mit Racing Point

Formel 1

Lewis Hamilton (4.): «Das klingt ja schrecklich»

Formel 1

Ferrari-Junior Mick Schumacher: 6. Startplatz

Formel 1

Alain Prost: Was Nico Hülkenberg von Renault forderte

Formel 1

FP2 Spa: Charles Leclerc top, Sebastian Vettel auf P2

Formel 1

Saison 2020: 22 Rennen, dafür nur noch 6 Testtage

Formel 1

Martin Brundle: «Das erhöht den Druck auf Alex Albon»

Formel 1

Mick Schumacher (Ferrari) in Belgien: Dreher, nur 7.

Formel 1

FP1 Spa: Vettel Schnellster, Sorgen für Hamilton

Formel 1

Daniel Ricciardo über Gasly: Red Bull musste handeln

Formel 1

Sebastian Vettel in Spa: Helm als optische Täuschung

Formel 1

Romain Grosjean: Zuversicht für Formel-1-Einsatz 2020

Formel 1

Charles Leclerc (Ferrari): «Chance müssen wir nutzen»

Formel 1

Marc Surer zum Tankstopp-Comeback: «Das ist Blödsinn»

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

video

Formel 1

F1 2019 Monza - Charles Leclerc nach dem Ferrari Heimsieg

Speedweek auf Twitter Speedweek auf Facebook Der Speedweek RSS Feed

Thema der Woche

Von Mathias Brunner

Zum Tod von Anthoine Hubert: Sicherheit als Illusion

​Jeder im Formel-1-Umfeld trägt einen Pass um den Hals. Auf der Plastik-Karte steht: «Motorsport ist gefährlich.» Wir vergessen es oft. Der Tod von Anthoine Hubert erinnert uns schmerzlich daran.

» weiterlesen

 

tv programm

Motorsport - DTM

Mo. 16.09., 23:55, SPORT1+


Motorsport - Porsche Mobil 1 Supercup, Magazin

Di. 17.09., 03:00, SPORT1+


Streetwise - Das Automagazin

Di. 17.09., 03:30, Motorvision TV


High Octane

Di. 17.09., 05:05, Motorvision TV


car port

Di. 17.09., 05:15, Hamburg 1


Café Puls mit PULS 4 News

Di. 17.09., 05:30, Puls 4


Café Puls mit PULS 4 News

Di. 17.09., 06:00, Pro Sieben


Café Puls mit Puls 4 News

Di. 17.09., 06:00, Sat.1


Report

Di. 17.09., 06:10, Motorvision TV


Motocross: FIM-Weltmeisterschaft

Di. 17.09., 07:00, Eurosport 2


Zum TV Programm
78